Testbericht

Simvalley Mobile XP-65

Ein PDA-Phone mit Windows Mobile als Betriebssystem würde wohl so mancher Mobilfunkfan gerne sein Eigen nennen. Doch Preise deutlich über 300 Euro reißen ein tiefes Loch ins Portemonnaie.

Inhalt
  1. Simvalley Mobile XP-65
  2. Datenblatt
  3. Wertung

© Archiv

Simvalley Mobile XP-65

Pro

  • GPS-Modul

Contra

  • kleiner nutzbarer Speicher

Fazit

Connect-Urteil: 292 von 500 Punkten, ausreichend
0,0%

Dass es auch anders geht, beweist der auf Schnäppchen spezialisierte Versandhändler Pearl, der die PDA-Phones Simvalley Mobile XP-25 bis XP-65 zu Preisen zwischen 150 und 230 Euro ohne Vertrag anbietet.

Ob Windows Mobile für so wenig Geld ein fauler Kompromiss oder Konkurrenz für die Big Names ist, das wollte connect genau wissen und bestellte das 230 Euro teure Spitzenmodell XP-65 zum Labortest.

Look and feel

© Fotos: Hersteller

Versteckt: Die Halter für SIM- und Speicherkarte sind nur bei entferntem Akku zugänglich

Der erste Eindruck jedenfalls verrät nichts von besonderen Sparmaßnahmen. Das Gehäuse macht einen sehr soliden Eindruck. Die Kunststoffoberfläche fühlt sich - dem allgemeinen Trend folgend - leicht gummiert an, womit das XP-65 denn auch sicher in der Hand liegt.

Auch Druck kann das XP-65 aushalten: Selbst bei stärkerem Zugriff knarzt nichts. Wobei die Ingenieure von Simvalley beim Akkudeckel fast zu viel des Guten getan haben - der ließ sich bei unserem Testgerät am Anfang nur mit sanfter Gewalt öffnen.

Wer zu diesem Zeitpunkt drei, vier Mal auf und zu schiebt, bevor er den Akku einsetzt, hat später leichteres Spiel. Etwa, wenn er die Speicherkarte im MicroSD-Format wechseln will, denn deren Halter steckt im Akkufach und wird dort von Akku und SIM-Karte überdeckt. Hier hätte Simvalley Mobile auch bei der Machart der beiden Halter eine bessere Lösung finden können.

Doch davon abgesehen entspricht die Bedienung dem, was von einem normalen Windows-Mobile-PDA-Phone mit großem Touchscreen-Display, das auf eine Tastatur verzichtet, zu erwarten ist.

Auch die Leistungsfähigkeit des 400-MHz-ARM9-Prozessors ist trotz eher kleinem nutzbarem Speicher (56 MB) gut. Auf ein eigenes Userinterface a la HTC Touch, das das mächtige Windows Mobile einfacher beherrschbar macht, hat Simvalley verzichtet.

Kein UMTS, aber ordentliche Messwerte

© Archiv

Ressourcen-Kontrolle: Der Task Manager gibt Überblick, wie Speicher und Rechenleistung genutzt werden

Doch mit Windows Mobile in der neuesten Ausführung 6.1 lässt sich auch von Haus aus gut arbeiten. Die grundlegenden Applikationen vom persönlichen Informationsmanagement über Messaging und Office bis zum Multimedia-Einsatz sind selbstverständlich an Bord.

Beim Internetsurfen begrenzt die Display-Auflösung von 320 x 240 Pixeln ein wenig den Spaß, aber darunter haben auch einige deutlich teurere PDA-Phones zu leiden. Dass das XP-65 kein UMTS und schon gar kein HSDPA unterstützt, limitiert den Einsatz als Webterminal zusätzlich.

Den schnellen und oft kostengünstigeren WLAN-Access unterstützt es immerhin genauso wie den Kurzstreckenfunk Bluetooth zur Kopplung mit Zubehör oder PC. Als echten Luxus hat das Simvalley Mobile ein GPS-Modul eingebaut, passend dazu bietet Pearl diverse Bundles mit Navigationssoftware und Karten gegen geringen Aufpreis an.

Befriedigende Messwerte

© Archiv

Eingeschränkt webtauglich: Schon für normale Internetseiten ist die Auflösung des Displays oft zu gering

Messtechnisch bietet das Simvalley befriedigende Leistungen ohne Ausreißer nach oben oder unten. So lag die Ausdauer im typischen Mischbetrieb bei knapp acht Stunden, Dampfplauderer können über viereinhalb Stunden am Stück klönen. Auch die funktechnischen und akustischen Leistungen sind in Ordnung.

Fazit: Wer auf UMTS und HSDPA verzichten kann, keine Tastatur braucht und nicht andauernd die Speicherkarte seines PDA-Phones wechseln muss, kann mit dem Simvalley XP-65 preiswert einsteigen - und sich gegen geringen Aufpreis ab 20 Euro gleich geeignete Navi-Software dazu holen.

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