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Reigns: Game of Thrones im Test

In Reigns: Game of Thrones bestimmt man durch einfaches Wischen das Schicksal seiner Charaktere. Wir haben den dritten Ableger der beliebten App Reigns, der auf die Figuren der erfolgreichen TV-Serie setzt, für einen Test angespielt.

Reigns: Game of Thrones

© Home Box Office, Inc.

Reigns: Game of Thrones ist auf iOS, Android und Steam erhältlich.

Reigns: Game of Thrones ist der dritte Ableger der von Nerial und Devolver Digital entwickelten Reigns-Reihe. Während man im Originalspiel als König die Geschicke seines Reiches lenkte und im zweiten Teil Reigns: Her Majesty dann als Königin spielte, sind jetzt die Charaktere aus der HBO-Serie Game of Thrones an der Reihe. Man spielt abwechselnd etwa als Daenerys Targaryen, Tyrion Lennister, Jon Schnee oder Sansa Stark und darf als dieser Charakter vorübergehend auf dem eisernen Thron Platz nehmen.

Das Spiel ist wie seine Vorgänger in einer ansprechenden minimalistischen Optik gestaltet. Fans der TV-Serie werden die bekannten Charaktere sofort erkennen und sich außerdem über die musikalische Untermalung durch den Soundtrack von Ramin Djawadi freuen. Inhaltlich knüpft das Spiel an das Ende der siebten Staffel an. Wer nicht gespoilert werden will, sollte die Serie soweit gesehen haben. Danach entfaltet sich das Spiel in einer Reihe von Szenarien nach dem Motto „Was wäre, wenn …“

Reigns: Game of Thrones

© Devolver Digital

Einfaches Spielprinzip: Durch ischen nach links oder rechts trifft man Entscheidungen.

Ein Wisch mit fatalen Konsequenzen

Das Prinzip von Reigns: Game of Thrones ist denkbar einfach: Man hangelt sich anhand verschiedener Karten, die Charaktere aus der Game-of-Thrones-Welt darstellen, durch eine Geschichte. Jede Karte bietet zwei Antwortmöglichkeiten, die man durch Wischen nach links oder rechts auswählt, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Jede Aktion kann dabei das (mitunter grausame) Ende des derzeitigen Herrschers bedeuten. Man muss in Reigns: Game of Thrones nämlich, wie in den vorherigen Teilen, vier Parameter im Auge behalten: Militär, Kirche, Volk und die Staatskasse. Jede Entscheidung beeinflusst einen oder mehrere Parameter. Sobald ein Bereich zu weit ansteigt oder zu tief fällt, ist das Schicksal des Königs oder der Königin besiegelt. Doch keine Angst: Man spielt einfach mit der nächsten Figur weiter - oder auch mit dem gleichen Charakter.

Wenn ein Herrscher stirbt, erblickt man durch Melisandres Visionen im Feuer den nächsten Herrscher – insgesamt neun stehen zur Auswahl, die man im Laufe des Spiels freischalten kann. Sobald ein Charakter freigespielt ist, kann man ihn wieder und wieder als Herrscher auswählen, und durch neue Entscheidungen ein anderes Schicksal herbeiführen. Die bereits entdeckten Schicksale kann man sich übrigens in einer Übersicht ansehen. Das steigert gleichzeitig den Ehrgeiz, die noch fehlenden Ereignisse zu entdecken und tröstet auch mal darüber hinweg, wenn die Regentschaft durch eine unbedachte Handlung allzu kurz ausfiel.

Reigns: Game of Thrones

© Devolver Digital

In Melisandres Feuer erscheinen die spielbaren Charaktere.

Neue Spielmechaniken in Reigns: Game of Thrones

Für jeden der spielbaren Charaktere kann man im Laufe des Spiels eine Eigenschaft freischalten, die diese Figur vor einem bestimmten Schicksal bewahren kann. So kann Tyrion nicht mehr bankrott gehen, sobald man seine Spezialeigenschaft entdeckt hat und Cersei wird die Missachtung der Kirche nichts mehr ausmachen. Auf diese Weise ergeben sich neue Dynamiken und man wird freier in manchen Entscheidungen, weil man deren Konsequenzen ignorieren kann.

Im Übrigen muss man grundsätzlich keine Angst vor falschen Entscheidungen haben. Früher oder später wird jede Karte wieder auftauchen und man kann die andere Option wählen. Allerdings führt das auch dazu, dass sich viele Szenarien mehrfach wiederholen, ohne dass ein klarer Fortschritt zu erkennen ist. Immerhin zeigt eine Liste an, welche Aufgaben demnächst anstehen. Das heißt aber nicht, dass die dafür notwendigen Karten auch sofort auftauchen – diese erscheinen nach dem Zufallsprinzip. Somit ist Geduld gefragt, wenn man sich durch das ganze Spiel hangeln und alle Optionen freischalten will.

Reigns: Game of Thrones

© Devolver Digital

Mit Lanzenstechen oder Tavernenschlägereien kann man sich die Zeit vertreiben.

Im Vergleich zu den vorherigen Reigns-Ablegern bietet Reigns: Game of Thrones aber auch neue Mechaniken, die für etwas Abwechslung im Spielfluss sorgen. So kann man etwa an einem Turnier teilnehmen, die Geschicke auf dem Schlachtfeld lenken oder sich in der Taverne prügeln. Schick: Die verschiedenen Orte, an denen sich die Handlung abspielen kann, werden durch stilisierte Hintergründe in der App dargestellt, die besonders im Querformat auf dem Tablet gut zur Geltung kommen. Auf dem Smartphone sind sie dagegen nur kurz zu sehen, während sich die Szenerie ändert.

Reigns: Game of Thrones

© Devolver Digital

Der Hintergrund kommt nur auf Tablet und PC richtig gut zur Geltung.

Fazit

Reigns: Game of Thrones entführt auf eine minimalistische aber äußerst mitreißende Art und Weise in die Welt von Game of Thrones. Das Spiel eignet sich wunderbar, um die Wartezeit zur achten Staffel ein wenig zu überbrücken. Dabei kann man locker zwischendurch ein paar Runden spielen, sich aber durchaus auch länger in der App verlieren. Angesichts sich wiederholender Szenarien ist allerdings Geduld und Ausdauer gefragt, wenn man alle Charaktere freischalten und schließlich den Winter überstehen will.

Reigns: Game of Thrones ist im App Store für 4,49 Euro, bei Google Play für 4,19 Euro und auf Steam für 3,99 Euro erhältlich.

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