Menü

Testbericht Nokia 3720 classic

von Markus Ecktein, Athanassios Kaliudis, Michael Peuckert
Nokia 3720 classic
Anzeige
IP54 heißt die Schutzart, die das Nokia 3720 classic erfüllt. Das beinhaltet den Rundumschutz vor Staub und gegen das Eindringen von Spritzwasser. Entsprechend ist der Akku­deckel, der mit einer Schraube verschlossen wird, mit Gummi­dichtungen versehen, die Mini-USB-Buchse sowie der 2,5-mm-Klinkenanschluss fürs Headset unten am Gehäuse sind mit einer Klappe geschützt. Der etwas raue Kunststoff gibt dem Ganzen Gripp, der Metallrahmen eine solide Anmutung.

Ein Raubein der ganz harte Sorte ist das Nokia 3720 classic allerdings nicht, denn die Displayabdeckung gibt auf kräftigen Druck nach und zeichnet Schatten auf die gut auflösende Anzeige aus 240 x 320 Pixeln. Zwar soll es gegen Stöße geschützt sein, etwas mehr Stabilität an dieser Stelle hätte dem Handy aber allein als vertrauensbildende Maßnahmen gut getan. Man kann das Nokia 3720 classic also getrost mal in den Dreck werfen, überrollen sollte man es nicht.

Einfache Bedienung

Das Handy bietet einen Equalizer mit fünf regelbaren Frequenzbändern.
Das Handy bietet einen Equalizer mit fünf regelbaren Frequenzbändern. ©

Der Beiname classic steht bei Nokia für ein schlichtes und auf einfache Handhabung ausgerichtetes Design. Beim Nokia 3720 classic bedeutet dies: Die Front teilen sich Display und Tastatur zu gleichen Teilen. Die Tasten fallen angenehm groß aus, die gleichmäßig beleuchtete Beschriftung ist gut zu lesen. Auch die Displayschrif­ten sind an den meisten Stellen schön groß. Zudem bietet das Nokia 3720 classic die bewährte S40-Oberfläche und damit ein übersichtliches Menü aus zwölf Einträgen, das sich gut erkunden lässt. Der Standby-Schirm zeigt auf Wunsch Schnellzugriffe zu wichtigen Funktionen sowie anstehende Termine.

Viele Talente, keine Berufung

Als einfacher Allrounder bietet das Nokia 3720 classic von allem ein bisschen, kann aber selten überzeugen. So gibt es einen Browser, der durchaus auch große Internet-Seiten darstellen kann. Nokia hat nämlich Opera mini vorinstalliert, einen beliebten Browser, der selbst bei dünner Internetverbindung ohne UMTS in akzeptabler Zeit Inhalte auf die Anzeige bringt. Das funktioniert auch beim EDGE-fähigen 3720 classic ganz ordentlich, richtig Spaß macht es trotzdem nicht. Für den installierten Windows Live Messenger wiederum genügt die vorhandene Verbindung.

Direkt von Handy lässt sich auf Nokias Fotoplattform Share zugreifen.
Direkt von Handy lässt sich auf Nokias Fotoplattform Share zugreifen. ©

Und so zieht sich das durch: Die 2-Megapixel-Kamera macht einfache Schnappschüsse, die direkt auf Nokias Fotodienst Share on Ovi geladen werden können. Wer allerdings mit dem Handy regelmäßig fotografieren will, sollte sich ein Modell mit besserer Kamera aussuchen.

Um das Nokia 3720 classic als Musicplayer zu empfehlen, fehlt ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Ein erweiterbarer Speicher und eine brauchbarer Player wären ebenso vorhanden wie ein UKW-Radio. Auch die Navigationsanwendung „Ovi Karten" ist vorinstalliert, hier fehlt wiederum ein GPS-Empfänger zur Positionsbestimmung.

Ordentliches Telefon

Beim Telefonieren überzeugt das Nokia 3720 classic mit gutem Klang, die Sende- und Empfangsqualität ist in Ordnung, aber nicht überragend. Auch die Ausdauer ist nicht wirklich schlecht, aber für ein reines GSM-Modell auch keine besondere Leistung.

Weiter Informationen:

Nokia: Alle Smartphone- und Handy-Tests im Überblick

Alle Handy/Smartphone Tests

 
comments powered by Disqus
Anzeige
x