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Standbox

T+A Solitaire CWT 1000 im Test

T+A nutzt bei der Solitaire CWT 1000 einen Elektrostaten als Hochtöner. Ob das einen Vorteil beim Klang bietet, zeigt der Test.

© Hersteller/Archiv

T+A Solitaire CWT 1000

Pro

  • klingt extrem dynamisch und detailreich, ohne je zu nerven
  • überbrückt große Distanzen
  • wirkt sagenhaft souverän

Contra

  • Hörzone recht kompakt

Produkte von T+A sind in AUDIO-Tests mit schöner Regelmäßigkeit vertreten - nicht zuletzt, weil der westfälische High-End-Anbieter ein sogenannter Vollsortimenter ist, dessen Produktpalette alle für eine HiFi-Kette nötigen Geräte umfasst. Das war nicht immer so, zu Beginn seiner Historie war T+A in erster Linie ein Boxenhersteller. Der Durchbruch gelang mit der TMR 160, die als highfideler Volkslautsprecher der 90er Jahre galt. Die wuchtige Transmissionline-Säule mit zwei 25er-Bässen kostete maßvolle 6.000 Mark und traf den Nerv der Zeit. Deutlich vornehmer war die Solitaire OEC 2000, die AUDIO im März 1986 zu Gast hatte. Das Highlight der Superbox stellte ein elektrostatischer Hochtöner mit eigener Röhrenendstufe dar.

T+A Solitaire CWT 1000: Aufbau

Auch heute heißen die Spitzenmodelle von T+A "Solitaire" und nutzen als Hochtöner einen elektrostatischen Wandler, den die Westfalen selbst herstellen, weil es einen Strahler dieser Güteklasse auf dem freien Markt nicht zu kaufen gibt. Ansonsten haben die Topmodelle nicht mehr viel gemeinsam. Speziell beim Winkelverhalten beschreitet die aktuelle CWT 1000 deutlich andere Wege.

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Sechs Konusmitteltöner und ein knapp einen Meter langer Elektrostat bilden eine vertikal ausgedehnte Schallquelle, die eine nach vorne gerichtete Zylinderwelle erzeugt. So wird der Klangeindruck am Hörplatz mehr vom Direktschall geprägt und weniger vom Raum. Besonders bei größeren Hörentfernungen jenseits der üblichen drei bis vier Meter führt dieses Abstrahlverhalten zu mehr Präzision und Transparenz.

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Technische Leckerbissen: Die acht Zoll großen Tieftöner sitzen sich paarweise gegenüber und sind durch Metallstangen verbunden. Die Gehäuse bleiben…

Um den Bass kümmern sich vier acht Zoll große Tieftöner in geschlossenen Kammern, die sich seitlich paarweise gegenübersitzen und so das noble Gehäuse nicht in Schwingungen versetzen, weil die eingeleiteten Kräfte einander aufheben. Die Chassis-Anordnung und die für alle Frequenzbereiche sehr üppige Membranfläche beeinflussen nicht nur die Hörplatz-Reichweite, sie bieten auch dynamische Vorteile, weil die Treiber selbst bei gehobenen Lautstärken nur mäßig gefordert werden.

T+A Solitaire CWT 1000: Hörtest

Daraus ergab sich eine Lässigkeit im Umgang mit Pegelsprüngen, die man erlebt haben muss. Salopp gesagt, war es der T+A völlig wurst, ob in einer Partitur kleine oder große Pauken vorgesehen sind. Markerschütternde Impulse schoss die CWT 1000 inklusive aller Bassanteile derart verzögerungsfrei und souverän in den Raum, dass dem Hörer der Atem stockte. Diese Impulse klangen dank reduzierter Reflexionen auch schnell wieder ab. Unwillkürlich stellt sich die Frage, warum andere Hersteller nicht zu ähnlichen Konzepten greifen.

Derweil genießen CWT-Eigner schon heute eine Feindynamik, die anderswo noch auf sich warten lässt. Alle Lagen klangen wohldosiert und akkurat, doch speziell der Hochtonbereich müsste Audiophilen vorkommen wie Weihnachten und Ostern zusammen. Der Elektrostat klang umwerfend rein und rassig, beantwortete so ganz nebenbei die Frage nach der überlegenen Bauform. Auch Spaßbuben werden mit der Box ihre helle Freude haben, denn der Bass kommt traumhaft machtvoll und schnell. Nur einen Warnhinweis hat T+A vergessen. " Achtung Suchtgefahr" sollte dick und fett hinten draufstehen.

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