iPhone-Kaufberatung

11, Pro oder SE – welches iPhone sollte man 2020 kaufen?

Apple hat 2020 fünf verschiedene iPhones im Angebot, die sich in Preis und Ausstattung deutlich unterscheiden. Hinzu kommen ältere Modellgenerationen, die ebenfalls noch gut in Schuss sind. Gibt es hier einen Geheimtipp? Wir zeigen, welches Modell der richtige Kauf ist.

© Hersteller

Die Neuauflage des kompakten iPhone SE sieht wie ein iPhone 8 aus und startet bei 479 Euro.

Das iPhone ist ein Top-Smartphone, das nicht nur eine erstklassige Ausstattung mit einem besonderen Design kombiniert. Hinzu kommt mit iOS ein modernes Betriebssystem mit unzähligen Apps und regelmäßigen Updates. Der Software-Support von Apple ist legendär, genauso wie die Wertstabilität der Smartphones. Für ein zwei Jahre altes iPhone bekommt man noch genug Geld, um sich ein aktuelles Android-Flaggschiff zu kaufen. Aber zuallererst muss man viel Geld in die Hand nehmen, denn als besonders günstig sind Apple-Produkte nicht bekannt, im Gegenteil: Für das iPhone 11 Pro Max muss man in der maximalen Ausbaustufe mit 512 GB Speicher 1.649 Euro auf den Tisch legen. 

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Apple bietet das 11 Pro Max er in den klassischen Farben Space Grau, Silber und Gold an. „Nachtgrün“ bietet hier willkommene Abwechslung.

Wenn Geld keine Rolle spielt: iPhone 11 Pro Max

Das iPhone 11 Pro Max (zum Test) ist denn auch die klare Empfehlung für alle, die das Smartphone-Maximum von Apple haben wollen und bei denen der Preis eine zweitrangige Rolle spielt. Es ist nicht nur das iPhone mit der längsten Akkulaufzeit (13:10 Stunden), sondern auch mit dem größten Display (6,5 Zoll). Wie unsere Messungen zeigen, ist die Anzeige nicht nur besonders groß, sondern auch sehr leuchtstark und kontrastreich. 

Die Stereolautsprecher bieten den besten Klang im Apple-Universum, der Sound ist druckvoll, Dolby Atmos wird unterstützt. Das Design mit dem matten Milchglas auf der Rückseite ist Apple-typisch herausragend und auch die Foto- und Videoqualität der Triple-Optik überzeugt. Sehr gut: Die Videoqualität und das Spiel mit der Hintergrundunschärfe bei Porträtfotos. Schwachpunkt: Die Qualität der Ultra-Weitwinkel-Optik, die im Mittelfeld angesiedelt ist, hinter den Top-Modellen von Huawei und Oppo. 

Als problematischer finden wir die Größe und vor allem das Gewicht – mit 226 Gramm gehört das iPhone 11 Pro Max zu den schwersten Smartphones auf dem Markt. Unsere Messungen zeigen zudem Optimierungsbedarf bei den Funkeigenschaften und bei der Sprachqualität, aber das lässt sich verkraften. Viel schlimmer ist der mickrige Speicher: Apple bietet allen Ernstes eine 64-GB-Variante an, die noch dazu mit 1.249 Euro nicht gerade günstig ist. In Zeiten, wo ein selbstgedrehtes 4K-Video schnell mal 1 GB schluckt, ist das indiskutabel. Bleibt nur, zur 256-GB-Variante zu greifen, die mit 1.419 Euro ein tiefes Loch ins Portemonnaie reißt. Aber wie eingangs erwähnt: Geld spielt bei diesem iPhone nur eine untergeordnete Rolle.

iPhone 11 Pro Max auf einen Blick

Pro

  • rekordverdächtige Akkulaufzeit 
  • bestes Display im Apple-Universum
  • moderne Triple-Optik mit sehr guter Foto- und Videoqualität
  • performanter Prozessor
  • Tolles Design mit Milchglasoptik

Contra

  • außerordentlich groß und schwer
  • Funkeigenschaften und Sprachqualität nur befriedigend
  • 64 GB Speicher in der Einstiegsvariante nicht mehr zeitgemäß

© Apple

Während die Pro-Modelle nur in gediegenen Farben angeboten werden, hat man beim 11er eine bunte Auswahl von Gelb bis Knallrot.

Preis-Leistungssieger: iPhone 11

Mit dem XR hat Apple 2018 eine günstige Alternative zu den teuren Flaggschiffen mit randlosem Display und Touch ID eingeführt. Wie wir heute wissen, war das eine überaus erfolgreiche Strategie. Das iPhone 11 (zum Test​) tritt in diese Fußstapfen, es ist die richtige Wahl für alle, denen die Pro-Serie zu teuer ist. 

Sie müssen Abstriche bei der Kamera machen, statt einer Triple-Optik gibt es nur eine Dual-Optik (Weitwinkel/Ultra-Weitwinkel) auf der Rückseite. Das Display tröstet darüber hinweg, es ist mit 6,1 Zoll schön groß und präsentiert sich in Bestform. Zwar ist es „nur“ ein LCD, dafür aber eines der kontraststärksten und blickwinkelstabilsten, die der Markt hergibt. 

Aber das Beste kommt noch: Unter dem Display werkelt mit dem A13 der gleiche leistungsstarke Chipsatz wie in den Pro-Modellen, was eine pfeilschnelle Systemperformance und flüssige 3D-Grafik bei Top-Spielen garantiert. Apple hat auch Face ID und drahtloses Aufladen via Qi nicht vergessen. Die Akkulaufzeit liegt mit 9:37 Stunden über dem Durchschnitt. 799 Euro sind gut angelegt.

iPhone 11 auf einen Blick

Pro

  • LCD mit exzellenter Darstellung
  • leistungsstarker Prozessor
  • Extras wie Face ID und Qi
  • lange Akkulaufzeit

Contra

  • Kamerasystem ohne Zoom-Optik
  • Funkeigenschaften und Sprachqualität nur befriedigend
  • 64 GB Speicher in der Einstiegsvariante nicht mehr zeitgemäß

© Apple

Apple iPhone SE 2020

Volle Leistung zum kleinen Preis: iPhone SE

Das gerade vorgestellte iPhone SE markiert mit 479 Euro den günstigsten Einstieg in das iOS-Ökosystem. Danach kommt lange Zeit nichts, erst bei 699 Euro (iPhone XR) beziehungsweise 799 Euro (iPhone 11) wird man wieder fündig. 

Fluch und Segen des SE-Modells: die Größe. Das neueste Apple-Produkt gehört zu den kleinsten Smartphones überhaupt und verschwindet problemlos in jeder Hosentasche, das Gewicht von nur 148 Gramm spürt man kaum beim Telefonieren. Auf dem nur 4,7 Zoll kleinen Display sehen Videos allerdings ziemlich mickrig aus, beim Tippen gut hinschauen, um den richtigen Buchstaben zu treffen. 

Auch die breiten Streifen über und unter dem Display wirken nicht mehr zeitgemäß, nicht ohne Grund sieht das SE dem drei Jahre alten iPhone 8 zum Verwechseln ähnlich. Technisch haben die Phones aber nicht viel gemeinsam – im SE ist nicht nur eine moderne 12-Megapixel-Optik eingebaut, mit dem Apple A13 gibt auch einer der leistungsstärksten Prozessoren den Takt vor. Stark!

iPhone SE auf einen Blick

Pro

  • eines der kompaktesten und leichtesten Smartphones auf dem Markt
  • mit 479 der günstigste Einstieg in das iOS-Ökosystem -> für Apple-Verhältnisse ist das Preis-Leistungsverhältnis top
  • wasserfest nach IP67
  • moderne 12-Megapixel-Optik
  • performanter Prozessor

Contra

  • kleines Display
  • Altbackenes Design mit breiten Streifen um das Display

© Apple

Mit Face ID und frontfüllendem Display: Das Apple iPhone XS in Gold im Querformat.

Extratipp für Sparfüchse: iPhone Xs

Das Ende 2018 vorgestellte iPhone Xs (zum Test) ist nicht mehr direkt bei Apple erhältlich, man bekommt es aber noch bei Drittanbietern wie Amazon oder Media Markt. Hier geht es bereits bei 650 Euro los, was ein attraktiver Preis für das Gebotene ist. 

Viele Merkmale, die die moderne iPhone-Generation auszeichnen, sind bei diesem Modell bereits dabei: ein Edelstahlrahmen, der ein frontfüllendes Display mit Face ID einfasst, außerdem drahtloses Aufladen, Apple Pay und Wasser- und Staubschutz nach IP68. Ebenfalls ein großer Pluspunkt: Der Prozessor A12 macht auch im Jahr 2020 noch eine gute Figur. Obwohl das Xs bereits seit längerem auf dem Markt ist, muss man sich über ein aktuelles Betriebssystem keine Sorgen machen, Apple bietet den besten Software-Support in der Branche und liefert auch nach drei Jahren noch neue Systemversionen aus. Das Xs wird also mit hoher Sicherheit auch iOS 14 bekommen, wenn es Ende 2020 veröffentlicht wird. 

Abstriche muss man allerdings bei der Kamera machen: Die Dual-Optik mit zwei Brennweiten bietet eingeschränkte Flexibilität beim Fotografieren und kann auch qualitativ nicht mit aktuellen iPhones und Android-Flaggschiffen mithalten.

iPhone Xs auf einen Blick

Pro

  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Tolle Haptik mit Glas und Edelstahl
  • Handliches Format
  • Prozessor ist auch 2020 noch leistungsstark
  • Drahtloses Aufladen wird unterstützt
  • Guter Software-Support, der voraussichtlich 2020 nicht endet 

Contra

  • Kamerasystem nicht mehr zeitgemäß

© Apple

In der Kameravorschau gibt es Apple-typisch wenige Einstellungen, dafür glänzt die displayfüllende Kameravorschau mit modern-transparentem Layout.

iPhones mit der besten Kamera: 11 Pro und Pro Max

Die Kamera ist ein gutes Stichwort, für viele Nutzer ist sie das wichtigste Kaufkriterium. Wer darauf Wert legt, muss zu den Modellen der Pro-Serie greifen. Die bieten eine zeitgemäße Triple-Optik mit drei Brennweiten und einer perfekt abgestimmten Kamerasoftware. 

Der Nachtmodus ist auf Augenhöhe mit den Top-Modellen aus dem Android-Lager. Die Bildqualität liefert auch bei schwierigen Lichtverhältnissen konstant gute Ergebnisse. Ein weiterer Pluspunkt ist das intuitive Interface, alle Einstellungen sind mit wenigen Fingertipps zugänglich. Auch bei Videos wird absolute Spitzenklasse geboten: Jede der drei 12-Megapixel-Optiken kann 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. 

Das gilt aber nur für die Pro Serie, alle anderen iPhones fallen hier spürbar zurück: Das 11er hat nur eine Dual-Optik ohne optischen Zoom und beim XR sowie beim SE muss man mit nur einer Optik auskommen. 

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