Testbericht

LG KU970 Shine

Das Shine-Modell KU970 ist ein optischer Leckerbissen, kämpft aber mit Schwächen bei den Ausdauer- und Empfangsmessungen.

Inhalt
  1. LG KU970 Shine
  2. Datenblatt

© Archiv

LG KU970 Shine

Pro

  • gute Verarbeitung
  • sauber ausgeleuchtete Tastatur
  • schnelles Surfen im Web

Contra

  • durchwachsener Eindruck im Labor
0,0%

Kaum ein Hersteller hat sich in den letzten Monaten so um bezahlbare Designhandys verdient gemacht wie LG. Dafür sind hauptsächlich drei Modelle verantwortlich: das kultige Chocolate, das edle Touchscreen-Handy Prada-Phone by LG und der extravagante Slider KG970 Shine. Letzterer bekommt nun mit dem KU970 Shine einen 329 Euro teuren UMTS-Bruder, der sich natürlich umgehend dem connect-Test stellen musste.

Kleine Linse, großer Unterschied

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Leuchtend: Die 2-Megapixel-Kamera kommt mit Autofokus und einem Fotolicht.

Rein äußerlich unterscheiden sich das GSM- und das UMTS-Modell kaum - man muss schon sehr genau hinschauen, um die beiden Slider nicht miteinander zu verwechseln. Lediglich die winzige Linse für Videotelefonie auf der Front des KU970 entlarvt den Newcomer als 3G-Handy. Ein Hingucker par excellance ist auch hier das verspiegelte Display, das mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln aufwartet und jedem Fingerabdruck gegenüber aufgeschlossen ist. Im Alltag stört dies jedoch nicht weiter, ebenso wenig wie die etwas geringe Helligkeit der Anzeige, die dafür farbenfroh und kontraststark die Inhalte der Menüs präsentiert. Verarbeitet ist der flache Metallschieber gut, wobei Nokia mit dem Luna hier noch mal eine Klasse höher spielt. Aber auch das UMTS-Shine überzeugt mit wertiger Haptik und liegt satt in der Hand.  Die sauber ausgeleuchteten Drücker der Metalltastatur fügen sich ebenfalls nahtlos ins gute Bild, selbst wenn die Druckpunkte klarer definiert sein könnten. Eine Besonderheit bei beiden Shine-Modellen: Statt einer Fünf-Wege-Navi-Taste dient eine kleine Walze unterhalb des Displays als zentrales Steuerelement - mit ihr scrollt man schnell und bequem nach oben oder unten und wählt per Druck das gewünschte Menü aus. Die kleinen Tasten neben der Walze führen nach links beziehungsweise rechts. Ein weiteres Plus in Sachen Bedienung: Die einzelnen Menüpunkte sind wie bei Samsung-Handys nummeriert und lassen sich so zeitsparend direkt anwählen.

HSDPA für schnelles Surfen

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Versteckt: Hinter dem Menüpunkt Organizer verbirgt sich die Kalenderfunktion.

In Sachen Datenkommunikation ist  das neue Shine up to date und beherrscht neben UMTS auch HSDPA: Mit bis zu 3,6 Mbit/s lassen sich Daten herunterladen, was komfortable Surftripps im Web ermöglicht, wozu auch das große Display und der HTML-Browser ihren Teil beitragen. Doch Achtung: Wer keine Daten-Flatrate gebucht hat, sollte sich beim Surfen zügeln, sonst wartet am Ende des Monats eine böse Überraschung auf der Handyrechnung (siehe Datentarife auf Seite 88). Die Verbindung zu Zubehör oder PC klappt dank Bluetooth kabellos, für die Synchronisation mit Outlook legt LG alternativ ein Datenkabel sowie Software bei, die auch zur Datensicherung und -übertragung dient. Der Adressspeicher fasst mit maximal 500 Einträgen im Vergleich zum GSM-Modell allerdings nur noch die Hälfte und auch der Wechselspeicherslot fiel dem Rotstift zum Opfer. So muss der User mit den etwa 500 MB internem Speicher klarkommen, was die Nutzbarkeit des formatfreudigen Musicplayers doch stark einschränkt. Das ist schade, denn das mitgelieferte Stereo-Headset tönte im Test recht passabel.

Die integrierte 1,9-Megapixel-Kamera samt Fotolicht stellt dank Autofokus automatisch scharf und wird über eine eigene Taste an der Seite gestartet. Die Aufnahme erfogt dann im Querformat. Videos werden sogar mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel aufgezeichnet, doch auch hier stört der begrenzte Speicher. Ein Mail-Client, umfangreiche Kalenderfunktionen, diverse Rechner und die Diktiergerät-Funktion komplettieren das Ausstattungspaket des LG.

Gespaltenes Bild im Labor

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Innovativ: Das breite Scrollrad ersetzt eine Fünf-Wege-Navi und lässt sich in der Praxis gut bedienen.

Im Labor hinterließ das KU970 einen durchwachsenen Eindruck. Während die Standby-Zeit im UMTS-Betrieb mit über 16 Tagen sehr gut ausfällt, sind es in den GSM-Netzen nur elf Tage. Ein umgedrehtes Bild ergibt sich bei den Messergebnissen für die Gesprächszeit: So kann man im E-Netz deutlich über vier Stunden telefonieren, bei UMTS-Gesprächen sind es dagegen gerade mal knappe zwei Stunden. Bei der Sende- und Empfangsqualität liefert der Einsatz in den GSM-Netzen deutlich bessere Ergebnisse als im UMTS-Modus.

LG KU970 Shine

LG KU970 Shine
Hersteller LG
Preis 249.00 €
Wertung 366.0 Punkte
Testverfahren 0.9

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