Smartphone-Kamera

Sony Xperia Z3 Kamera im Test

Sony liefert Kamerasensoren an viele Smartphone-Hersteller. Verspricht diese Expertise auch eine überragende Bildqualität für Sonys eigenes Flaggschiff Xperia Z3?

© Sony

Sony Xperia Z3

Das Xperia Z3 von Sony verfügt über eine separate Kamerataste. Der Drücker befindet sich auf der linken Seite, genau dort, wo der Fotograf sie sowohl bei hoch- als auch bei querformatigen Aufnahmen bequem erreichen und gleichzeitig das Smartphone stabil mit zwei Händen halten kann. Diese Taste macht das Knipsen natürlich besonders bequem, die Bedienung kommt näher an eine echte Digitalkamera heran.

Bei deaktiviertem Display reicht ein langer Druck auf diese Taste, um die Kameravorschau zu starten, ein zweiter Antipper bannt ein Foto in den Speicher - so gelingen spontane Schnappschüsse besonders gut. Eigentlich - denn die Sony-Kamera ist die langsamste im Testfeld. Die Zeit, die die Kameravorschau zum Starten braucht, wenn man sie bei deaktiviertem Display mit der Auslösetaste aktiviert, ist lang - das Galaxy S6 ist per Doppeltipp auf den Homebutton locker doppelt so schnell startklar. Zudem arbeitet der Autofokus relativ langsam und die Auslöseverzögerung ist spürbar.

© Hersteller

Bei komplexen Lichtsituationen stößt die Z3-Kamera schnell an ihre Grenze: Das Kunstlicht verursacht Streifen und der Tunneleingang verschwimmt im Pixelrauschen.

8 statt 20 Megapixel

Die maximale Auflösung der Kamera beträgt 21 Megapixel - zusammen mit HTCs One M9 bietet das Sony also die höchste Punktdichte. Allerdings mit einer Besonderheit:

Wenn man im Automatikmodus ("überlegene Automatik") fotografiert, wird die Auflösung automatisch auf 8 Megapixel reduziert, die 21 Megapixel kann man nur im manuellen Modus ausreizen. Das hat seinen Grund: In unseren Tests war die Bildqualität mit niedrigerer Auflösung besser. Deshalb und wegen der Vergleichbarkeit - alle Fotos in diesem Vergleich wurden im Automatikmodus geknipst - haben wir mit der "intelligenten Automatik" gearbeitet.

Schönwetterknipse

Trotz großer Blende (f2.0) fällt die Qualität gegenüber den Konkurrenten sichtbar ab. Der Rauschanteil ist bei Sony am höchsten, außerdem verwackeln die Bilder häufiger als bei den übrigen Testkandidaten. Ansehnliche Bilder gelingen mit dem Xperia Z3 durchaus, aber sobald die Lichtverhältnisse vom Optimum abweichen, hat die Kamera merkliche Probleme.

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