AR-Brille

Lenovo Star Wars: Jedi Challenges im Praxistest

Mit dem Lichtschwert gegen Kylo Ren antreten: Die AR-Brille Mirage von Lenovo macht es möglich. Wir haben das Set Star Wars: Jedi Challenges getestet.

Lenovo Star Wars Jedi Challenge

© Lenovo

Lenovo Star Wars: Jedi Challenges

Jetzt kaufen
EUR 129,90

Pro

  • hohes Erlebnisniveau
  • mehrere Spielmodi und -Level, erweiterbar durch Updates
  • kein weiteres Zubehör nötig

Contra

  • hohes Gewicht (Headset, Smartphone, kopflastige Konstruktion)
  • hoher Preis

Fazit

Connect Praxistest: 5/5 Sterne (Ausstattung: 5/5 Sterne; Handhabung 4/5 Sterne)
Hervorragend

Hologramme sind nicht länger eine Zukunftsvision: Forschern gelingen bereits gute dreidimensionale Darstellungen, die keine Brillen oder andere Hilfsmittel mehr benötigen. Bis solche Technologien massentauglich sind, entsteht die Illusion nicht minder beeindruckend mit dem Mirage AR-Headset von Lenovo. 

Das ist Teil des Sets „Star Wars: Jedi Challenges“, das in Kooperation mit Disney entstand. Ein in das Headset eingeschobenes Smartphone sendet von oben zwei getrennte Bilder durch ein Prisma zum rechten und linken Auge des Betrachters, der parallel dazu durch das durchlässige Visier sein Umfeld im Blick behält. Das verschmilzt mit den Bildern des Smartphones zu einer erweiterten Realität, der Augmented Reality, abgekürzt AR. In der fordert ein Darth Maul dann im Wohnzimmer zum Duell.

Lenovo - Star Wars Mirage AR- Headset

© Lenovo

Dank durchsichtigem Visier behält der Spieler Kontakt zu seinem Umfeld. In umgekehrter Richtung bekommen Zuschauer einen Eindruck vom Spielgeschehen.

Ein Puzzle aus Informationen 

Das Highlight ist freilich der Controller mit Force-Feedback in Gestalt eines Lichtschwertes, das schon als solches ein grandioses Topping für jede Jedi-Kostümierung ist. Das Lichtschwert interagiert via Bluetooth mit der zugehörigen App, die einigen Input benötigt: vom Gyroskop des Smartphones, den Sensoren in Headset und Lichtschwert sowie von zwei Dual-Motion-Tracking-Kameras im Headset; ein Peilsender auf dem Boden des virtuellen Spielfelds, das etwa 1,5 x 3 Meter beansprucht, erfasst die Spielerposition. 

Neben Kämpfen mit dem Lichtschwert, das im Spiel visuell eindrucksvoll zündet, steht mit Holo-Schach eine zweite Challenge zur Wahl, als dritte ein Strategiespiel. Auch hier liegt eine besondere Faszination darin, das Schlachtfeld, auf dem man als Befehlsgeber des Widerstands Bodentruppen und Sternenjäger gegen die Imperialisten in Stellung bringt, real aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Alle Herausforderungen starten auf Naboo, einem umkämpften Planeten der Star Wars Episode I. Über Level-Ups erreicht man weitere Planeten.

Lenovo - Star Wars Peilsender

© Lenovo

Der kleine Peilsender erfasst die Position des Spielers, die mit den Informationen von Lichtschwert und Headset kombiniert wird und so Interaktionen ermöglicht.

Mit der Premiere des Films „Star Wars: Die letzten Jedi“ kündigten Disney und Lenovo ein App-Update an, das unter anderem drei weitere Level auf dem Planeten Crait ergänzt, der in Episode VIII debütiert. Die Illusion ist beeindruckend und die Software weitgehend stabil; gelegentlich gerät das Lichtschwert in Schieflage, richtet sich aber auf Knopfdruck umgehend neu aus. Man könnte stundenlang in das Vergnügen eintauchen – wäre da nicht das Headset mit seinen 524 Gramm, zu denen das Smartphone buchstäblich obendrauf kommt.

Getestet haben wir mit einem Pixel 2 XL. Das lief problemlos, obwohl zu diesem Zeitpunkt erst der Vorgänger als kompatibel genannt wurde. Zu finden ist die Liste der entsprechenden Phones unter www3.lenovo.com/de/de/jedichallenges; Auskunft zu nicht aufgeführten Geräten gibt auch schonmal die Community.

Lenovo - Star Wars Lichtschwert

© Lenovo

Das 274 Gramm leichte Lichtschwert wird ingame, also im Spiel, visuell eindrucksvoll gezündet.

Investition in die Zukunft? 

Die UVP liegt bei 299 Euro, der Marktpreis – im Testzeitraum auch im Lenovo-Shop – bei 249 Euro. Das ist immer noch ein stolzer Preis. Aber das Set wird womöglich bald mehr bieten: Der Schalter im Peilsender hat zwei Positionen, aktuell für einen Farbenwechsel. Naheliegend ist hier die Nutzung für eine Kanalwahl bei zwei Spielern, zumal sich Disney gegenüber Fragen zu Multiplayer-Modus und weiteren Plänen offen zeigt. Neben gegenständlichen Controllern könnten Wearables eingesetzt werden. Vielleicht ein Paar Smart Gloves für Spiderman? Da fallen uns noch einige Helden aus dem Disney/ Marvel-Universum ein, in deren Rolle wir ebenso gerne schlüpfen würden wie in die des Jedis.

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