Digitale Identität per Smartphone
Telekom startet Mobile.ID mit Samsung
Die Deutsche Telekom führt mit Magenta Security Mobile.ID eine mobile Sicherheitsplattform ein. Zum Start arbeitet das Unternehmen mit Samsung zusammen. Die Lösung richtet sich zunächst an Geschäftskunden in Europa und soll physische Ausweise und Smartcards ersetzen.
Die Deutsche Telekom hat gemeinsam mit Samsung die Plattform Magenta Security Mobile.ID vorgestellt. Laut Hersteller handelt es sich um eine mobile Sicherheitslösung, mit der sich digitale Identitäten auf dem Smartphone verwalten und einsetzen lassen. Anwendungsfälle reichen demnach vom Öffnen v...
Die Deutsche Telekom hat gemeinsam mit Samsung die Plattform Magenta Security Mobile.ID vorgestellt. Laut Hersteller handelt es sich um eine mobile Sicherheitslösung, mit der sich digitale Identitäten auf dem Smartphone verwalten und einsetzen lassen. Anwendungsfälle reichen demnach vom Öffnen von Türen über das Anmelden an IT-Systemen bis hin zum digitalen Signieren und Verschlüsseln von E-Mails.
Im Fall ausgewählter Samsung-Smartphones werden sensible Daten wie Schlüssel, Zertifikate oder digitale Ausweise in einem sogenannten Secure Element gespeichert. Dieser Sicherheitschip ist vom restlichen System getrennt und soll besonders gegen externe Zugriffe geschützt sein. Mit jedem hinterlegten digitalen Schlüssel könne das Smartphone weitere Funktionen im Unternehmensalltag übernehmen.
Testphase im Unternehmensumfeld
Nach Angaben der Deutschen Telekom läuft eine interne Testphase bereits. Mitarbeitende nutzen die Plattform im Arbeitsalltag, etwa um Zugang zu Gebäuden, Parkanlagen oder Rechnern zu erhalten. Auch die Authentifizierung bei digitalen Diensten sowie das Verschlüsseln von Kommunikation sollen über das Gerät möglich sein.
Ein weiteres Szenario betrifft die Verifikation von Anrufen: Kontakte könnten bei entsprechend registrierten Nutzern durch ein visuelles Kennzeichen als authentisch erkennbar sein. Grundlage dafür ist ebenfalls das im Gerät integrierte Secure Element. Die Telekom gibt an, dass sich dadurch physische Zugangskarten, Smartcards und separate Sicherheitslösungen reduzieren lassen.
Perspektive: Schutz vor Manipulation
Für die Zukunft stellt das Unternehmen zusätzliche Funktionen in Aussicht. So könnten mit der Plattform erstellte Fotos oder Videos mit einer Art digitalen Herkunftsnachweis versehen werden. Inhalte ließen sich damit eindeutig einem registrierten Gerät zuordnen und sollen nach Vorstellung der Telekom weniger anfällig für Missbrauch, etwa im Zusammenhang mit Deepfakes, sein.
Telekom-Manager betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung digitaler Vertrauensinfrastrukturen. Die Plattform soll nach Unternehmensangaben auf Datensouveränität ausgelegt sein und Schnittstellen wie Bluetooth und Nahbereichskommunikation (NFC) unterstützen.
Marktstart zunächst mit Samsung
Zum Start wird Magenta Security Mobile.ID exklusiv in Verbindung mit Samsung-Geräten angeboten. Perspektivisch sollen weitere Ökosysteme folgen. Der Fokus liegt zunächst auf dem europäischen Markt, insbesondere der DACH-Region.
Die Lösung richtet sich laut Telekom an Unternehmen jeder Größe. Da die Implementierung vergleichsweise einfach sein soll, könne die Plattform sowohl in kleinen als auch in großen Organisationen eingesetzt werden. Ziel sei es, bestehende Hardware-Lösungen für Zugang und Authentifizierung teilweise zu ersetzen.