Ratgeber Smartphone-Updates im Vergleich
- 1. Smartphone-Updates im Vergleich
- 2. Apple iOS für iPhone und iPad
- 3. Android Ice Cream Sandwich kommt
- 4. Neue Symbian-Version ist unterwegs
- 5. Updates für Windows Phone
- 6. Blackberry 7 mit neuem Browser
Stattdessen sorgt das Thema Updates bei vielen Nutzern für Frust. Dabei hängt das Frustpotenzial davon ab, welche Plattform im Einsatz ist. Apple ist im Moment das Vorbild und zeigt der Konkurrenz, wie man es richtig macht. Wobei die Kalifornier auch nur zwei Modelle im Angebot und entsprechend leichtes Spiel haben.
Problemfall Android
© Google
Wie gesagt: Fast ein Fünftel der Android-User hinkt zwei Versionen hinter der aktuellen Betriebssystemversion her, manche warten gar vergeblich auf eine Aktualisierung. Sie müssen nicht nur auf neue Funktionen verzichten, sondern sind auch im Software-Market Kunden zweiter Klasse, denn manche Zusatzapplikation lässt sich erst ab einer bestimmten Android-Version installieren.
Dass ein Update nicht oder nur verzögert angeboten wird, hat mehrere Gründe. Die neuen Versionen werden bei Android über den jeweiligen Gerätehersteller verteilt, und der muss diese zunächst einmal an seine Modelle anpassen. Denn dank des offenen Systems Android haben die Hersteller nicht nur die Möglichkeit, die Hardware weitgehend nach eigenem Gusto zu gestalten, sondern auch die Plattform nach ihren Vorstellungen umzustricken. Und davon machen die Handybauer regen Gebrauch: Fast jeder motzt seine Geräte mit einer veränderten Oberfläche auf – schließlich will man sich von der Masse an Androiden abheben und seinen Modellen ein eigenes Gesicht geben.
Hemmschuh Eigeninitiative
© Connect
Doch beim Hersteller hört die Update-Problematik keineswegs auf. Denn auch die Netzbetreiber testen aus gutem Grund neue Betriebssysteme. Und auch sie bieten teils eigene Dienste, die die Sache verkomplizieren können – wie etwa O2 seine Homezone. So kann es passieren, dass ein Update für die Kunden des einen Netzbetreibers schon zur Verfügung steht, während andere noch warten müssen. Gelegentlich verzichtet ein Netzbetreiber auch mal komplett auf ein Update. Diese Problematik betrifft nicht nur Android, sondern praktisch alle Plattformen.
Google plant Update-Garantie
Auf der Entwicklerkonferenz I/O versuchte sich Google Anfang Mai an einer Lösung und will mit den Geräteherstellern eine Update-Garantie entwickeln: Für jedes Modell soll für die ersten 18 Monate gesichert sein, dass es die jeweils aktuelle Android-Version bekommt. Dass Updates damit schneller als heute zur Verfügung stehen, ist keineswegs sicher. Mittlerweile legen viele Nutzer selbst Hand an: Im Netz finden sich für viele Geräte von Enthusiasten gebastelte Android-Updates. Die Installation ist allerdings nicht ganz trivial und wer sie aufspielt, verliert die Herstellergarantie.
Lösen lässt sich das Problem wohl nicht so schnell. Bei unserem Eingangsbeispiel Navigation funktionierte das Ganze auch nur deshalb so reibungslos, weil nicht das ganze Betriebssystem, sondern nur die Navi-App aktualisiert wurde. Wie die Politik der anderen Plattformen aussieht und welche Updates anstehen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.