Kaufberatung

Amazon Echo: Welchen Alexa-Speaker kaufen?

Dot, Show, Studio und mehr: Amazon bietet eine ganze Reihe an Echo Smart Speakern mit der Sprachassistentin Alexa. Welcher ist der richtige für Sie?

© Amazon

Clever: Das drehbare Display des Echo Show 10 folgt dem Nutzer.

Amazon ist mit seinen Echos führend im Bereich Smart-Speaker. Kein Wunder, schließlich bieten die Amerikaner ihre Hardware sehr günstig an. Zudem gibt es regelmäßig Aktionspreise. Das ist freilich nicht uneigennützig: Ziel ist es, die Sprachassistentin Alexa in möglichst vielen Haushalten zu implementieren. Denn mit Alexa lassen sich bequem Dienstleistungen und Services nutzen, über die Amazon verdient. Wer sich daran nicht stört, bekommt mit dem Amazon-Ökosystem eine ausgereifte Lösung.

Mit oder ohne Bildschirm

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Echo-Speakern: ohne Display und mit Display. Egal ob mit oder ohne: Die Kommunikation mit Alexa läuft per Sprache. Man kann der Assistenz Fragen stellen (etwa nach dem Wetter, der Uhrzeit etc.), Informationen abrufen (Nachrichten, Sportergebnisse etc.), sich einen Witz erzählen lassen, Essen bei Lieferdiensten bestellen, Musik, Hörbücher oder Radio abspielen und vieles mehr. Für die Grundfunktionen braucht es also keinen Bildschirm. Zudem kann man über die reinen Audio-Speaker Gruppentelefonate mit bis zu sieben Teilnehmern führen. Mit Display klappt das entsprechend per Videotelefonie.

Mit oder ohne Smart-Home-Hub

Auch kompatible Smart-Home-Geräte lassen sich über Alexa per Sprachbefehl steuern. Hier gilt es zu unterscheiden: Komplexere Komponenten brauchen einen Hub oder eine Bridge. Der Echo, der Echo Studio sowie der bald erscheinende Echo Show 10 haben einen Zigbee-Hub eingebaut, sie können kompatible Smart-Home-Systeme autark steuern.

Echo-Speaker ohne Display

Der Echo (4. Generation) empfiehlt sich als Allrounder. Während die Vorgänger zylinderförmig in die Höhe ragten, präsentiert sich die aktuelle Version als schicke Kugel. Der Preis liegt regulär wie gehabt bei 99,99 Euro. Doch ist der Echo 4 mit einem 76-mm-Woofer und zwei 20-mm-Hochtönern besser bestückt als der Vorgänger. Der Klang ist gut und strahlt in den Raum ab, sodass sich sogar ein kleiner Stereoeffekt einstellt. Zudem passt der Echo den Klang an die räumlichen Gegebenheiten an. Wer mehr will, kann auch zwei Echos zu einem Paar koppeln.

Der neue Echo hat einen Temperatursensor intus, sodass er etwa smarte Jalousien entsprechend der Raumtemperatur öffnen oder schließen kann.

Der Echo empfiehlt sich für alle, die vernünftigen Klang zum günstigen Preis suchen. Einen Zigbee-Hub bekommen sie obendrein. Im connect-Test in Heft 1/2021 schnitt er mit dem Gesamturteil "sehr gut" ab.

Eine Nummer kleiner steigt das Basismodell Echo Dot (4. Generation) für 59,99 Euro ein. Das setzt neuerdings ebenfalls auf die Kugelform (wobei Amazon den Vorgänger Echo Dot 3 im Look eines Eishockey-Puck auch noch im Programm hat). Der Echo Dot hat keinen Zigbee-Hub und mit nur einem, nach vorne abstrahlenden 41-mm-Lautsprecher den schwächeren Klang. Für Auskünfte und Radiohören etwa beim Kochen tut er’s aber auch. Er holte sich im Test in connect-Test (Heft 1/2021) die Note "gut".

Für 69,99 Euro gibt’s den Echo Dot (4. Generation) auch mit LED-Display, das die Uhrzeit, den Wecker oder Timer anzeigt.

Wer auf guten Klang Wert legt, ist beim Echo Studio für 199,99 Euro richtig. Der bietet den mit Abstand besten Sound im Amazon-Universum. Das Gewicht von 3,5 Kilo zeigt schon, dass hier einiges an Technik verbaut ist: Drei 51-mm-Mitteltonlautsprecher, ein 25-mm-Hochtonlautsprecher und ein 133-mm-Woofer mit Bassöffnung liefern bei normaler Lautstärke einen recht ausgewogenen Sound mit tiefem, sattem Bass. Hi-Fi-Enthusiasten mögen einen etwas belegten Klang monieren, für "normale" Ohren geht die Vorstellung absolut in Ordnung. Dreht man auf, werden die Bässe leiser, was Verzerrungen verhindert.​

Der Echo Studio analysiert laut Hersteller zudem kontinuierlich den Raum, um das Klangbild zu optimieren. Wer den Streamingdienst Amazon Music HD abonniert hat, kommt dank Dolby Atmos und Sonys 360 Grad Reality Audio zudem in den Genuss von 3D-Sound. Einen Zigbee-Hub hat der Echo ebenfalls eingebaut. Hier lesen Sie unseren Test.

Echo-Speaker mit Display

Neben den reinen Smart Speakern hat Amazon Modelle mit Bildschirm im Angebot, auch Smart Displays genannt. Die heißen sinnigerweise Echo Show und können etwa Videos von Youtube sowie Filme und Serien von Amazon Prime Video abspielen, Fotos zeigen, Informationen wie Kochrezepte oder Einkaufslisten darstellen und vieles mehr. Auch die Bilder von kompatiblen IP-Kameras lassen sich auf das Display holen. Zudem kann man über die Echo-Show-Modelle Videotelefonate führen, auch in Gruppen bis zu sieben Personen. Aktuell gibt es drei Echo Shows, die nach der Displaygröße benannt sind.

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Der Echo Show 5 ist mit 89,99 Euro am günstigsten und entsprechend schwächer ausgestattet: Das 5,5-Zoll-Display löst mit 960 x 480 Pixeln auf, die Kamera mit 1 Megapixel. Der Lautsprecher misst 43 mm, was für gelegentliches Radiohören und die Kommunikation mit Alexa reicht, auf Dauer aber wenig Spaß macht. Für die Küche, den Nacht- oder Schreibtisch ist der Show 5 aber eine prima Lösung. Wer mehr wissen möchte, hier geht's zum ausführlichen Praxistest des Echo Show 5.

Der Echo Show 8 für 129,99 Euro zeigt auf seinem 8-Zoll-Screen Informationen und Videos auf deutlich mehr Fläche, auch die Auflösung ist mit 1280 x 800 Pixeln klar besser als beim Show 5. Die Kamera begnügt sich dagegen ebenfalls mit 1 MP; mehr als Spielerei ist das nicht. Um den Sound kümmert sich ein 50-mm-Lautsprecher, der mehr Power als beim Show 5 mitbringt. Aber auch hier gilt: Für wirklich anspruchsvollen Musikgenuss ist das zu wenig.

Wer gerne über Alexa Videotelefonate führt und öfter Serien oder die Nachrichten beim Kochen schauen möchte, findet hier mehr Komfort als beim Show 5.

Deutlich mehr bietet die Symbiose aus Smart Speaker und Smart Display: der Echo Show 10 für 249,99 Euro, der laut Amazon bald verfügbar sein soll. Optisch sieht man ihm die Doppelbegabung gleich an: An einem runden Lautsprecher ist ein 10,1 Zoll großes Display angebracht, das mit 1280 x 800 Pixeln auflöst. Der Echo Show 10 verspricht also, das beste aus beiden Welten zu verbinden.

Die Kamera macht hier einen gewaltigen Sprung auf 13 Megapixel. Auch der Lautsprecher spielt in einer anderen Liga: Um den Bass kümmert sich ein 76-mm-Woofer, der von zwei 25-mm-Hochtönern unterstützt wird. Der Klang passt sich automatisch den räumlichen Gegebenheiten an und strahlt stets nach vorne in Richtung Nutzer.

Stets? Ganz genau, denn der Echo Show 10 folgt den Bewegungen des Nutzers und dreht auch das Display so, dass man im Blickfeld bleibt. Praktisch, so muss man während eines Videocalls nicht vor dem Gerät sitzen, sondern kann nebenher Hausarbeiten erledigen. Die 13-MP-Kamera setzt den oder die Nutzer laut Amazon dabei mit Schwenken und Zoomen immer ins richtige Bild. Und beim Kochen hat man das Rezept immer im Blick. Ein Test folgt bei Verfügbarkeit.

© Amazon

Soll bald auf den Markt kommen: der Echo Show 10.

Spezialisten: Plug-in und Beifahrer

Der Echo Flex für 29,99 Euro wird direkt in eine Steckdose gestöpselt und bringt Alexa so in jeden Raum mit Stromversorgung. Der Flex enthält einen Mini-Lautsprecher, der für die Verständigung und kurze Ansagen taugt, aber natürlich nicht fürs Musikhören konzipiert ist. Wer will, kann an der 3,5-mm-Buchse einen externen Lautsprecher anschließen.

Beim Echo Auto für 59,99 Euro ist der Name Programm: Der kleine Adapter wird per Bluetooth oder AUX mit der Autoanlage verbunden und macht diese fit für die Sprachsteuerung. Das Fazit unseres Tests: Wer Alexa gern zu Hause nutzt, wird sich über die sprachgewandte Beifahrerin freuen. Der Preis ist allerdings happig.

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