Google und Lenovo fordern Amazon heraus

Sprachassistenten im Vergleich: Amazon Alexa gegen Google Assistant

Inhalt
  1. Alexa gegen Google Assistant: 5 smarte Speaker mit Display im Test
  2. Sprachassistenten im Vergleich: Amazon Alexa gegen Google Assistant

© Google

Let’s talk: Auch Googles Assistant wartet auf Ansprache.

Systemfrage: Alexa oder Google Assistant

Fast so wichtig wie das Gerät selbst ist der verwendete Sprachassistent. Bei den Plattformen gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch gewichtige Unterschiede.

Wer die Anschaffung eines smarten Lautsprechers mit Display ins Auge fasst, muss sich nicht nur für ein bestimmtes Modell entscheiden. Denn vorab ist noch die Grundsatzfrage zu klären, welcher Sprachassistent zum Einsatz kommen soll. Auch wenn die Grundfunktionen weitgehend identisch sind, gibt es im Detail bedeutende Unterschiede zwischen Alexa und dem Google Assistant – und nur diese beiden Dienste stehen derzeit in diesem Umfeld zur Verfügung.

Grundsätzliche Erwägungen bei der Plattformwahl betreffen unterstützte Musikdienste und Smart-Home-Geräte, verfügbare Skills (Alexa) beziehungsweise Actions (Google Assistant), Multiroom-Fähigkeiten oder Befehlsroutinen. Bei vernetzten Boxen mit Display kommen weitere Kriterien hinzu, denn auch bei der Visualisierung von Inhalten existieren gewichtige Differenzen zwischen den Diensten von Amazon und Google.

Vorteil Amazon: Videochats

Dass das Smart Display aus China über den Dienst Google Duo Videotelefonie ­erlaubt, das Google-eigene Gerät jedoch nicht, hat allerdings nichts mit der Plattform zu tun, sondern nur mit der Entscheidung des Herstellers, auf eine Kamera komplett zu verzichten. Auf den Echo-­Geräten sind Videochats dagegen möglich. Dazu braucht der Gesprächspartner nicht zwingend eine smarte Box, es reicht die Alexa-App auf dem Smartphone.

Ein weiterer Vorteil der Amazon-Devices sind die vielfältigen – wenn auch leider von Modell zu Modell unterschiedlichen – Möglichkeiten, um Ansichten und Verhaltensweisen via Touchscreen direkt am Gerät zu konfigurieren. Bei den Smart-Displays von Google und Lenovo braucht es dazu fast immer die App. 

Umständlicher ist es bei Alexa allerdings, YouTube-Videos aufzurufen. Denn das funktioniert nur über den Umweg Browser – oder wie im Fall des runden Echo Spot gar nicht. Beim Thema Bewegtbild und bei der Vernetzung mit Smart-TVs hat der Google Assistant aufgrund der Chromecast-Integration ohnehin Vorteile, zum Beispiel durch die Einbindung von Videostreaming-Diensten und den Media­theken diverser TV-Sender.

Umsetzung nicht einheitlich

Erschwerend hinzu kommt, dass die Umsetzung auf den einzelnen Geräten nicht einheitlich erfolgt – selbst innerhalb der Echo-Familie gibt es funktionale Unterschiede. Und seit dem Markteintritt der ersten smarten Boxen mit Touchscreen sind nun auch innerhalb der Google-Plattform die Zeiten vorbei, in denen alle Ge­räte gleich behandelt werden. So verfügt der Nest Hub über deutlich mehr Einstellmöglichkeiten als das Smart Display von Lenovo, obwohl beide über dieselbe App (Google Home) gesteuert werden. Dazu gehören verschiedene Optionen zur Bildschirmanzeige sowie ein Equalizer für die Musikwiedergabe. 

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