Testbericht

Samsung Galaxy XCover 3 im Test

17.7.2015 von Michael Peuckert

Mit dem Samsung Galaxy XCover 3 lassen die Koreaner bereits die dritte Generation an outdoortauglichen Telefonen auf die Mobilfunkgemeinde los. Der Test zeigt, was dem Pionier im Segment der robusten Smartphones diesmal gelungen ist.

ca. 2:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Samsung Galaxy XCover 3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Galaxy XCover 3
Galaxy XCover 3
© bogdanhoda / shutterstock

Pro

  • sehr robust
  • attraktiver Preis

Contra

  • schwache Ausdauer
  • einfache Ausstattung

Dem Galaxy Xcover 3 sieht man seine Bestimmung im Test auf den ersten Blick an. Die mit stabilem Kunststoff verstärkten Eckpartien des Gehäuses, die geriffelte und dadurch rutschhemmende Rückseite sowie die als Hardkeys ausgeführten Android-Tasten auf der Front sprechen eine deutliche Sprache.

Stabiles Gehäuse

Dem Einsatz auf der Baustelle, im Forst oder auf der Downhill- Strecke mit dem Mountainbike steht so nichts im Wege. Dabei hat es Samsung dennoch geschafft, seinem neuen Toughphone ein 10 Millimeter flaches Gehäuse und eine gefällige Optik zu verpassen. Dazu passt auch, dass das Smartphone trotz IP67- und MIL-STD-810G-Zertifizierung ohne fummelige Gummiabdeckungen an Kopfhörer und Micro-USB-Buchse auskommt und dennoch vor Staub und Wasser geschützt ist.

Samsung Galaxy Xcover 3
Die Benutzeroberfläche des Galaxy Xcover 3 trägt den alten Touchwiz-Look.
© Samsung

Grobe Anzeige

Etwas grobkörnig präsentiert sich dagegen die 4,8 Zoll große TFT-Anzeige mit ihrer Auflösung von lediglich 480 x 800 Pixeln, die wohl dem günstigen Preis (UVP 249 Euro) geschuldet ist. Die Inhalte werden zudem etwas flau auf dem Bildschirm wiedergegeben. Die Strahlkraft geht mit 423 cd/m2 aber mehr als in Ordnung - auch im hellen Sonnenlicht lässt sich das Display ablesen.

Die maximale Helligkeit erreicht das Samsung aber erst, wenn der Nutzer in der Helligkeitseinstellung den Haken bei "Im Freien" beziehungsweise bei Outdoor-Modus setzt - je nachdem, ob man die Funktion über das Benachrichtigungsfeld oder im Einstellungsmenü aktiviert. Hier kann auch die Touch-Empfindlichkeit erhöht werden, sodass man den Bildschirm sogar mit Handschuhen beackern kann.

Knappe Ausstattung

Unter der robusten Hülle steckt ein Marvell-Prozessor PXA1908, der mit vier Kernen und einem maximalen Tempo von 1,2 GHz aufwarten kann und bei seiner Arbeit von 1,5 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Damit lassen sich zwar keine Bäume ausreißen, aber für die geläufigen Alltagsfunktionen reicht das mehr als aus.

Mit rund 5 GB etwas knapp bemessen ist allerdings der frei verfügbare Speicher. Er lässt sich glücklicherweise einfach über eine Micro-SD-Speicherkarte erweitern. In puncto Connectivity gibt es kaum Lücken: So hat das Galaxy Xcover 3 LTE, HSPA+, Bluetooth und NFC an Bord - nicht schlecht für den günstigen Preis. Lediglich das b/g/n-WLAN entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik.

Bedienung

Die Bedienung gelingt intuitiv und problemlos. Auf dem Testgerät kam allerdings noch die Android-Version 4.4.4 zum Einsatz, und auch die etwas ältere Variante der Samsung-eigenen Touchwiz-Benutzeroberfläche sieht optisch nicht mehr ganz taufrisch aus, was der Funktionalität aber keinen Abbruch tut.

Auf der linken Geräteseite gibt es dann noch eine Xcover-Taste zu entdecken. Die lässt sich vom Besitzer mit zwei Funktionen belegen, die bei kurzem beziehungsweise langem Druck auf den Button aktiviert werden. Dies klappt aber nur bei freigegebenem Bildschirm, da sich das Smartphone sonst in der Hosentasche verselbstständigen könnte.

Schwache Ausdauerwerte

Nach der leicht lückenbehafteten Ausstattung musste das Galaxy Xcover 3 Punkte im Labor gutmachen. Doch leider ging diese Rechnung nicht ganz auf, denn das Samsung präsentierte sich als stromhungriger Geselle, der den 2200-mAh-Akku recht schnell leer saugt.

Samsung Galaxy Xcover 3
Den Akku des Galaxy Xcover 3 kann der Nutzer selbst austauschen, die Kamera löst mit 5 Megapixeln auf.
© Samsung

Während die Gesprächszeiten mit bis zu 17:35 Stunden im GSM- und 6:15 Stunden im UMTS-Betrieb gerade noch als ordentlich durchgehen, sind die erreichten 5:53 Stunden im praxisnahen Mischbetrieb schwach. Bei den Ergebnissen für die Sende- und Empfangseigenschaften gab es dagegen nichts zu kritisieren, die sind okay.

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Gleiches gilt für die gut verständliche Akustik. Lediglich die Lautstärke im Freisprechbetrieb kommt etwas schwachbrüstig daher und sollte bei einem ausgewiesenen Outdoor-Phone deutlich höher sein. In einer Werkstatt oder auf dem Bau kann sich das Samsung akustisch sicherlich nicht besonders gut durchsetzen.

Fazit

Wie bereits die Vorgängermodelle ist auch das Samsung Galaxy Xcover 3 eher ein softes Outdoor-Smartphone und für die Freizeit und moderat raue Arbeitsbedingungen gedacht. Wer mit dem Ausdauermanko leben kann, bekommt mit dem Galaxy Xcover 3 ein robustes LTESmartphone zum attraktiven Preis

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