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Natürlich ohne Begrenzungskabel

[Update 2026] Die besten Mähroboter für jeden Rasentyp

Mähroboter ohne Begrenzungskabel haben eine rasante Entwicklung erlebt: 2022 ging es los, 2023 wurden immer mehr Produkte in den Handel gebracht, 2024 blicken wir auf eine große Modellvielfalt. Wir erklären, worauf es beim Kauf ankommt und stellen die besten Modelle vor.

Autor: Andreas Seeger • 6.2.2026 • ca. 11:00 Min

Segway Navimow i2 LiDAR Pro
Der Navimow i2 LiDAR Pro ist das Spitzenmodell der i2-Serie von Navimow. Kostenpunkt: 1600 Euro.
© Hersteller
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Marktüberblick und PreiseDas Jahr 2024 markierte für Mähroboter ohne Begrenzungskabel den Durchbruch, 2026 sind sie überall präsent und praktisch nicht mehr wegzudenken. Jeder Hersteller hat entsprechende Modelle im Portfolio und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese neue Robotergenera...

Marktüberblick und Preise

Das Jahr 2024 markierte für Mähroboter ohne Begrenzungskabel den Durchbruch, 2026 sind sie überall präsent und praktisch nicht mehr wegzudenken. Jeder Hersteller hat entsprechende Modelle im Portfolio und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese neue Robotergeneration ihre Kollegen mit Begrenzungskabel vollständig verdrängen wird. Die Vorteile liegen auf der Hand und wir wollen sie nur kurz nennen:

  • kein lästiges Verlegen und Vergraben eines Kabels am Rasenrand
  • Modelle ohne Kabel sind mit ihrer Sensorik und ihrer Rechenleistung viel weiter entwickelt und leistungsfähiger und sie werden per Software-Updates während des Lebenszyklus ständig verbessert

Die neue Modellvielfalt sorgt auch dafür, dass die Preise fallen. Der Navimow i105 startete im Frühjahr 2024 bei 999 Euro, jetzt ist er bereits für 700 Euro und darunter zu haben. Das 2025er Einsteigermodell Goat O500 haben wir ebenfalls zu diesem Preis gesehen. Damit sind die Modelle nicht mehr teurer als die mit Kabel - obwohl wie oben beschrieben die Hardware (Sensorik, Prozessoren) besser ist und per Software-Update ständig gepflegt wird.

Welche Hersteller und Modelle gibt es?

Wer ein aktuelles 2026er Modell sucht, sollte mit 1.000 Euro aufwärts planen. Auffällig ist, dass asiatische Hersteller diesen neuen Markt deutlich dominieren. Ehemals starke Marken wie Bosch und Gardena verlieren, während mit Dreame, Mammotion und Segway Navimow plötzlich Namen aufpoppen, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte.

Diese Unternehmen spielen ihre Stärken im Bereich Robotik/Sensorik und vor allem im Bereich Software voll aus. Das ist auch der Grund, warum Hersteller für Saugroboter (wie Roborock) nun auch im Garten Fuß fassen können. Man spürt: Der Markt ist im Umbruch. Mit unserem Überblick möchten wir sicher stellen, dass die Orientierung trotzdem nicht verloren geht.

Doch zunächst möchten wir zeigen, was man vor dem Kauf berücksichtigen sollte.

Stiga Mähroboter kostenlose Konnektivität
WiFi nicht notwendig: Bei Stiga sind alle kabellosen Mähroboter mit einem Mobilfunkmodul ausgestattet, dessen kostenlose Nutzung im Kaufpreis inbegriffen ist.
© Hersteller

Mähroboter: Connectivity im Garten

Der erste Blick muss der Connectivity im Garten gelten. Besteht eine WiFi-Abdeckung mit Internetanschluss im Garten? Wenn ja, dann sind praktisch alle Modelle grundsätzlich möglich. Nein bedeutet, dass nur Modelle mit integriertem Mobilfunkmodul in Frage kommen (etwa Stiga).

Die WiFi-Abdeckung ist nicht entscheidend, wichtig ist, dass die Basisstation im WiFi-Netz steht, sodass während der Ruhephasen ein Zugriff auf den Mähroboter möglich ist. Wenn weder Mobilfunk noch WiFi im Garten verfügbar sind, dann können Sie das Thema intelligente Mähroboter direkt abhaken.

Einhell Freelexo Cam 500
Der Einhell Freelexo Cam 500 ist einer der günstigsten Mähroboter ohne Begrenzungskabel. Dafür muss man aber auf smarte Funktionen verzichten.
© Hersteller

Der Smartness-Faktor

Intelligenz ist ein gutes Stichwort, denn nicht jeder Roboter ist gleich smart. Es gibt Modelle von Einhell und Ambrogio, die preislich aus der Reihe fallen. Diese sind aber in ihren Fähigkeiten beschränkt, die Sensorik ist einfach und man hat kaum Steuerungs- und Kontrollfunktionen. Die sind aber erforderlich, wenn man Mähzeitpläne aufstellen oder bestimmte Bereiche auf dem Rasen definieren möchte. Auch Extras, etwa die Überwachung der Rasenfläche funktioniert mit Einhell nicht. Bei Ecovacs etwa kann man Wegpunkte markieren, die der Roboter entlang patrouilliert.

Garantie, Service, Cloud

Wenn ein Mähroboter smart ist und per App aus der Ferne verwaltet werden kann, dann ist eine Cloud-Anbindung zwingend. Es stellt sich also die Frage, wo die Cloud gehostet wird und wie es um die Sicherheit der Daten bestellt ist. Hier ragt der europäische Hersteller Stiga heraus, der als einziger garantiert, dass alle Daten in Europa gespeichert werden und der hiesigen Datenschutzgesetzgebung folgen. Hinter Firmen wie Ecovacs, Dreame oder Mammotion stehen dagegen chinesische Unternehmen, bei den nicht so ganz klar ist, wie mit den Daten umgegangen wird.

Das gilt auch für Garantie und Service - hier ist man am besten beraten, wenn man auf eine bekannte Marke mit einem etablierten Kundenservice setzt. Ecovacs mit seiner jahrelangen Präsenz im Bereich Staubsaugerroboter ist da eine andere Hausnummer als ein Newcomer wie Anthbot.

Mähroboter Dreame Zonenmanagement
Wenn Rasenflächen voneinander getrennt sind, ist ein erweitertetes Zonenmanagement erforderlich, so wie hier am Beispiel von Dreame gezeigt.
© Hersteller

Rasenfläche oder Rasenzonen?

Kommen wir nun zur Rasenfläche. Hier spielt natürlich die Größe eine Rolle, aber weniger als bei anderen Produkten. Das liegt an der autonomen Arbeitsweise: Damit ein Mähroboter seinen Job macht, ist kein menschliches Eingreifen erforderlich - ob das Gerät einmal am Tag oder zweimal am Tag mit Nachladen auf dem Rasen seine Runden dreht, ist zwar nicht unwichtig, aber es ist nicht entscheidend. Wichtiger sind andere Faktoren:

  • Flächenaufteilung: Gibt es eine zusammenhängende Rasenfläche oder mehrere voneinander getrennte? Es gibt Modelle wie die von Ecovacs, die kein Rasenzonenmanagement beherrschen.
  • Beschaffenheit der Ränder: Wenn der Rand wie mit dem Lineal gezogen ist, dann haben die meisten Mähroboter leichtes Spiel. Je unregelmäßiger die Ränder, desto größer die Herausforderung für den Mähroboter. Kleine und leichte Modelle haben hier Vorteile.
  • Beschaffenheit der Rasenoberfläche. Hier gilt das Gleiche wie für die Ränder: Je einfacher, desto besser. Unebene Rasenflächen oder Rasenflächen mit Steigungen stellen höhere Anforderungen an die Manövrierfähigkeit. Schwere Modelle, die abrupt die Richtung wechseln, bleiben eher stecken als kleine und leichte Modelle. Einen riesigen Unterschied macht auch ein Allradantrieb: Der Mammotion Luba 2 AWD (All Wheel Drive) fährt allen davon.
Landroid Wildtiere schützen
Praktisch bei allen Mährobotern Standard: Der Wildtierschutz vermeidet, dass sie nachts oder in der Dämmerung herumfahren. Die intelligente Sensorik verhindert zusätzlich Kollisionen.
© Hersteller

Überschätzte Gefahr für Igel und Maulwürfe?

Kommen wir noch zu einem Faktor, der oftmals überschätzt wird. Viele Menschen machen sich Sorgen, dass das autonome Gefährt gnadenlos Kröten, Maulwürfe und Igel niederwalzt und eine Blutspur über den Rasen zieht. Wir haben unseren Garten die Saison 2023 mit diversen Modellen gepflegt und konnten nicht einen Zwischenfall verzeichnen.

Zum einen haben alle von uns getesteten Modelle eine Tierschutz-Option, die den Roboter daran hindert, bei Nacht und in der Dämmerung zu fahren. Zum anderen erkennen die Sensoren der Roboter größere Objekte wie Igel. Hinzu kommt, dass die Fahrgestelle so niedrig positioniert sind, dass sie gegen einen Igel stoßen statt diesen zu überfahren. Man kann natürlich nichts ausschließen, aber die Wahrscheinlichkeit ist niedriger als wir gedacht haben.

Dreame A3 AWD Pro
Der Dreame A3 AWD Pro startet bei 2599 Euro.
© Hersteller

[Update] Überblick über wichtige Hersteller und Modelle 2026

An dieser Stelle geben wir einen Überblick über die neuen Mähroboter 2026, unterteilt nach Herstellern. Diese Liste ist noch nicht vollständig, da zum Zeitpunkt des Artikelupdates (Anfang Februar) nicht alle Hersteller ihr Lineup schon enthüllt haben. Wir werden daher regelmäßig updaten.

Dreame: Große Modelle für anspruchsvolle Gärten

Dreame positioniert sich 2026 weiter im Premium‑Segment, mit einer verbesserten Navigation per Kamera und LiDAR (OmniSense) sowie Allrad‑Antrieb. Die 2026er Modelle richten sich an anspruchsvolle Gärten mit Steigungen, mehreren Zonen und vielen Hindernissen und setzen dabei softwarseitig auf die automatische Kartierung out-of-the-box und auf umfangreiche App‑Funktionen.

Im Fokus steht die A3 AWD Pro‑Serie mit den Modellen A3 AWD Pro 3500 und A3 AWD Pro 5000. Beide nutzen die neue OmniSense‑3.0‑Navigation mit 360‑Grad‑3D‑LiDAR und Stereo-Kamera, um bis zu 3.500 beziehungsweise 5.000 m² automatisch zu kartieren und zu mähen. Die Geräte arbeiten mit einem 40‑cm‑Doppelscheiben‑Mähsystem, drehmomentstarken Allrad‑Nabenmotoren und bewältigen Steigungen bis 80 Prozent sowie Hindernisse bis etwa 5,5 cm. Der Marktstart ist für Mitte März angesetzt, sobald die Modelle verfügbar sind, werden wir sie testen.

Ecovacs mit Trimmer für Kantenschnitt

Ecovacs erweitert 2026 seine Goat‑Serie gezielt um Modelle mit LiDAR‑Navigation und Kantenschnitt, um damit die typischen Schwachpunkte von Mährobotern zu adressieren: Randbereiche und komplexe Grundrisse.

Im Mittelpunkt stehen die Goat‑Modelle O1200 LiDAR Pro für bis zu 1.200 m² sowie A1600 LiDAR Pro und A3000 LiDAR Pro für größere Gärten bis 1.600 bzw. 3.000 m². Alle nutzen ein Dual‑LiDAR‑System mit Kamera‑Unterstützung und kombinieren Mähen und Kantenschneiden in einem Arbeitsgang, sodass Übergänge und Ränder sauberer ausfallen. Parallel dazu bleiben RTK‑Modelle wie der Goat O800 RTK als Einstiegsvariante im Programm - dieser ist bereits für unter 700 Euro erhältlich. Ecovacs ist damit für 2026 sehr breit aufgestellt.

Mammotion Luba 3Aktion Overlay
Der Mammotion Luba 3 ist seit dem 5. Januar 2026 ab 2.299 Euro erhältlich.
© Mammotion

Mammotion: Allrad und technische Spitzenklasse

Mammotion ist auch 2026 einer der technologisch fortschrittlichsten Mähroboter‑Hersteller. Man setzt Allrad‑Antriebe und auf eine sogenannte TriFusion-Navigation, die LiDAR, netzwerkbasiertes GPS und Kamera kombiniert. Die neuen Modelle zielen auf private Gärten bis hin zu halb‑gewerblichen Flächen und kombinieren hohe Steigfähigkeit, präzise Kartierung und robuste Konstruktion.

Das Spitzenmodell ist der LUBA 3 AWD (ab 2300 Euro), der bis auf etwa einen Zentimeter genau navigiert und Steigungen bis 80 % sowie Bordsteine und Schwellen bis 8 cm meistert. Parallel dazu bringt Mammotion den LUBA mini 2 AWD (ab1.500 Euro) mit Allradantrieb und einem zweitem Mähteller für Kantenschnitt, der mehrere getrennte Zonen automatisch kartieren kann. Ergänzt wird das Portfolio durch den Yuka Mini 2 (ab 1300 Euro), der in unterschiedlichen Versionen (Kamera oder LiDAR-Navigation) angeboten wird.

Segway Navimow Mähroboter Lineup 2026
Navimov-Lineup-2026 von links nach rechts: Navimow i2 AWD, Navimow X4 (vorne), Navimow H2 (hinten), Terranox und Navimow i2 LiDAR Pro.
© Hersteller

Segway Navimow erstmals auch für gewerbliche Flächen

Segway Navimow baut 2026 sein Mähroboter‑Portfolio massiv aus und führt mehrere neue Serien ein, die je nach Modell auf RTK, LiDAR oder eine Kombination aus beidem setzen. Die Bandbreite reicht von kompakten Reihenhausgärten bis hin zu gewerblichen Flächen. Eine verbindende Gemeinsamkeit ist die Kartierung out-of-the-box und eine vielseitige App mit zahlreichen Extras.

An der Spitze des Portfolios steht die X4‑Serie, die für größere, komplexe Gärten gedacht ist und mit mehreren Navigationstechnologien arbeitet, um auch unter dichtem Baumbestand zuverlässig zu navigieren. Die kompakte i2‑Serie richtet sich dagegen an typische Einfamilienhaus‑Grundstücke, hier gibt es Varianten mit LiDAR und Allrad. Für verwinkelte und anspruchsvolle Gärten kommt die H2‑Serie mit LiDAR, RTK‑GPS und optischer Bildverarbeitung, die je nach Situation automatisch zwischen den Systemen wechselt. Vom H2 hat uns Segway freundlicherweise ein frühes Sample zur Verfügung gestellt, sodass wir bereits Testrunden drehen konnten:

Segway Navimow H2 Test Teaser

Ergänzt wird das Angebot durch die Terranox‑Serie, die erstmals explizit für gewerbliche Flächen bis etwa 24000 m² konzipiert ist und Flottenmanagement‑Funktionen sowie zentrale Steuerung mehrerer Mähroboter bietet. Einen vollständigen Überblick über das 2026er Segway-Lineup mit allen Varianten und Preisen haben wir hier zusammengestellt.

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Die neue N8-Serie von Anthbot.
© Anthbot

Anthbot mit Preisbrechern

Anthbot fällt vor allem mit preiswerten Modellen auf, das 2025er-Modell Anthbot Genie wird 2026 weiter verkauft, für günstige 700 Euro. Zu den neuen Modellen gehört die M5‑Serie mit den Varianten M5 (RTK‑Navigation, 749 Euro) und M5 LiDAR (769 Euro), die für kleinere Gärten gedacht sind. Parallel dazu bringt Anthbot die N8‑Serie, die als 3‑in‑1‑System Mähen, Fegen und Sammeln kombiniert. Für ein solches System ist der Preis niedrig: Der N8 kostet 1369 Euro, der N8 LiDAR 1299 Euro.

[Update Ende]

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Schickes Design: Der Dreame A1 kann sich sehen lassen.
© Dreame

Dreame A1: Beste Out-of-the-Box-Lösung

  • Preis: 2.000 Euro
  • Navigation: LiDAR
  • Stark: Auspacken und Losfahren
  • Kritikpunkte: Grenzabschnitte können nachträglich nicht geändert werden

Dreame hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Hersteller von Staubsaugerrobotern gemacht. Dass der Weg hin zum Rasenmähroboter nicht weit ist, sieht man am Konkurrenten Ecovacs. Im Gegensatz zu diesem überzeugt der Dreame A1 aufgrund seiner unkomplizierten Out-of-the-Box-Konzeption: Man muss keine Navigationssender oder GPS-Masten im Garten aufstellen, sondern packt den Roboter aus und fährt die Grenzen ab - fertig.

Der A1 navigiert mit Hilfe von LiDAR - und wie unser Test zeigt, gelingt das richtig gut. Das Gerät ist für Rasenflächen bis 2.000 m2/Tag konzipiert, also auch für größere Gärten geeignet. Die App bietet umfangreiche Einstellungen, erlaubt allerdings nicht das nachträgliche Ändern einzelner Grenzabschnitte.

Ecovacs Goat G1-800 ProduktfotoAktion Overlay
Der Goat G1-800 ist in weiß und hellgrau erhältlich. Wir haben die letztgenannte Variante getestet.
© connect

Ecovacs Goat G1-800: Preis-Leistungssieger für einfache Rasenflächen

  • Preis: 1.100 Euro
  • Navigation: UWB, Kameras
  • Stark: attraktives Preis-Leistungsverältnis
  • Kritikpunkte: Navigationsstelen müssen im Garten aufgestellt werden

Das Modell von Ecovacs überzeugt vor allem mit seinem Preis-Leistungsverhältnis, denn für 1.100 Euro bekommt man bei keinem anderen Hersteller einen Mähroboter mit so großem Funktionsumfang. Der G1-800 patrouilliert auf Wunsch auch im Garten und man kann aus der Ferne auf die Videokameras zugreifen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Test zum G1-800.

Es gibt allerdings nur ein rudimetäres Zonenmanagement (so muss die Garage innerhalb der Mähzone aufgestellt werden) und bei verschachtelten Rasenflächen reichen die zwei mitgelieferten Navigationsstelen nicht aus, sodass man für 100 Euro pro Stück nachkaufen muss. Der Preisvorteil geht dann verloren. Daher ist der G1-800 eine sehr gute Lösung für einfache Rasenflächen, wenn es komplexer wird, sollte man ein anderes Modell wählen.

Stiga A1500
Der Stiga A1500 ist für 2.999 Euro erhältlich. Dafür gibt es ein europäisches Produkt mit Server-Anbindung in Europa und kostenlosen Mobilfunk über den gesamten Lebenszeitraum des Produktes.
© Hersteller

Klein, leicht, leise: Stiga A1500 ist der Hidden Champion aus Europa

  • Preis: 2.999 Euro
  • Navigation: RTK
  • Stark: sehr kompakt und leise
  • Kritikpunkte: hoher Preis

Von Stiga kommt einer der wenigen kabellosen Mähroboter, die in Europa entwickelt und produziert werden. Allein dafür gibt es einen großen Pluspunkt, denn das bedeutet auch, dass alle Server in Europa stehen und die Daten nach europäischen Richtlinien verwaltet werden.

Positiv überrascht waren wir zudem von den kompakten Abmessungen und von der leisen Arbeitsweise: Den kleinen Mähroboter von Stiga hört und sieht man kaum, so unauffällig verrichtet er seinen Dienst. Mit ca. 9 Kilogramm wiegt der 1500er nur halb so viel wie der Luba 2 und bleibt deswegen selten irgendwo stecken, die Wahrscheinlichkeit für Rasenbeschädigungen ist niedriger als bei vielen anderen Modellen.

Die Software hat den guten Eindruck allerdings getrübt, bei unserem Test 2023 kam es häufig zu Abstürzen nicht nur der App, sondern auch des Roboters. Diese Probleme scheint Stiga aber inzwischen behoben zu haben. Bleibt noch eine weitere Hürde: Der hohe Preis. Die von uns getestete Konfiguration kostet satte 3.000 Euro. 2024 soll noch ein kompakteres Modell in den Handel kommen, für Gärten bis 500 m2. Der Stiga A500 kostet aber immer noch satte 1.700 Euro. Im Preis inbegriffen ist immerhin 4G-Connectivity im Vodafone-Netz über den gesamten Produktlebenszyklus, es ist also kein WiFi im Garten erforderlich.

Mammotion Luba 2 AWD
Der Mammotion Luba 2 AWD gehört mit seinem Allradantrieb zu den geländegängigsten Mährobotern auf dem Markt.
© Hersteller

Verwinkelt, uneben, Hanglage: Mammotion Luba 2 AWD schafft auch schweres Gelände

  • Preis: ab 2.199 Euro
  • Navigation: RTK, Kamera, Ultraschall
  • Stark: die beste Wahl für unebene Rasenflächen
  • Kritikpunkte: hoher Preis, App läuft nicht immer rund

Der Luba 2 ist das Gegenteil von Stiga: Schwer und bullig statt leicht und kompakt. Dass er trotzdem sicher auch in unebenen Gärten seine Bahnen zieht, ohne festzufahren und den Rasen aufzureißen, liegt an der geländegängigen Konfiguration: Die Räder hinten sind sehr breit und sorgen für einen sehr guten Grip, die Räder vorne sind gefedert und omnidirektional - und sie werden ebenfalls von einem Motor angetrieben. Der Luba 2 AWD ist also ein richtiger Offroader mit Allrad-Antrieb. Konsequenz: In unserem Test blieb der Mähroboter praktisch nie stecken.

Eine weitere Besonderheit sind die zwei nebeneinander angeordneten Mähteller, die für eine enorme Schnittbreite von 40 cm sorgen. Zum Vergleich: Der Ecovacs G1-800 schafft 22 cm. Gut gefallen haben uns zudem die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten in der App, von der Schnitthöhe über das Wendeverhalten (mit dem Allradantrieb kann der Luba 2 auf der Stelle wenden) lassen sich viele Details anpassen.

Es gibt auch ein umfangreiches Zonenmanagement, das kaum Wünsche offen lässt. Allerdings läuft in der App nicht alles rund: Deutsche Übersetzungsfehler sind keine große Sache, aber bei uns kam es auch zu Abstürzen beim Ändern eines Grenzabschnittes und zu sporadischen Fehlermeldungen.

Was noch fehlt: Landroid, Segways

Dieser Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Landroid-Vision-Serie von Worx haben wir bisher noch nicht betrachten können. Ebenfalls spannend ist die neue i-Serie von Segways, die gerade auf den Markt kommt. Wir haben die H-Serie getestet (H1500E mit Vision Fence), da diese aber von Segways nicht mehr verkauft wird, haben wir sie hier nicht berücksichtigt. Dabei gehört Segways zu den Pionieren in diesem Segment, mit einer ausgereiften App und einer sehr guten Produktqualität. Geplant ist, diesen Überblick entsprechend zu erweitern.