Testbericht

Swissvoice ePure

Das Design-DECT ist allenfalls als Zweittelefon zu gebrauchen - zu groß sind die Kompromisse bei der Handhabung.

Inhalt
  1. Swissvoice ePure
  2. Datenblatt
  3. Wertung

© Wolfgang Boos

Swissvoice ePure

Den Hingucker par excellence liefert zweifellos Swisscom. Auf den ersten Blick scheint das ePure ein schnurgebundenes Telefon zu sein, erst beim zweiten Blick entpuppt sich das luftige Design als originelle Reminiszenz an frühere Telefonzeiten.

Design beeinflusst Funktionen

Durch eine seitlich ins Mobilteil integrierte LED sieht der Besitzer, dass jemand angerufen hat. Damit auch klar wird, wer, muss man das Gerät von der Basis abnehmen, denn im "aufgelegten" Zustand ist das Display verdeckt. Anrufe werden durch Betätigung der grünen Hörertaste (im Bild nicht sichtbar) entgegengenommen, zum Beenden hingegen reicht es, den Hörer wieder auf-zulegen.

Löblich: Swissvoice hat seinem Design-Highlight den Strahlungsreduzierer Voll-Eco-Mode spendiert, auch lässt sich die Sendeleistung während des Betriebs absenken, was aber natürlich auf Kosten der Reichweite geht.

In Sachen Ausstattung - das ist ja schon im Namen verklausuliert - gibt sich das ePure puristisch: Mit 100 Speicherplätzen fürs Telefonbuch ist der Speicher nicht gerade großzügig dimensioniert. Auch Babyruf, einen Kalender oder gar einen Anrufbeantworter sucht man vergeblich.

Das könnte der puristisch veranlagte Design-Freak ja noch verschmerzen, schlimmer sind da schon die der Extravaganz geschuldeten Mängel in der Bedienung: Das blau beleuchtete Punktmatrixdisplay ist klein und schummrig, die Zifferntasten sind überhaupt nicht beleuchtet und aufgrund ihrer Lage nicht wirklich angenehm mit einer Hand zu bedienen.

Der Navikey ist gar als eine kleine Wippe an der Geräteseite ausgeführt. So muss man beim Menüzugriff ständig zwischen der Seite und den Displaysoftkeys wechseln, was die Einhandbedienung fast unmöglich macht.

Mittelfeld im Labor

Besser ist es um die technischen Parameter bestellt: Dank leistungsstarkem Lithium-Ionen-Akku bescheinigt das connect-Labor dem ePure gute Ausdauerwerte. Bei den Klangmessungen schrammt die Swissvoice-Designflunder auch nur knapp an einem Gut vorbei - vor allem beim Freisprechen kommt dem ePure sein außergewöhnliches Design akustisch zugute. 

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