Testbericht

Sony Xperia Z3 Tablet Compact im Test

Dieser superschlanke Allrounder mit 8-Zoll-Display und Android 4.4.4 scheint berufliche und sportliche Herausforderungen zu lieben. Im Test muss das Sony Xperia Z3 Tablet Compact zeigen, ob es wirklich alles im Griff hat.

  1. Sony Xperia Z3 Tablet Compact im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Sony Xperia Z3 Tablet Compact

© connect

Sony Xperia Z3 Tablet Compact
EUR 310,00

Pro

  • elegantes, wasserdichtes Gehäuse, sehr flache Bauform
  • sehr helles, scharfes 8-Zoll IPS-TFT-Display mit 289 ppi
  • hohes Arbeitstempo durch Snapdragon- 801-Systemchip
  • Speichererweiterung mit Micro-SD-Karten
  • universelle Verbindungsmöglichkeiten inklusive LTE, schnellem ac-WLAN und HDMI
  • überragende Ausdauer von knapp 11 Stunden im connect-Praxismix

Contra

  • knapp 9,5 GB interner Flash-Speicher
  • stärkeres Bildrauschen bei Innenaufnahmen, kein Fotolicht
  • Android-5-(Lollipop)- Update erst im kommenden Jahr
  • kein Headset
86,4%

Sie nehmen die Dinge gerne selbst in die Hand und lassen sich von Wind und Wetter nicht aufhalten? Dann könnten Ihnen das robuste Sony Xperia Z3 Tablet Compact auf den Leib geschneidert sein. Wer zudem viel unterwegs ist und wenig Ballast mit sich herumschleppen möchte, findet in dem neuen 8-Zoll-Tablet ein elegantes Tool, das formal alle Voraussetzungen für Action in Beruf und Freizeit erfüllt.

Gehäuse: Schlank und fit

Das geradlinige Xperia-Gehäuse beherbergt ein Full-HD-Display mit überschaubaren 20 Zentimetern Bilddiagonale. Mit 6,5 Millimetern Bauhöhe ist das Tablet fast so schlank wie das iPad Air 2 (Test). Auch die Forderung nach geringem Gewicht erfüllt Sony: Gerade einmal 270 Gramm zeigt die Waage. Hart im Nehmen ist die Xperia-Baureihe ohnehin. Der 8-Zöller ist staubdicht und wassergeschützt nach den Standards IP65/IP68 und übersteht demnach eine halbe Stunde langes Eintauchen bis 1,50 Meter Tiefe.

Die Verarbeitung geht in Ordnung, auch wenn sich das gut in einer Hand liegende Flachgehäuse mit seiner matten, aufgerauten Rückseite als nicht völlig verwindungssteif und knackfrei erweist. Auf der Frontseite überzieht kratzfestes Mineralglas die gesamte Fläche. Darüber hinaus sind empfindliche Anschlüsse und Steckplätze mit Schutzabdeckungen abgeschottet.

Performance: Mächtig Power im Gepäck

In der Touch-Bedienung geht alles den gewohnten Gang. Dafür sorgt das harmonische Gespann aus Sonys Benutzeroberfläche und der etablierten Android-Version 4.4.4. Start- und Zurück-Button sowie die Task-Taste befinden sich im unteren Bereich der Anzeige. Der rechte Button führt zu den geöffneten Apps und zu weiteren favorisierten Funktionen, die oft nur kurz benötigt werden. Beim Start einer Small App wie dem Taschenrechner wird diese über dem eigentlichen Bildschirminhalt eingeblendet und kann so schnell genutzt werden - eine feine Sache.

Unter der Haube des dünnen Bretts steckt mit dem Qualcomm Snapdragon 801 ein erstklassiger Systemchip samt 2,5 GHz schnellem Vierkernprozessor. Der verbaute Arbeitsspeicher beträgt stolze 3 Gigabyte. Die Hardware ist nicht nur für exzellente Ergebnisse in Benchmark-Tests gut. Sie macht wirklich Tempo: Die Bedienung läuft wie am Schnürchen. Gängige Fingergesten übersetzt das System quasi simultan. Standard-Apps, die sich beim Start nicht mit dem Internet verbinden, sind nach wenigen Wimpernschlägen einsatzbereit. Der kapazitive Multi-Touchscreen reagiert prompt, ist aber nicht zu berührungsempfindlich.

Sony Xperia Z3 Tablet

© Archiv

Spielchen gefällig? Aber gerne! Qualcomms Top-Systemchip Snapdragon 801 bietet mobile Rechen- und Grafikpower satt.

Ausstattung: Auch für Gamer geignet

Die hohen Leistungsreserven der CPU und der Grafikeinheit Adreno 330 dürften auch für mobile Gamer und Playstation-4-Anhänger interessant sein. Denn mit dem Z3- Tablet lassen sich nicht nur die 2-D/3-D-Spiele aus dem Android-Store ausreizen. In Heimnetzwerken mit hohem Datendurchsatz können die Modelle der Xperia-Z3-Serie als verlängerter Arm der Spielkonsole agieren. Angesteckt an einen Zusatz-Controller kann das Z3-Tablet beim kabellosen Zocken den TV-Bildschirm ersetzen und dabei auf die Rechenpower der PS4 zurückgreifen.

Der frei verfügbare Speicher fällt mit knapp 9,5 Gigabyte ein wenig dünn aus - zumindest für ein Spitzenklasse-Tablet. Sony bietet für 429 Euro auch eine 32-GB-Variante an, diese allerdings nicht mit optionalem LTE-fähigen Mobilfunkmodem. Die getestete 4G-Variante für 479 Euro beugt Datenengpässen mit einem Steckplatz für Micro-SD-Speicherkarten vor. Neben diesem Slot befindet sich auch der Einschub für die Nano-SIM-Karte.

Display: Sieht gut aus!

Das hochauflösende, brillante IPS-TFT-Panel zeigt 1920 x 1200 Pixel. Selbst feine Schriftzeichen sind sauber gezeichnet. Farben werden kräftig und realistisch dargestellt. Der begeisternde Anblick bestätigte sich auch im Labor: Die Helligkeit war exzellent, die Kontrastwerte hoch. Klar: Auch dieses Display spiegelt bei Sonnenlicht merklich. Überragend war das Durchhaltevermögen des Z3-Tablets: Knapp elf Stunden dauerte es bei der praxistypischen Verwendung nach connect-Vorgaben, bis der fest eingebaute 4500-mA-Akku neu betankt werden musste.

Sony Xperia Z3 Tablet

© Archiv

Es regnet. Na und? Das Z3 Tablet Compact ist nach den IP65/IP68-Prüfvorgaben wassergeschützt.

Tablet als Alleinunterhalter

Von Sony darf man ein gutes Entertainment-Angebot erwarten: Ein RDS-fähiges UKW-Radio ist Usus. Die Walkman-App verbindet sich mit dem hauseigenen Streamingdienst Music Unlimited und stellt viele Audio-Einstellungen samt Equalizer und dem Klangauffrischer Clear Audio+ bereit. Der von uns gemessene Audio-Frequenzgang präsentierte sich samt Klirrfaktor und Rauschabstand tadellos. So bietet das Sony auch beste akustische Voraussetzungen für gute Gesprächsqualität bei Telefonaten, die sich unter Verwendung eines optionalen Headsets oder einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung führen lassen. Zum Musikhören taugen die beiden Frontlautsprecher nur bedingt. Wer seine Hits ohne Kopfhörer genießen will, schließt über die 3,5-mm-Klinkenbuchse oder die Micro-USB-Schnittstelle ein Audiosystem an. Zudem kann der MHL-3.0-fähige USB-Anschluss per Adapterkabel auch hochauflösende Videosignale an den HDMI-Anschluss des Fernsehers weitergeben.

Connectivity: Schnell und variabel vernetzt

Das Xperia Z3 Tablet Compact pflegt beste Verbindungen zu allen gängigen Netzwerken. Bei Downloads via Mobilfunk setzt erst der LTE-Standard mit 150 Mbit/s das Tempolimit. In kabellosen Heimnetzwerken verspricht IEEE 802.11ac höchste Datenraten, vorausgesetzt, auch der Router unterstützt diese WLAN-Variante. Die Gerätevernetzung via Bluetooth 4.0 und NFC zum kabellosen Datenaustausch über kürzeste Entfernungen sind ebenfalls verfügbar - mehr Connectivity geht derzeit nicht.

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Sony Xperia Z3 Tablet
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Zwei Kameras integriert

Die 2,1-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite kommt bei Selfies und Video-Chats zum Einsatz, Fotos fängt die rückseitige 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und HDR-Gegenlichtkorrektur ein. Letztere kann bei großen Helligkeitsunterschieden in einem Motiv die Ergebnisse verbessern. Bei Tageslicht waren die Aufnahmen noch ansehnlich und farblich stimmig. In Räumen und bei künstlicher Beleuchtung ging die Bildqualität aber in den Keller. Und das nicht nur, weil ein Blitzlicht fehlt. Merkliches Bildrauschen trübte die Freude an den Innenaufnahmen. Gleiches gilt auch für die Videoaufzeichnung. Da hilft dann auch die Full-HD-Auflösung der Filmclips nicht weiter.

Fazit: Bestens in Form

Das Full-HD-Display gibt ein tolles Bild ab, die Hardware auch - trotz der mageren 16 GB Speicher. Performance, Connectivity und Ausdauer sind sogar überragend. Das bringt mächtig Punkte. Und damit landet das wasserdichte Xperia Z3 Tablet Compact im connect-Ranking ganz weit vorne. Was will man mehr? Okay, der 8-Zoll-Flachmann verzichtet auf das modernere Android 5 Lollipop. Noch, denn Sony hat für Anfang 2015 ein Update des Betriebssystems angekündigt. Dann wird dieses feine Tablet auch im übertragenen Sinn vollends ein echtes Brett werden.

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