Testbericht

T-Home Speedport W 503V im Test

9.2.2009 von Redaktion connect und Wolfgang Boos

Die meisten Zeitgenossen wollen zu Hause surfen und telefonieren und brauchen dazu keine Highend-Anlage, die allerlei Sperenzchen nebenbei beherrscht. Festnetzmogul T-Home hat mit dem Speedport W 503V solch einen klassischen Volksrouter auf den Markt gebracht.

ca. 5:05 Min
Testbericht
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  1. T-Home Speedport W 503V im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
T-Home Speedport W 503V
T-Home Speedport W 503V
© Archiv
EUR 39,99
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Pro

  • Einfache Inbetriebnahme
  • Werksseitige Sicherheitseinstellungen
  • WLAN: Pre-N-Standard unterstützt

Contra

  • Eingeschränkter Komfort

Fazit

Das Gerät ist ausgereift und beherrscht die wichtigsten Funktionen


80,2%

T-Home-Kunden bekommen die Box bei Abschluss eines T-DSL-Vertrags für 49 Euro. Wer bereits einen Vertrag hat, egal bei welchem Provider, kann das gute Stück auch separat kaufen - für 129 Euro. Zum Vergleich: Bei knapp 200 Euro liegt die unverbindliche Preisempfehlung des nicht mehr ganz neuen Klassenkameraden AVM FritzBox Fon WLAN 7170 , wobei sich die Straßenpreise auf ähnlichem Niveau bewegen wie beim T-Home-Modell, das übrigens auch von AVM stammt.

Zunächst einmal: DSL-Telefonanlagen braucht eigentlich jeder Internetkunde. Denn die cleveren Kistchen enthalten neben dem erforderlichen DSL-Modem einen Router, der mehrere PCs parallel ins Netz bringt. Per WLAN-Datenfunk klappt das sogar drahtlos. Die eingebaute Telefonanlage vermittelt Gespräche wahlweise übers Festnetz oder das Internet.

Äußerlichkeiten und Innenansichten

Von außen betrachtet sieht der T-Home-Router deutlich wertig aus. Hochkant in edlem Weiß steht oder hängt er vor einem, denn sogar eine Wandhalterung liefert der rosa Riese mit. Jede Buchseneinheit auf der Rückseite ist mit einer eindeutigen Farbe versehen - so weiß auch der Laie intuitiv, welches Kabel wo rein muss. Die WLAN-Antennen hat das T-Home- Modell unter der Schale auf der Platine verbaut.

T-Home Speedport W 503V
Die T-Home-Box stammt von AVM, das verrät der UR8-Chip von Infineon
© Fotos: Peter Fenyvesi

Beginnen wir mit dem Anschluss ans DSL-Netz. Hier begnügt sich die Anlage mit ADSL und ADSL2+, also derzeit maximal 16 Mbit/s. Anscheinend war beim Speedport W 503V den Bonnern der Aufpreis auf einen VDSL-Datenwandler zu hoch, denn im Inneren verrichtet ein Infineon UR8-Chip seinen Dienst, und der beherrscht das hierzulande gängige VDSL-Profil nicht.

Festnetztest: 8 Provider im Härtetest

Allerdings: Den Datenwandler der Box kann man nicht umgehen und stattdessen ein alternatives Modem betreiben, was es etwa erlaubt, die Box auch an einem TV-Kabelanschluss, einem WiMAX-Funkanschluss oder sogar einem Glasfaserzugang zu betreiben. Planen Sie also einen Umzug in ein Gebiet ohne DSL-Versorgung, können Sie die dort T-Home-Box - auch nicht mit entsprechendem Modem - mit den anderen dort zur Verfügung stehenden Technologien betreiben.

Inbetriebnahme: von automatisch bis kinderleicht

Nachdem DSL- und Telefonkabel eingestöpselt sind, geht's an die Konfiguration - für viele Kunden ein Graus. Doch Angst muss hier niemand mehr haben: Das Gerät ist kinderleicht in der Einrichtung.

T-Home Speedport W 503V
T-Home hat den Menüzugang und den WLAN-Funk ab Werk verschlüsselt, die Passwörter stehen auf der Rückseite
© Archiv

T-Home hat sein Modell natürlich auf die eigenen Anschlüsse abgestimmt und ermöglicht beim 16-Plus-Zugang, also der IPTV-Variante, die Autokonfiguration: Der Kunde muss einfach den Router mit Strom versorgen und das kleine Kerlchen konfiguriert sich komplett allein, sogar Firmware-Updates erledigt der Speedport W 503V in Eigenregie.

Aber auch an einem normalen Anschluss geht die Einrichtung kinderleicht von der Hand: Einfach den PC an die Box anschließen und im Browser https://speedport.ip eingeben. Damit kommen Sie ins Konfigurationsmenü des Routers. Und da hat T-Home ein Sicherheitsfeature verbaut: Jede Speedport-Box ist mit einem individuellen Passwort gesichert, das auf der Rückseite des Routers aufgedruckt ist und natürlich jederzeit geändert werden kann.

Sicher Surfen vom Start weg

Viel wichtiger und perfekt gelöst ist die werkseitige Verschlüsselung des WLAN-Funks. Der voreingestellte Schlüssel findet sich auf der Rückseite - so kann man nach Eingabe des Codes an seinem Rechner gleich dank WPA2-Verschlüsselung hochsicher ins Internet durchstarten.

T-Home Speedport W 503V
Der W 503V kann per Knopfdruck wieder auf Werkseinstellungen gesetzt werden; der WLAN-Knopf ist etwas unhandlich
© Archiv

Dieses Verfahren ist in der Produktion sehr aufwendig, da jedem Router ein eigenes Passwort aufgedruckt werden muss, das zudem in der Firmware des jeweiligen Geräts einprogrammiert sein muss. An diesem Engagement sollten sich andere WLAN-Hersteller ein Beispiel nehmen.

Kaufberatung: 10 AVM Fritzboxen im Vergleich

Aber noch mal zurück zur Hardware. An das das T-Home-Modell lassen sich nur analoge Geräte andocken. Wer liebgewonnene ISDN-Geräte sein Eigen nennt, sollte also beispielsweise zur AVM FritzBox 7170 greifen. Hinweis für den Notfall: Es reicht, mit einem spitzen Gegenstand in die Reset-Buchse zu drücken, schon kann man in Ruhe von vorne beginnen.

Highspeed WLAN bei T-Home

Beim drahtlosen Datenfunk drückt T-Home aufs Gas und zieht dank Pre-N-Standard mit theoretischen 300 Mbit/s ziemlich viel Speed - wer zukunftssicher sein will, sollte also zur Speedport-Box greifen. Auch beherrscht sie den WLAN-Funk ordentlich und komfortabel: So sucht sie den besten Funkkanal selbstständig aus und lässt sich in kleineren Wohnungen per Menü in puncto Sendeleistung drosseln.

Ebenfalls vorbildlich ist die "Nachtschaltung": Das Gerät knipst auf Wusch den WLAN-Sender zu einer bestimmten Zeit aus und morgens wieder an. Unabhängig davon kann man den WLAN-Funk auch per Telefoncode einoder ausschalten. Tipp: Legen Sie sich dazu einfach zwei Telefonbucheinträge zum Ein- und Ausschalten an. Obendrein hat die Box an der Rückseite noch einen Taster zur WLAN-Steuerung, der aber zu fricklig geraten ist.

Bei den Telefoniefeatures müssen Sie ohne spezielle Ansprüche zufrieden sein: Schließen Sie ein Telefon an und stellen übers Menü ein, auf welche Rufnummer welches Telefon oder Faxgerät reagieren soll. Auch können Sie entscheiden, welche Rufnummernkreise per Internet-Telefonie gewählt werden und welche das Kistchen übers Festnetz aufbauen soll. Über die Anruferlisten sehen Sie, über welches Telefon wie lange mit welcher Rufnummer telefoniert hat.

Eingeschränkter Komfort

Das war's dann aber fast schon mit dem Komfort. Nicht möglich sind folgende Features: Sie wollen, dass bei einem Anruf sowohl Ihr Telefon in der Wohnung als auch das bei der Arbeit klingelt? Einen Parallelruf gibt es nicht, auch keinen Anrufbeantworter, der übers angeschlossene Telefon abgehört werden kann oder den sie so einstellen können, dass Ihnen jede Nachricht per E-Mail als WAV-Datei zugeschickt wird.

Ebenso können Sie, etwa wenn lästige Werbeanrufer nerven, der Box nicht befehlen, Anrufer mit unterdrückter Rufnummer gleich auf den Rufsammler zu schicken, ohne dass das Telefon überhaupt klingelt. Auch hat die T-Home-Box kein internes Faxgerät bekommen, dem man nur eine Telefonnummer zuweisen muss, sodass sie Telefaxe entgegennimmt, speichert und die Botschaft auf Wunsch als E-Mail-Anhang im PDF-Format zuschickt.

Fazit

Bekommen Sie den Speedport W 503V von T-Home subventioniert, nutzen womöglich auch das Entertain-IPTV-Angebot und wollen drahtlos auf der Überholspur sein, sich ansonsten aber um die Technik keine Gedanken machen, dann sind Sie mit ihm bestens bedient. Das Gerät ist ausgereift und beherrscht die wichtigsten Funktionen, mit denen viele DSL-Kunden glücklich werden.

Mit dem neuen, härteren Testverfahren landet der Volksrouter auf einem guten vierten Platz der neuen Bestenliste. Wenn Ihnen dagegen ultraschnelles WLAN nicht so wichtig ist und Sie stattdessen Wert auf die vielen Komfortfeatures legen, dann sollten Sie besser zu AVMs FritzBox Fon WLAN 7170 greifen.

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