Leak zu Release-Plänen, Features und mehr

Apple setzt voll auf AR: Headset soll bis 2019 fertig sein

ARKit in iOS 11 war nur der Anfang: Laut einem aktuellen Leak will Apple bis 2019 angeblich ein eigenständiges Augmented-Reality-Headset entwickeln. Der Release des geheimen Geräts mit dem Codenamen T288 könnte dann 2020 erfolgen.

© Apple

iOS 11 führte ARKit ein. Ein Leak stellt nun den Release eines eigenständigen Apple AR-Headsets für 2020 in Aussicht.

Die nötige Technologie für hochwertige Augmented-Reality-Brillen gibt es noch nicht, sagte Apple-CEO im Oktober in einem Interview. Doch offenbar ist der iPhone-Hersteller selbst auf dem besten Weg, diese Situation zu ändern und Augmented-Reality (AR) endgültig zum Durchbruch zu verhelfen. Denn laut neuen Informationen investiert Apple derzeit massiv Ressourcen in die Entwicklung eines Augmented-Reality-Headsets.

Release im Jahr 2020 möglich

Das Ziel von Apple sei es, bis 2019 die Marktreife der Technologie zu erreichen. Dies berichtet das US-Magazin Bloomberg in Berufung auf anonyme Quellen. Sollte dies gelingen, wäre ein Marktstart bereits 2010 denkbar. Ein Team von mehreren hundert Apple-Ingenieuren soll an dem geheimen Projekt mit dem Codenamen "T288" arbeiten. 

Im Gegenteil zu Googles Daydream und Samsungs Gear VR soll die AR-Brille von Apple ein eigenständiges Headset mit integriertem Display und eigenem System-on-a-Chip (SoC) sein. Dem Leak zufolge soll darauf vergleichbar mit tvOS und watchOS ein neues Betriebssystem laufen, das ebenso auf iOS basiert. Dieses laufe aktuell noch unter dem Titel "rOS" und soll unter der Führung von Geoff Stahl entwickelt werden, der früher als Apple-Manager im Bereich Software für Games und Grafik zuständig war.

App Store für AR-Apps kommt

Noch nicht finalisiert hat Apple offenbar das Bedienkonzept für sein AR-Headset. Derzeit soll an verschiedenen möglichen Lösungen gearbeitet werden, darunter Touch-Buttons, Sprachsteuerung via Siri und Kopfbewegungen. 

Die passenden Anwendungen für das AR-Headset soll ein eigener App Store bereitstellen. Um Software zu testen sollen die Apple-Ingenieure bereits HTC Vive Brillen nutzen. In Arbeit sei zudem ein Headset, auf dem vergleichbar mit Samsungs Gear VR ein iPhone eingeschoben wird. Diese Prototypen sollen jedoch nicht in den Handel kommen, sondern nur intern zum Testen von AR-Apps zum Einsatz kommen.

ARKit als Zwischenschritt

Das mit iOS 11 veröffentlichte ARKit​ sei ein Zwischenschritt in der Entwicklung gewesen, durch den Apple einige Technologien bereits im Einsatz testen und verfeinern könnte. Für Entwickler soll ab 2018 dann eine neue Version der ARKit Software Tools zur Verfügung gestellt werden. Diese könnte unter anderem ein neues "Persistent Tracking"-Feature unterstützen, durch das sich das AR-System merken kann, wo digitale Objekte im virtuellen Raum platziert wurden - auch wenn der Nutzer seinen Blick von ihnen abwendet. 

Ob Apple sein Ziel eines Release-Termins im Jahr 2020 erreichen kann, das wird die Zukunft zeigen. Sicher ist, dass der iPhone-Hersteller sein Produkt im Zweifelsfall eher vertagen dürfte, als einen riskanten Versuch im Stile von Google Glas zu wagen. So sagte Tim Cook im Interview mit der Modezeitschrift Vogue zum Thema: "Uns ist es völlig egal, die Ersten zu sein". Vielmehr wolle man die besten Erlebnisse für die Nutzer schaffen. Alle AR-Headsets, die in nächster Zeit auf den Markt kommen könnten, wären nichts, mit dem man sich bei Apple zufrieden geben würde.

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