Netzetag 2026
Telekom plant massiven Ausbau von Glasfaser und 5G
Die Deutsche Telekom will den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen weiter beschleunigen. 2026 sollen Millionen zusätzlicher Haushalte und Unternehmen Zugang zu Glasfaser erhalten, parallel wächst die 5G-Flächenversorgung.
Die Deutsche Telekom hat auf dem Netzetag 2026 ihre Pläne für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland konkretisiert. Demnach erhöht der Konzern seine Investitionen in den Glasfaserausbau in den kommenden drei Jahren um weitere 800 Millionen Euro. Insgesamt seien bis 2030 Investitione...
Die Deutsche Telekom hat auf dem Netzetag 2026 ihre Pläne für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland konkretisiert. Demnach erhöht der Konzern seine Investitionen in den Glasfaserausbau in den kommenden drei Jahren um weitere 800 Millionen Euro. Insgesamt seien bis 2030 Investitionen von rund 30 Milliarden Euro vorgesehen.
Ziel für 2026 sei es, etwa 2,5 Millionen zusätzliche Haushalte und Unternehmen mit der Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses zu erreichen. Nach Angaben des Unternehmens können derzeit rund 12,6 Millionen Haushalte Glasfaser buchen.
Aktivierte Anschlüsse als zentrale Kennzahl
Die Telekom gibt an, dass die Zahl der aktiv genutzten Glasfaseranschlüsse quartalsweise steige. Im vergangenen Jahr hätten sich rund 584.000 Haushalte und Unternehmen neu für Glasfaser entschieden. Für die kommenden Jahre wolle der Konzern diesen Zuwachs weiter erhöhen und den Fokus stärker auf die tatsächliche Nutzung der Anschlüsse legen.
Um den Glasfaseranschluss bis in die Wohnung zu bringen, setzt die Telekom nach eigenen Angaben verstärkt auf persönliche Beratung. Mitarbeitende sollen künftig bundesweit Kundinnen und Kunden direkt an der Haustür informieren. Ergänzend sollen neue Verlegemethoden wie steckbare Glasfaserverbindungen und vereinfachte Kabelsysteme den Ausbau im Gebäude beschleunigen und Kosten senken.
Netzqualität als messbarer Faktor
Im Festnetz und im Mobilfunk will die Telekom die Qualität stärker anhand definierter Kennzahlen bewerten. Dafür sollen separate Indizes eingeführt werden, die unter anderem Stabilität, Störungen, Datendurchsatz und Latenz erfassen. Diese Messwerte sollen laut Unternehmen als Grundlage dienen, um das Netzerlebnis gezielt zu verbessern.
Ausbau der Mobilfunk-Flächenversorgung
Nach Angaben der Telekom sind bereits mehr als 99 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgt, die Flächenabdeckung liege bei rund 90 Prozent. In den kommenden vier Jahren solle diese um weitere 16.000 Quadratkilometer wachsen. Parallel modernisiere der Konzern bestehende Standorte und verbessere deren Anbindung an das Festnetz.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf offenen Netzarchitekturen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Telekom betreibt nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Open-RAN-Antennen an über 1.000 Standorten. Zusätzlich unterstütze ein KI-gestützter Netzagent das Mobilfunkmanagement, indem er Lastspitzen erkenne und Anpassungen im Netzbetrieb auslöse.
Um neue Mobilfunkstandorte zu realisieren, arbeitet die Telekom verstärkt mit Städten und Gemeinden zusammen. Als Beispiel nennt das Unternehmen Kooperationen mit der Stadt München, die Flächen bereitstellt und bei Standortfragen unterstützt.