Abmahnung

Ärger in Russland: Apple macht Preisvorgaben für iPhones

Apple hat in Russland offenbar Preisvorgaben für seine Smartphones gemacht. Geräte vom iPhone 5 bis zum iPhone 6s sind betroffen. Dafür wurde das Unternehmen nun vom Kartellamt abgemahnt.

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iPhone-Sammlung
iPhone 7 Plus, iPhone 7, iPhone 6S, iPhone 5S, iPhone 4S: Einige dieser Smartphones wurden in Russland nach Preisvorgaben von Apple verkauft.
© Weka/Archiv

Über mehrere Jahre hinweg hat Apples Niederlassung in Russland offenbar Preisvorgaben beim Verkauf von iPhones gemacht. Das berichtet The Verge​ unter Berufung auf russische Nachrichtenquellen. Das US-amerikanische Unternehmen schritt ein, wenn Händler versuchten, den Preis für iPhones zu senken. Wann immer ein Händler sich nicht an Apples Vorgaben hielt, drohte der Konzern mit Vertragsauflösung. Daher ist Apple nun vom russischen Kartellamt abgemahnt worden. Nach Untersuchungen des russischen Bundeskartellamts gibt es zwar keine Anzeichen für Preisabsprachen bei den aktuellen iPhones 7 und 7 Plus. Doch Geräte vom iPhone 5 bis zum iPhone 6s sollen zu Preisen nach Apples Vorgaben verkauft worden sein.

Apple hat nun drei Monate Zeit, um gegen das Urteil des Kartellamts in Berufung zu gehen. Dem Unternehmen droht eine Geldsstrafe in Höhe von bis zu 15 Prozent seines Umsatzes in Russland.

Lesetipp: Bringt Apple ein Premium iPhone namens iPhone Edition?

Apple kooperiere​ mit dem Kartellamt, heißt es von offizieller Seite. Außerdem seien Mechanismen in Gang gesetzt worden, die verhindern sollen, dass eine Kartellverletzung erneut passiert.

Russland geht nicht zum ersten mal gegen Monopolisierungsversuche großer Smartphone-Firmen vor. Erst im vergangenen Jahr erhielt Google eine Abmahnung. Der Internetgigant hatte versucht, konkurrierende Smartphone-Hersteller daran zu hindern, andere Suchmaschinen als Google auf ihren Geräten zu installieren. Dieses Vorgehen wurde gestoppt, um anderen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich auf dem Markt zu etablieren.

15.3.2017 von Annegret Mehlfeld

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