Testbericht

Vollverstärker Linn Majik I

15.12.2007 von Redaktion connect und Dalibor Beric

Erstaunlich lang schliff Linn an einem neuen Vollverstärker für 2300 Euro. Jetzt dürfen die Schotten aber wirklich stolz auf ihr neues Highlight sein.

ca. 1:35 Min
Testbericht
  1. Vollverstärker Linn Majik I
  2. Datenblatt
Linn Majik I
Linn Majik I
© Archiv

Gefordert haben es viele, und es verwunderte, dass Linn volle fünf Jahre benötigte, bis es mit dem Majik I für 2300 Euro einen Nachfolger für den ersten Majik-Vollverstärker gibt. Zum Ausgleich dafür ließen die Schotten all ihre Schaltungsneuerungen der letzten Jahre einfließen. So arbeitet etwa im Endstufenteil des Majik I die Linn-typische und patentierte Chakra-Schaltung. Wie in der Endstufe Majik C 2100 (Test in stereoplay 8/06) übernimmt ein Leistungs-IC (TDA 7293) die Stromverstärkung für den Lautsprecher. Um im Impulsfall aber noch mehr Strom bereitstellen zu können, assistiert ihm dabei ein Pärchen bipolarer Trans-istoren, was ein frischeres Klangbild ergibt.

Linn Majik I Vollverstärker
Durch das Schaltnetzteil benötigt der Miji I nur einen kleinen Trafo.
© Julian Bauer

Beim Netzteil setzt Linn wie schon bei den hauseigenen Vor/Endstufen auf ein Schaltnetzteil, das aus der Netzspannung eine hochfrequente Schwingung erzeugt. Zur Umsetzung auf die niedrigeren Versorgungsspannungen genügt deshalb ein kleinerer Trafo.

Auch die Vorstufen-Sektion ist für Linn typisch. So übernehmen programmierbare Halbleiterschalter die Eingangswahl, während sich die Lautstärke mittels eines Chips (PGA 4311) verändern lässt. Diese Maßnahmen bieten gegenüber normalen Schaltern und Potis den Vorteil, dass es auch über Jahre hinweg keine Geräusche beim Umschalten der Eingänge oder der Veränderung des Pegels gibt.

Chip von Burr-Brown
Die Lautstärkeregelung übernimmt ein Chip von Burr-Brown.
© Julian Bauer

Fans von mobilen Geräten werden sich beim Majik I bestimmt über die kleine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse an der Front freuen, die den Anschluss von iPod & Co ermöglicht. Zumal praktischerweise dieser Eingang automatisch durchgeschaltet wird, sobald ein Klinkenkabel eingesteckt ist. Schade nur, dass der gute Kopfhörerausgang ebenfalls nur eine 3,5-Millimeter-Buchse besitzt, was beim Anschluss eines großen Heimkopfhörers einen Adapter erfordert.

Dass der Majik I eine mit praxisgerechten Eingangswerten glänzende MM-Phonoplatine besitzt, die auch im Messlabor gefiel, überzeugt hingegen analoge Fans.

Im Hörtest brillierte der Majik I bei CD mit stimmigen Klangfarben und lebendiger, aber nie vordergründiger Musikalität. Dadurch konnte er sogar das stereoplay Highlight Vincent SV 234 (5/07) übertrumpfen. Der brüstete sich zwar mit etwas druckvollerem Bass, doch der Majik I konnte das Klangbild besser von den Lautsprechern lösen und brachte komplexe Passagen geordneter dar, womit er sich einen Klangpunkt mehr holte. Mit einem guten Plattenspieler klang der Majik I sogar noch einen Tick besser. Gerne gaben ihm die Tester ein Highlight - für die nächsten fünf Jahre? (Stereoplay 2008)

Linn Majik-I

Linn Majik-I
Hersteller Linn
Preis 2300.00 €
Wertung 52.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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