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Testbericht Samsung Galaxy Tab 2 7.0 im Test

von
Samsung Galaxy Tab 2 7.0
Labortest
72,6 %
Samsung Galaxy Tab 2 7.0 GT-P3100
Tablets
Pro
  • Android 4.0 installiert
  • als Telefon nutzbar
Contra
  • Display spiegelt stark
  • mäßige Kameraleistung
Fazit

Das Tab 2 7.0 ist ein günstiges 7-Zoll-Tablet, dem allerdings der Touch des Besonderen fehlt.

Der kleine Bruder des Galaxy Tab 2 10.1 begnügt sich mit einer Bildschirm-Diagonalen von 7 Zoll und bringt entsprechend nur knapp 350 statt 585 Gramm auf die Waage.

Das Galaxy Tab 2 7.0 ist mit 16 Gigabyte Flash-Speicher bestückt. Es verzichtet auf den derzeit schnellsten, nicht überall verfügbaren Mobilfunkstandard LTE. Stattdessen kann das UMTS-fähige Tablet Daten theoretisch mit bis zu 21 Mbit/s (HSPA+) empfangen. Im Uplink werden Bruttodaten­raten bis 5,76 Mbit/s unterstützt. Bluetooth 3.0 und n-WLAN stehen zur Kommunikation via Kurzstreckenfunk und für die drahtlose Einbindung ins Heimnetz bereit.

Ausstattung: Auch Telefonieren geht

Neben dem frei zugänglichen Einschub für SIM-Karten im Standardformat sitzt ein Steckplatz für MicroSD-Karten; diese erweitern das Datenvolumen preisgünstig um bis zu 32 GB. Über den proprietären USB-Slot lässt sich das Tablet wie ein Speicherstick an den PC anschließen.

Das Galaxy Tab 2 7.0 dient zudem als Mobiltelefon: Zum Plaudern gibt’s eine Freisprechfunk­tion und eine 3,5-Millimeter-Buchse für ein Headset, das nicht zum ohnehin mageren Lieferumfang zählt. Das Galaxy Tab 2 7.0 lässt sich auch als XXL-Smartphone ans Ohr halten. Das gekonnt gefertigte Gehäuse wirkt robust, auch wenn die Rückseiten „nur“ aus silberfar­benem Kunststoff besteht.

Das Display: Licht und Schatten

Das LCD-Panel spiegelt merklich, was die Lesefreundlichkeit in der Sonne enorm einschränkt. Bei dezentem Licht gefällt der Bildschirm mit natürlichen Farben und guter Blickwinkelstabilität. In den Labormessungen stach vor allem die Helligkeit heraus. Allerdings kommen die Kontrastwerte bei der Benutzung in Räumen und draußen insbesondere nicht an die der besten Tablet-Displays heran. Mit 1024 x 600 Pixeln liegt die Auflösungen auf gutem, tablet­typischem Niveau.

Multitasking-Talente: Der Task-Manager  (oben) listet geöffnete Programme. Per Fingerstrich beendet man eine nicht mehr benötigte Anwendung.
Multitasking-Talente: Der Task-Manager (oben) listet geöffnete Programme. Per Fingerstrich beendet man eine nicht mehr benötigte Anwendung. ©

Energie kommt vom ­fest ein­gebauten Lithium-Ionen-Akku. Die im Praxismix ermittelte Ausdauer beträgt beim Galaxy Tab 2 7.0 rund 6,75 Stunden.

Bedienung: Android 4.0 plus Touchwiz

Die optisch aufgefrischte, gefällige Android-4.0-Oberfläche reichert Samsung mit seinen Touchwiz-Elementen an. Die Programm-Icons und teils skalierbaren Widgets lassen sich mit wenigen Fingerberührungen von der Gesamtübersicht nach Gusto auf bis zu sieben Startscreens ziehen oder in Ordnern gruppieren.

Am linken unteren Displayrand befinden sich vier Buttons. Beispielsweise startet hier der Task-Manager eine übersichtliche Liste mit allen geöffneten Anwendungen, was den Programmwechsel beim Multitasking erleichtert. Mit einem horizontalen Fingerwisch beendet man eine nicht mehr benötigte Anwendung elegant.

Kaufberatung: Tablets bis 250 Euro

Die Statusleiste unten rechts informiert über den Gerätezustand und eingegangene Nachrichten. Wer mehr wissen möchte, gelangt hier mit einer Fingerberührung zu detaillierten Informationen und den Einstellungen. Ohne tiefer in die Menüs einzusteigen, kann der User dort auch die Mobilfunkdatenverbindung, GPS oder WLAN schnell aktivieren oder abschalten.

Flüssige Touch-Bedienung

Die Hardware um den 1-GHz-Doppelkern-Prozessor ARM Cortex-A9 und den 1-GB-Arbeitsspeicher führt Fingerkommandos zügig aus. Ein wenig Geduld ist gefordert, wenn man zwischen Hoch- und Querformat wechselt oder mit der Polaris-Office-Software umfassende Excel-Tabellen oder Powerpoint-Präsentationen öffnet.

Kostenkontrolle: Android 4.0 informiert in den Einstellungen detailliert über die Daten, die im gewünschten Zeitraum via Mobilfunk abgerufen wurden
Kostenkontrolle: Android 4.0 informiert in den Einstellungen detailliert über die Daten, die im gewünschten Zeitraum via Mobilfunk abgerufen wurden ©

Der sinnvoll ausgestattete, komfortable Browser des Galaxy Tab 2 7.0 zeigt keine Flash-Animationen, unterstützt aber die verschlüsselte Datenübertragung via Https-­Protokoll, was Online-Powershoppern entgegenkommt. Internetseiten werden flott geladen. Das Scrollen klappt reibungslos, ebenso die Bedienung mit Fingergesten zum Vergrößern und Verkleinern.

Software-Ausstattung: Entertainerqualitäten

Die installierten Musik- und ­Videoplayer geben zahlreiche Formate wieder, darunter auch den Audio-Codec AAC. Mit einem klangstarken Kopfhörer macht die offene Musikdarbietung des ­Galaxy Tab 2 richtig Laune.

Wie das VGA-­Auge vorne muss die rückwärtige 3,1-Megapixel-Kamera auf Fotolicht und Auto­fokus verzichten. Schnappschüsse und HD-Videoaufnahmen sind an sonnigen ­Tagen schnell überbelichtet und folglich nicht immer akzeptabel. Hier besteht eindeutig noch ­Verbesserungsbedarf.

Ratgeber: Android-Tuning für Tablets

Wer seine Daten den Google-Servern anvertraut, kann deren umfassende Dienste kostenlos nutzen. Dazu zählen klarerweise die weltbekannte Such­maschine, der Download-Shop für Apps, Musik, Filme und E-Books ­namens Google-Play-Store, eine vollwertige Offboard-Navigation oder auch die Facebook-Alter­na­tive Google+.

Fazit: Eine Frage des Preises

Auch wenn dem Samsung-Tablet der Touch des Besonderen ebenso fehlt wie das überragende Display des Apple iPad 3. Das Samsung-Modell wird schon jetzt deutlich unter Listenpreis gehandelt, während das neue iPad 3 kaum unter den von Apple vorgegebenen Summen zu erstehen ist. Wem das Display der 7-Zoll-Variante zu klein ist: Samsung bietet im Galaxy Tab 2 10.1 eine größere Alternative mit 10-Zoll-Anzeige.

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Inhalt
  1. Samsung Galaxy Tab 2 7.0 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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