Testbericht

Wharfedale Vardus-VR 200

9.8.2008 von Redaktion connect und Malte Ruhnke

Wie gut können 250-Euro-Standboxen klingen?

ca. 0:55 Min
Testbericht
  1. Wharfedale Vardus-VR 200
  2. Datenblatt
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© Archiv

AUDIO hört auch Einsteiger-Boxen unter optimalen Bedingungen: Der Hörraum ist akustisch stark bedämpft, der Vollverstärker Accuphase E-450 über jeden Zweifel erhaben. Beim Umschaltvergleich offenbarte er eine gänzlich unterschiedliche Tonalität der beiden Vardus-Boxen: In Bruckners 9. Sinfonie (Janowski, Pentatone, SACD) kam der Orchesterton schmallippig, extrem schlank über die VR-200. Umgekehrt war die 200er im Vorteil, wenn eine analytische Klangdarstellung gefragt war; schon mit gemäßigten Pegeln zeichnete sie die Detailfülle im polyphonen Gemisch des Brucknerschen Spätwerkes auf einem sehr hohen Niveau. 

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Die Minimal-Weiche trennt gut, könnte aber noch linearer entzerren
© J. Winkler

Die mit 400 Euro deutlich teurere Mission M33i (AUDIO 5/08) brachte Katie Meluas Version von "Lucy In The Sky With Diamonds" homogener und tonal ausgewogener als beide Wharfedales - ohne allerdings die zwingende Klarheit der kleinen und das wuchtige Bassvolumen der großen Vardus zu erreichen. Auch in dem für AUDIO-Tests sonst unüblichen Quervergleich mit der Kompaktbox Mordaunt Short 902i (AUDIO 3/07, 250 Euro) taten sich die beiden Neulinge doch sichtlich schwer gegen die antrittschnelle, audiophil-genaue Mini-Box, die dafür aber zwei Klassen kleiner klang als die wuchtigen Standboxen.

Fazit:

Wharfedale liefert die Bausteine zu einer tollen Einsteigerkette. Zugegeben: Zum gleichen Preis gäbe es Kompakte mit ein paar Punkten mehr - man sollte aber bedenken, dass die Vardus-Modelle verstärkerseitig genügsam sind und keinen Boxenständer benötigen.

Wharfedale Vardus VR-200

Wharfedale Vardus VR-200
Hersteller Wharfedale
Preis 250.00 €
Wertung 58.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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