Testbericht

LG KM900 Arena

S-Class nennt LG selbstbewusst die Bedienoberfläche, die für die hauseigenen Handys mit Touchscreen geschaffen wurde. Für das Selbstbewusstsein gibt es gute Gründe: Die Bedienung des Arena läuft tatsächlich flüssig, funktioniert vom Einschalten an intuitiv, lässt sich den eigenen Vorstellungen anpassen und macht obendrein richtig Spaß.

Inhalt
  1. LG KM900 Arena
  2. Datenblatt

© Archiv

LG KM900 Arena
EUR 19,36

Pro

  • flüssige Darstellung
  • beeindruckende Auflösung
  • edel verarbeitet
  • gut ausgestattet
  • durchschnittliche Ausdauer

Contra

  • 5-Megapixel-Kamera

Fazit

Connect-Urteil: 350 von 500 Punkten, befriedigend
70,0%

Ausgangspunkt ist ein Würfel, der mit einem Wischen übers Display gedreht wird und Zugriff auf vier unterschiedliche Startbildschirme bietet. Die sind eines der Markenzeichen der S-Class-Oberfläche, ebenso wie die aufwendigen Animationen, die die kurzen Wartezeiten verschönern. Ein extra Grafikchip sorgt für eine flüssige Darstellung.

Vier Startbildschirme

© Foto: Hersteller

Arena, quergelegt I: Mächtige Ausstattung mit Schwerpunkt Multimedia

Jeder der vier Startbildschirme hat seine Eigenheiten: Auf einem lassen sich Verknüpfungen zu den wichtigsten Funktionen ablegen, auf einem die liebsten Fotos und Musikstücke, auf einem dritten die wichtigsten Kontakte. Auf dem vierten schließlich finden kleine Programme oder Informationen Platz, beispielsweise der Wecker oder eine Übersicht über eingegangene E-Mails oder SMS.

Was auf allen vieren gleich ist: Unten am Display finden sich Zugriffe auf Adressbuch, Nachrichtenfunktion, die virtuelle Handytastatur sowie das Hauptmenü. Hier hat LG 32 Einträge untergebracht, die auf vier Bereiche verteilt sind. Im Hochformat sind davon 16 zu sehen, die übrigen erscheinen durch Verschieben der Zeilen.

© Screen: connect

Arena, quergelegt II: Mit eingeblendeter Qwertz-Tastatur

Dreht man das Arena ins Querformat, dreht sich auch die Displayausrichtung und alle 32 Einträge erscheinen auf einen Blick. Das sind eine Menge Informationen, die aber aufgrund der beeindruckenden Auflösung von 480 x 800 Pixeln übersichtlich dargestellt werden. Selbst kleine Schriften wirken hier gestochen scharf.

Wer Probleme mit den Augen hat, dem wird manche Schrift freilich zu klein ausfallen. Das gilt auch für einige Schaltflächen, die eine ruhige Hand verlangen. Ansonsten lässt sich das Arena wunderbar bedienen, bei vielen Funktionen hat LG in der analogen Welt abgeschaut: Beim integrierten Radio wird zur Einstellung des gewünschten Senders ganz einfach an einem virtuellen Rad gedreht.

Edel verarbeitet, gut ausgestattet

© Foto: Markus Eckstein

Ausschnitt aus der Testaufnahme des Arena - Originalgröße siehe Download-Bereich

Das Arena steckt in einem edlen Gehäuse, die Front ist aus gebürstetem Metall, der Akkudeckel aus mattem Aluminium. Kunststoff findet sich nur unten am Gehäuse und rund um die 5-Megapixel-Kamera. Die Kamera des Arena liefert gelungene Bilder, die insgesamt aber etwas kühl wirken. Im Download-Bereich unten können Sie sich eine Testaufnahme herunterladen.

© Foto: Hersteller

Die Ohrhörer des LG Arena

Die Kamera arbeitet mit einem Autofokus, einer kleinen LED, die einen echten Blitz nicht ersetzen kann, und glänzt vor allem als Camcorder: Die Auflösung der Videos beträgt 720 x 480 Pixel bei ruckelfreien 30 Bildern pro Sekunde.

Die übrige Ausstattung ist auf Multimedia ausgerichtet: Es finden sich Spiele, die den Bewegungssensor nutzen, eine Anwendung, mit der sich Videos bearbeiten und zusammenfügen lassen, sowie natürlich auch ein Video- und Musicplayer.

8 Gigabyte Speicher hat LG im Arena verbaut, die mit einer MicroSD-Karte ergänzt werden können. Oben am Gehäuse findet sich eine 3,5-mm-Buchse für beliebige Headsets. Dank integriertem UKW-Sender lässt sich die Musik auch über ein Radio abspielen, wobei der Sender nur wenige Meter weit reicht.

Durchschnittliche Ausdauer

Der Browser kommt in die Nähe von Apples Safari, ist zwar nicht ganz so schnell, lässt sich aber ebenfalls mit Gesten steuern. Das Arena bietet obendrein einen ordentlichen Organizer, WLAN und HSDPA, kann Office-Dokumente öffnen und versteht sich mit Microsoft Exchange.

© Screen: connect

Auf einem der Startbildschirme lassen sich Fotos und Musiken ablegen

Die Ausstattung ist also umfangreich, lässt sich aber auch nur bedingt erweitern, denn LG setzt auf ein proprietäres Betriebssystem, auf dem sich lediglich Java-Anwendungen installieren lassen. Die Software-Vielfalt eines Apple iPhone oder des Android-Handys G1 kann das Arena nicht bieten.

Was dem Handy ein besseres Ergebnis vermiest, sind die allenfalls durchschnittliche Ausdauer sowie die Sende- und Empfangsqualität. Der Klang beim Telefonieren ist dagegen gut. Davon abgesehen ist das Arena ein gelungenes Touchscreen-Handy, bei dem es LG geschafft hat, eine mächtige Ausstattung mit Bedienspaß zu vereinen.

Fazit: Das Arena bietet eine mächtige Ausstattung mit Schwerpunkt Multimedia, die sich intuitiv bedienen lässt. Die Telefonqualitäten sind Durchschnitt.

LG KM900 Arena

LG KM900 Arena
Hersteller LG
Preis 349.00 €
Wertung 350.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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