Die HiFi-Welt von AUDIO und stereoplay
Testbericht

Welcher Verstärker passt zu welcher Box?

Problematisch wird es zumeist nur bei schwächlichen Röhrenverstärkern a la Preludio. Diese sehnen sich nach Boxen mit a) möglichst hohem Wirkungsgrad und b) möglichst unkritischem Impedanzverlauf im Hörbereich.

"Ich besitze die Box X, bitte nennen sie mir den Verstärker, der zu ihr passt" - täglich bekommen die Tester Anfragen dieser Art. Die Standardantwort: Die Balken im Verstärker-Leistungsprofil sollten die des Boxen-Bedarfsprofils überragen. Problematisch wird es zumeist nur bei schwächlichen Röhrenverstärkern a la Preludio. Diese sehnen sich nach Boxen mit a) möglichst hohem Wirkungsgrad und b) möglichst unkritischem Impedanzverlauf im Hörbereich.

Von den aktuell getesteten Standlautsprechern harmonierten beispielsweise denn auch die Cabasse Altura Bahia (guter Wirkungsgrad) recht ordentlich mit dem sensiblen Preludio. Bei der Focal Profile (mittlerer Wirkungsgrad plus Impedanzeinbruch bei 100 Hertz) blieb zwar noch etwas Röhrenzauber erhalten, es tönte aber zu dünn im Bass. Die Criterion TS 300 von T+A (geringer Wirkungsgrad bei niedriger Impedanz im Bass) erweckte der Preludio dann überhaupt nicht mehr richtig zum Leben.

Auch kräftige Verstärker reagieren noch auf die komplexe Anschluss-Impedanz einer Box. Die Klirrverläufe ändern sich dabei allerdings nur subtil. Erst bei zigtausenden Messungen pro Box/Verstärker ließe sich zuverlässig auf eine Harmonie oder Abneigung schließen. Das stereoplay-Labor arbeitet heftig an einer entsprechenden, PC-gestützten Analyse. Vorläufig erscheint aber  Probehören noch als die bessere Methode.

Relativ röhrenfreundlich:

Der recht hohe Wirkungsgrad der Cabasse erlaubt das Zusammenspiel mit dem Preludio - trotz der Impedanzsenke bei 160 Hertz.

stereoplay Ratgeber

© Archiv

Röhrenkritisch:

T+A's Criterion TS 300 mit einer Impedanz von minimal 2,8 Ohm und starken Phasenschwankungen bei relativ geringem Wirkungsgrad.

stereoplay Ratgeber

© Archiv

Impedanzabhängiger Klirr:

Je nach Schaltungskonzept ändern Verstärker bei unterschiedlichen Boxenimpedanzen mehr oder weniger ihr Verzerrungsverhalten.

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