Mehr Leistung, weniger Kosten: Der Intel Core Ultra 5 250K Plus im Test
Intels Plus-Rechenknecht der Mittleklasse zündet ein Feuerwerk: Der Core Ultra 5 250K Plus rückt leistungsmäßig in frühere Core-Ultra-7-Gefilde vor – und ist ab 230 Euro zu haben, also weniger als die Hälfte. Ist diese CPU der neue Preis-Leistungs-König, auf den alle gewartet haben?
- Mehr Leistung, weniger Kosten: Der Intel Core Ultra 5 250K Plus im Test
- Technische Angaben
So viel Leistungssteigerung bei einem Refresh ist tatsächlich bemerkenswert. Der Intel Core Ultra 5 250K Plus schiebt sich im Test so deutlich vor seinen Vorgänger, dass man unweigerlich an eine höhere Produktklasse denken muss: Der neue 5er liefert ein Niveau, das man eher von einem 7er erwartet...
So viel Leistungssteigerung bei einem Refresh ist tatsächlich bemerkenswert. Der Intel Core Ultra 5 250K Plus schiebt sich im Test so deutlich vor seinen Vorgänger, dass man unweigerlich an eine höhere Produktklasse denken muss: Der neue 5er liefert ein Niveau, das man eher von einem 7er erwartet hätte.
Wer heute einen leistungsstarken Desktop-PC für Spiele, Content Creation und anspruchsvolle Alltagsarbeit sucht, sollte diese CPU deshalb ernsthaft in die engere Auswahl ziehen.
Beim Core Ultra 5 250K Plus scheint Intel einen Nerv zu treffen. Das Unternehmen verspricht mehr Leistung zum aggressiven Preis – und es sieht ganz danach aus, als ob das Team Blau liefert. Bevor wir die Testergebnisse besprechen, werfen wir aber einen Blick auf die Technik.
In den Motor geschaut: die technischen Merkmale
Der Intel Core Ultra 5 250K Plus kann übertaktet werden und richtet sich damit an Enthusiasten, die gerne am Multiplikator schrauben und vorhandene Plattform-Features im BIOS tunen. Intel positioniert das CPU-Modell mit einem US-Listenpreis von 200 Dollar sehr preisaggressiv im Markt. In Deutschland waren zum Testzeitpunkt bereits erste Angebote ab rund 230 Euro zu finden – sehr erfreulich.
Anders als die F-Varianten früherer Intel-Generationen bringt der Core Ultra 5 250K Plus eine vollwertige integrierte Grafikeinheit mit. Die Intel Graphics auf Basis der Xe-LPG-Architektur umfasst vier Xe-Kerne und taktet dynamisch mit bis zu 1,90 GHz. Für aufwendige 3D-Spiele ist sie naturgemäß nicht ausgelegt – dafür setzen Käufer dieser Leistungsklasse ohnehin auf eine dedizierte Grafikkarte.
Im Alltag erweist sich die iGPU jedoch als ziemlich praktisch: Sie ermöglicht eine Bildausgabe ohne separate GPU und unterstützt zum Beispiel Hardware-Beschleunigung für Videowiedergabe und -encoding. Zudem erleichtert sie die Fehlereingrenzung erheblich, wenn der PC mal wieder streikt und kein Bild liefert.
Architektonisch bleibt Intel dem bekannten Hybrid-Ansatz treu. Der Prozessor kombiniert immer noch Performance-Kerne und Effizienz-Kerne, aber die Gesamtzahl der Threads entspricht nach wie vor auch der Anzahl der Kerne, also 18 (6 P- und 12 E-Cores). Der maximale Turbotakt liegt laut Hersteller bei bis zu 5,3 GHz.
Mit 30 Megabyte Intel Smart Cache auf L3-Ebene steht den Kernen ein üppiger gemeinsamer Zwischenspeicher zur Verfügung. Die Speicheranbindung erfolgt nativ über DDR5-5600 im Dual-Channel-Betrieb, wobei höhere Taktraten mittels XMP-Profilen realisiert werden können. Auf Seiten der Peripherieanbindung bietet der 250K Plus bis zu 20 PCIe-Lanes direkt vom Prozessor, die sich auf PCIe 5.0 für die Grafikkarte und PCIe 4.0 für NVMe-SSDs aufteilen. Ältere Gen 3 NVMe-SSDs bedient die CPU nicht mehr.
Die thermischen Eckdaten fallen mit einem Bedarf von 125 Watt Basis-Power und mit 159 Watt für den Turbo moderat aus. Im Vergleich zu den teils energiehungrigen Flaggschiffen vergangener Generationen hält sich der 250K Plus damit angenehm zurück, ohne bei der Leistung große Kompromisse einzugehen.
Ein leistungsfähiger Tower-Kühler oder eine Kompaktwasserkühlung sollten in der Regel völlig ausreichen, um den Prozessor auch unter Dauerlast zuverlässig zu kühlen.
Rock n Roll: Testergebnisse aus dem Labor
Im Labor zeigt der Intel Core Ultra 5 250K Plus eindrucksvoll, dass es sich hier nicht um kosmetische Modellpflege handelt. Gegenüber dem direkten Vorgänger Core Ultra 5 245K legt die CPU in allen Disziplinen richtig zu.
Besonders anschaulich wird das in praxisnahen Rechenlasten. Im Handbrake-Test für Video-Rendering sinkt die Bearbeitungszeit von 109 auf 67 Sekunden für unser Standard-Test-Video. Das ist ein enormer Sprung und im Alltag sofort spürbar. Wer regelmäßig Videos transkodiert, spart mit dem neuen Modell wertvolle Zeit.
Noch deutlicher fällt der Vorsprung in Gamma-Cruncher aus, wo die Pi-Berechnung von 46 auf 24 Sekunden schrumpft. Solche Resultate zeigen, dass Intel sowohl die reine Rechenleistung als auch die Effizienz der Thread-Nutzung sichtbar verbessert hat.
Auch synthetische CPU-Benchmarks bestätigen dieses Bild. In CPU-Z steigt die Mehrkernwertung von 8841 auf 13673 Punkte, was einem Plus von 55 Prozent entspricht. Im Single-Core-Test verbessert sich der Prozessor von 517 auf 859 Punkte und damit um 66 Prozent. Das ist geradezu spektakulär, denn gerade die Single-Core-Leistung ist in vielen Spielen besonders entscheidend.
Ein ähnliches Bild ergibt sich in Cinebench. In Cinebench R15, der zugegeben schon sehr alt ist, legt der 250K Plus im Multi-Core-Test ebenfalls von 8841 auf 13673 Punkte zu, während der Single-Core-Wert von 517 auf 859 Punkte klettert.
Spannend ist aber auch der aktuelle Cinebench 2026: Hier steigt die Mehrkernleistung von 4528 auf 6988 Punkte, also um 54 Prozent. Die Single-Core-Leistung schießt sogar von 311 auf 569 Punkte nach oben, was satte 83 Prozent mehr sind. Genau an dieser Stelle wird klar, warum sich der neue 5er plötzlich so erwachsen anfühlt: Er liefert nicht nur mehr Parallelleistung, sondern auch deutlich mehr Power pro Kern.
Für Spieler ist das 3DMark CPU-Profil besonders aufschlussreich. Bei maximaler Thread-Auslastung springt der Wert von 6662 auf 14420 Punkte, also um 116 Prozent. Auch bei 16 Threads legt die CPU mit 13651 statt 6551 Punkten um 108 Prozent massiv zu. Doch der eigentliche Clou liegt in den niedrigeren Thread-Stufen, denn genau dort bewegt sich reale Spielelast häufig. Bei acht Threads steigt das Ergebnis von 4716 auf 8693 Punkte, bei vier Threads von 3005 auf 5000 und bei zwei Threads von 1479 auf 2571. Diese Zugewinne zwischen 66 und 84 Prozent sind ein klares Signal: Der Core Ultra 5 250K Plus ist ein exzellenter Gaming-Prozessor zu einem noch exzellenteren Preis!
Auch im Geekbench liefert der Prozessor überzeugende Resultate. Im ONNX-Test mit Single Precision steigt der Wert von 4135 auf 6538 Punkte, also um 58 Prozent. Die weiteren Disziplinen zeigen mit 2635 Punkten in Half Precision und 11396 Punkten in Quantized ebenfalls ein hohes Niveau. Nicht unerwähnt lassen möchten wir an dieser Stelle, dass wir für diesen Test die BIOS-Einstellungen optimiert haben. Ohne die Optimierung fiel das Ergebnis deutlich schlechter aus.
Der Tenor ist eindeutig: Der Intel Core Ultra 5 250K Plus ist ein hervorragender Prozessor für Gamer, Content-Creator und Heavy-User. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der gebotenen Performance geradezu herausragend. Dass die ersten Online-Preise hierzulande schon bei rund 230 Euro beginnen, macht den Rechenknecht hoch attraktiv.
Der einzige echte Wermutstropfen liegt in der Plattformperspektive: Mit Nova Lake kommt von Intel in Zukunft erneut ein neuer Sockel. Wer heute auf LGA1851 setzt, wird also keine Upgrade-Perspektive in die nächste Intel-Generation mitnehmen.
Fazit: Richtig gut, echt günstig, richtig fresh!
Der Intel Core Ultra 5 250K Plus ist einer der seltenen Refresh-Prozessoren, die ihren Namen wirklich verdienen. Statt homöopathischer Zugewinne liefert er einen Leistungssprung, der im Alltag wie in unseren Benchmark-Tests sofort sichtbar wird. Besonders beeindruckend ist, dass Intel hier nicht nur bei der Multi-Core-Leistung kräftig zulegt, sondern auch bei der Single-Core-Performance. Und das macht die CPU zu einer ausgezeichneten Wahl.
Hinzu kommt ein Preis, der das Gesamtpaket fast schon unanständig sexy macht. Ab etwa 230 Euro erhält man eine CPU, die sich klar vom Vorgänger absetzt und in vielen Bereichen an höhere Leistungsklassen der älteren CPU-Generation heranreicht. Wer heute einen neuen PC aufbaut, bekommt mit dem Core Ultra 5 250K Plus eine richtig starke Basis zum Top-Preis.
Die Einschränkung, die wir erwähnen, betrifft weniger den Prozessor selbst als die Plattformstrategie von Intel. Nova Lake steht mit einem neuen Sockel wohl noch für dieses Jahr in den Startlöchern und damit wird der Sockel LGA1851 zur Einbahnstaße und keine leider nicht zu einer langfristigen Aufrüstbasis.
Wer jedoch jetzt Leistung fürs Geld sucht und nicht auf eine ferne Upgrade-Option spekuliert, kann diesen Prozessor mit gutem Gewissen kaufen. Der Intel Core Ultra 5 250K Plus ist klar empfehlenswert.


