Testbericht

Lautsprecher PMC OB 1i

14.12.2009 von Wolfram Eifert

Solange die PMC OB 1i (4300 Euro) nicht mit allzu komplexen Klängen gefordert wurde, blieb ihr Charakter angenehm breitbandig und tonal ausgewogen.

ca. 1:20 Min
Testbericht
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  1. Lautsprecher PMC OB 1i
  2. Datenblatt
Lautsprecher PMC OB 1i
Lautsprecher PMC OB 1i
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Lautsprecher PMC OB 1i
Experimentierfreudige können alle Zweige mit separaten Amps oder Kabeln ansteuern.
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Boxenfreunde, die sich die OB 1i des britischen Studioausrüsters PMC ins Wohnzimmer holen, sollten auf neugierige Fragen im Bekanntenkreis gefasst sein, denn hierzulande kennen den alteingesessenen Hersteller fast nur Insider. Faktisch aber sind PMC-Eigner in bester Gesellschaft, denn die Kundenliste liest sich wie das Who's who? der Musikszene. Robbie Williams und Peter Gabriel sind ebenso darunter wie bekannte Plattenfirmen, etwa Decca, Deutsche Grammophon und Chesky Records.

Technisch bietet die PMC gleich eine Reihe von Besonderheiten: Da wäre einmal der Aufbau als sogenannte Transmissionline, bei der kein Bassreflexrohr Teile der gehäuseinneren Bassenergie aufgreift und phasenrichtig zu Gehör bringt. Stattdessen übernimmt diese Aufgabe eine mehrfach gefaltete, frequenzselektiv bedämpfte Umwegröhre.

Die Briten billigen der Bauform einen besonders runden und musikalischen Bassbereich zu. Außerhalb des Mainstreams bewegt sich PMC auch beim Mitteltöner. Hier setzt die OB 1i auf ein 75 Millimeter großes, breit strahlendes Kalottensystem mit hochdämpfender Weichmembran. Eher den gewohnten Gepflogenheiten entsprechen der 17er-Gusskorb-Bass und der Hochtöner mit 27 Millimeter großer Gewebekalotte. Gezähmt wird das Ganze von Filtern vierter Ordnung, was eine recht komplexe Frequenzweiche mit immerhin 25 Elementen ergibt.

Lautsprecher PMC OB 1i
Die Austrittsöffnung der Transmissionline wirkt wie ein Subwoofer im Tiefbass.
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Die OB  i klang weitgehend neutral und schien allen Musikstilen gewachsen, erzielte aber keine wirklich herausragenden Leistungen. Der Bassbereich für sich kam trocken und machtvoll, schien aber nicht optimal eingebunden. Teilweise entstand der Eindruck, Bass und Mitten würden zeitversetzt nebeneinander her spielen. Der Effekt war nicht dramatisch, doch an die Geschlossenheit der Cabasse, ProAc oder Sonus Faber reichte die PMC nicht heran.

Auf der Haben-Seite standen ein angenehm spritziger Hochtonbereich und ein gutes Auflösungsvermögen bei Gesang. Solange die OB 1i nicht mit allzu komplexen Klängen gefordert wurde, blieb ihr Charakter angenehm breitbandig und tonal ausgewogen.

+ Angenehmer, unaufgeregter Klang mit breiter Hörzone

- Bei komplexen Strukturen etwas eng und planlos

Professional Monitor Company (PMC) OB 1i

Professional Monitor Company (PMC) OB 1i
Hersteller Professional Monitor Company (PMC)
Preis 4300.00 €
Wertung 54.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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