Amazon Prime, Netflix, Disney+ und Co nachrüsten

Welchen Fire TV Stick kaufen? Die aktuellen Modelle im Vergleich

16.9.2021 von Monika Klein

Die Fire TV Sticks von Amazon machen jeden HDMI-Fernseher fit fürs Internet und damit für Streaming-Angebote. Doch welcher ist der Richtige für wen?

ca. 3:40 Min
Vergleich
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Amazon-Fire-TV-Stick-Bild
Schnell ans Ziel: Die Fernbedienung des Fire TV Stick bringt eigene Tasten für Amazon Prime, Netflix, Disney+ und Amazon Music mit.
© Amazon

Aktuell hat Amazon vier Versionen seines beliebten Streaming-Clients im Programm:

Grundfunktionen identisch

Das Prinzip ist bei allen vieren dasselbe: Der Stick wird in eine HDMI-Buchse am Fernseher gesteckt und verschwindet so meist hinter dem Gerät. Gesteuert wird er über die mitgelieferte Fernbedienung. Nach der Einbindung ins WLAN und eventuellen Updates kann’s auch schon losgehen.

Neben dem vorinstallierten Amazon-Streaming-Dienst Prime lassen sich zahlreiche weitere Apps laden, darunter Netflix, Apple TV, Disney+, Sky Ticket, DAZN, Telekom Magenta TV sowie die Mediatheken etlicher Fernsehsender. Youtube ist selbstredend auch mit von der Partie.

Ist der Fernseher mit einem Heimkino oder einer guten Soundbar verbunden, kann man zudem Musik von Amazon Music, Spotify und anderen genießen sowie Radio hören.

Chips, Speicher und Lieferumfang

Der Lieferumfang ist identisch: Alle vier Sticks bringen ein Netzteil samt USB-Ladekabel sowie ein HDMI-Verlängerungskabel mit, das bei eng sitzenden HDMI-Eingängen oder WLAN-Empfangsproblemen hilft. Einheit herrscht auch beim Speicherplatz: Alle vier bieten 8 GB.

Unterschiede gibt's beim Prozessor: Im Fire TV Stick Lite, im Fire TV Stick sowie im Fire TV Stick 4K steckt jeweils ein Quad-Core-Prozessor mit 1,7 GHz und ein Grafikchip (Graphics Processing Unit, GPU) mit 650 MHz.

Das aktuell leistungsfähigste Modell ist der Fire TV Stick 4K Max: Er ist mit einem Quad-Core-Prozessor mit 1,8 GHz ausgestattet, die GPU taktet mit 750 MHz. Zudem ist der Arbeitsspeicher auf 2 GB gewachsen (die anderen bieten 1,5 GB). Damit soll er laut Amazon bis zu 40 Prozent mehr Leistung liefern als der Fire TV Stick 4K: Apps starten schneller, der Wechsel zwischen Anwendungen gelingt fixer und die Navigation läuft flüssiger.

Der Fire TV Stick 4K Max unterstützt zudem den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6. Das Mediatek-Chipset MT7921LS Wi-Fi 6 soll ruckelfreies Streaming in 4K ermöglicht, auch wenn mehrere mit Wi-Fi 6 verbundene Geräte in Betrieb sind.

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Quelle: connect
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Das sind die Unterschiede

Im Detail gibt es weitere Unterschiede, die man vor dem Kauf kennen sollte, um die richtige Wahl zu treffen.

Inhalte per Alexa suchen

Alle vier erlauben die Nutzung von Amazons Sprachassistentin Alexa. Die wird über eine eigene Taste aktiviert und erlaubt die Sprachsuche in den Inhalten. So kann man etwa Serien oder bestimmte Youtube-Clips aufrufen, ohne mühsam mit der Fernbedienung zu hantieren. Das klappt gut, aber nicht immer.

Wer Alexa handsfree nutzen möchte (dabei startet die Assistenz ohne Taste allein auf Zuruf), sollte sich den Fire TV Cube ansehen (hier geht’s zu unserem Test).

Bedientasten für den Fernseher

Der günstige Fire TV Stick Lite hat keine Drücker zur Steuerung des Fernsehers. Für An/Aus sowie die Lautstärkeregelung muss man also den Handsender seines TVs in Griffweite haben.

Mit allen anderen Fire TV Sticks kann man den Fernseher ein- und ausschalten sowie die Lautstärke regeln.

Besonderheit beim Fire TV Stick und Fire TV Stick 4K Max: Beide bieten separate Tasten für den direkten Aufruf von Amazon Prime, Disney+, Netflix und Amazon Music.

Bildqualität

Was die Auflösung angeht, schenken sich der Fire TV Stick Lite und der Fire TV Stick nichts: Beide unterstützen Full HD bis 1080p sowie HDR, HDR10+, HLG.

Einen Schritt weiter gehen der Fire TV Stick 4K und der Fire TV Stick 4K Max: Sie können entsprechendes Material in 4K Ultra HD darstellen (2160p). Allerdings muss hier auch der Fernseher mitspielen und einen freien Hochgeschwindigkeits-HDMI-Eingang vorhalten. Dolby Vision wird an entsprechenden TVs ebenfalls unterstützt.

Klang

Hängt eine gute Audioausrüstung am TV, verschenkt man mit dem Fire TV Lite Potenzial. Der billigste Streamer von Amazon unterstützt nur Dolby Audio. Die drei anderen können mit dem neueren Standard Dolby Atmos Audio aufwarten, der ein besseres räumliches Klangerlebnis bietet.

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Fazit: Für jeden was dabei

Zwar streamt bereits der Fire TV Stick Lite mit guter Qualität in Full HD. Doch für schmale 10 Euro Aufpreis bekommt man beim Fire TV Stick Tasten zur TV-Steuerung – so muss man nicht mit zwei Fernbedienungen hantieren.

Wer auf Ultra HD verzichten kann, ist mit dem Fire TV Stick gut bedient: Er wertet den Fernsehalltag zuverlässig mit einer enormen Bandbreite an Inhalten auf. In der aktuellen Version bietet er sogar separate Tasten für den schnellen Aufruf von Amazon Prime, Netflix, Disney+ und Amazon Music.

Wer einen UHD-Fernseher besitzt (oder anschaffen möchte) und kompatible Inhalte in der höchstmöglichen Qualität sehen will, sollte mindestens den Fire TV Stick 4K wählen. Auf Direktwahltasten muss man hier allerdings verzichten.

Für UHD-Fans ist das Topmodell Fire TV Stick 4K Max die beste Wahl. Wer einen Wi-Fi-6-Router besitzt und viele Geräte in seinem WLAN laufen hat, kann von einer stabileren 4K-Performance profitieren. Aber auch ohne Wi-Fi 6 hat der Fire TV Stick 4K Max die Nase vorn: Der Aufpreis zum Fire TV Stick 4K ist gering, dafür bekommt man beim Max die schnellere Systemleistung und die praktischen Direktwahltasten für Amazon Prime, Netflix, Disney+ und Amazon Music.

Fernseher, Streaming, IPTV

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