Zum Inhalt springen
Technik. Tests. Trends.
VG Wort Pixel
Mehr Zoom, mehr AI, mehr Glyph

Nothing Phone (4a) und (4a) Pro im Hands-on: Mehr als nur Glyph-Spielerei?

Mit dem Phone (4a) und (4a) Pro hat Nothing zwei neue Midranger vorgestellt. Wir konnten beide Modelle bereits in die Hand nehmen. Hier unsere ersten Eindrücke.

Autor: Yvonne Junginger • 5.3.2026 • ca. 4:45 Min

Nothing Phone 4a und 4a Pro Kameradesign
Wir haben bereits einen Blick auf das Phone (4a) und (4a) Pro werfen können.
© connect
Frag’ die KI

Nothing hat heute in London das Nothing Phone (4a) und das Nothing Phone (4a) Pro vorgestellt. Das Phone (4a) startet laut Hersteller bei 479 Euro (8 GB RAM / 128 GB Speicher), während das Phone (4a) Pro ab 579 Euro erhältlich ist. Beide Modelle sollen in mehreren Speicher- und Farbvarianten ersch...

Pro

  • Eigenständiges, weiterentwickeltes Transparent-Design mit Glyph-Bar
  • Funktionale Glyph Matrix beim Phone (4a) Pro
  • Helle AMOLED-Displays
  • Starker Periskop-Zoom in der Mittelklasse
  • Aufgeräumtes Nothing OS 4.1 mit neuen KI-Funktionen

Contra

  • Kein kabelloses Laden
  • nur 3 Jahre Funktionsupdates

Fazit

Nothing entwickelt seine (a)-Serie konsequent weiter. Das Phone (4a) bringt mit Periskop-Zoom, hellerem 1.5K-Display und großem Akku viel Technik in die obere Mittelklasse, während das (4a) Pro mit 144-Hz-Panel, stärkerem Chip und erweitertem Zoom noch einen draufsetzt. Das transparente Design mit Glyph-Konzept bleibt das klare Markenzeichen und wirkt inzwischen deutlich ausgereifter. Mit Essential AI rückt Nothing gleichzeitig die Software stärker in den Fokus. Im ersten Eindruck ergibt sich ein rundes Gesamtpaket. Alles weitere klärt sich im Labortest.

Nothing hat heute in London das Nothing Phone (4a) und das Nothing Phone (4a) Pro vorgestellt. Das Phone (4a) startet laut Hersteller bei 479 Euro (8 GB RAM / 128 GB Speicher), während das Phone (4a) Pro ab 579 Euro erhältlich ist. Beide Modelle sollen in mehreren Speicher- und Farbvarianten erscheinen und positionieren sich preislich in der oberen Mittelklasse. Wir konnten beide Modelle bereits vorab in die Hand nehmen. Hier sind unsere ersten Eindrücke.

Design: Transparenz bleibt, Details werden erwachsener

Nothing bleibt seiner transparenten Designsprache treu – entwickelt sie aber sichtbar weiter. Beim Phone (4a) sitzen drei Kameras in einem pillenförmigen Aluminium-Element weit oben auf der Rückseite. Unter dem klaren Glas sind Akku-Strukturen und Designelemente bewusst sichtbar inszeniert. Das wirkt aufgeräumter als beim Vorgänger und insgesamt etwas hochwertiger.

Die sogenannte Glyph Bar besteht aus 63 Mini-LEDs in sechs separat ansteuerbaren Zonen. Sie leuchtet mit bis zu 3.500 Nits, ist deutlich heller als bisher und sauber eingefasst. Auf den ersten Blick macht das einen sehr ausgereiften Eindruck. Benachrichtigungen, Timer, Ladeanzeige oder Live-Infos (etwa von Lieferdiensten oder Navigation) lassen sich so anzeigen, ohne aufs Display zu schauen.

Beim Phone (4a) Pro kommt die sogenannte Glyph Matrix zum Einsatz, die bereits vom Phone (3) bekannt ist. Sie fällt rund 57 Prozent größer aus und nutzt 137 Mini-LEDs mit bis zu 3.000 Nits Helligkeit. Über sogenannte Glyph Tools lassen sich darauf dauerhaft Informationen wie Uhrzeit, Timer oder Akkustand anzeigen. Zudem können über „Playground“ auch von der Community entwickelte Tools geladen werden, hier zeigt sich Nothings community-fokussierter Ansatz.

Phone 4a Pro Glyph Matrix
Das Phone (4a) Pro übernimmt eine weiterentwickelte Version der Glyph Matrix, die wir vom Phone (3) kennen.
© connect

Das Phone (4a) misst 8,55 mm in der Tiefe und wiegt 204,5 Gramm, das Pro ist mit 210 Gramm minimal schwerer. Dafür ist es mit 7,9 mm aber etwas schlanker und gilt als das bisher dünnste Smartphone der Marke. Beide liegen gut in der Hand, das Pro wirkt durch den flacheren Rahmen und die metallischen Farbvarianten noch etwas edler. Das Design kommt weniger verspielt und erwachsener daher, ohne dabei das Nothing-typische Look-and-Feel zu verlieren.

Positiv: Gorilla Glass 7i schützt die Front, die Geräte sind nach IP64 (4a) bzw. IP65 (4a Pro) vor Staub und Sprüh- beziehungsweise Strahlwasser geschützt. Laut Hersteller wurde zudem die Biegefestigkeit gegenüber dem (3a) um 34 Prozent erhöht. Insgesamt wirkt die Verarbeitung im ersten Eindruck sauber und solide.

Display: Heller und schärfer

Nothing legt bei beiden Modellen auch bei den Panels nach:

Das Phone (4a) setzt auf ein 6,78 Zoll großes LTPS-AMOLED mit 1.5K-Auflösung (1224 x 2720 Pixel, 440 ppi), adaptiven 120 Hz und bis zu 4.500 Nits Spitzenhelligkeit. Die Outdoor-Helligkeit liegt bei 1.600 Nits. Im ersten Eindruck wirkt das Panel sehr kontrastreich, mit kräftigen Farben und guten Blickwinkeln.

Das Pro geht noch einen Schritt weiter: 6,83 Zoll, 1260 x 2800 Pixel (450 ppi) und eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz. Mit bis zu 5.000 Nits Peak-Helligkeit gehört das Panel nominell zur Oberklasse. Im kurzen Test bleibt der Inhalt auch bei direkter Beleuchtung gut ablesbar, HDR-Inhalte profitieren sichtbar vom hohen Kontrast.

Nothing phone 4a Pro Front
Das Display des Phone (4a) Pro ist mit 6,83 Zoll sehr groß.
© connect

Kamera: Periskop-Zoom für die Mittelklasse

Stark ist auch wieder die Kameraausstattung:

Phone (4a)

  • 50 MP Hauptkamera (Samsung GN9, 1/1.57”, f/1.88, OIS)
  • 50 MP Periskop (Samsung JN5, 1/2.75”, f/2.88, OIS)
  • 8 MP Ultraweitwinkel (Sony IMX355, 120°)
  • 3,5x optischer Zoom, 7x verlustfrei, bis zu 70x Ultra-Zoom

Nothing verbaut hier eine Tetraprism-Periskopkonstruktion mit dualem Prisma. Laut Hersteller benötigt sie weniger Platz und Energie als klassische L-förmige Lösungen. Im Hands-on liefert der 3,5x-Zoom auf den ersten Blick bereits überzeugende Ergebnisse. Wie gut die Kamera im Labor abschneidet, wird sich zeigen.

Phone (4a) Pro

  • 50 MP Hauptkamera (Sony, 1/1.56”, OIS)
  • 50 MP Periskop (f/2.68, OIS) mit bis zu 140x Ultra-Zoom
  • 8 MP Ultraweitwinkel
  • 4K Ultra XDR Video mit 30 fps

Das Pro legt beim maximalen Zoom noch einmal nach (bis 140x). Spannend ist auch „Ultra XDR“, das gemeinsam mit Google entwickelt wurde: hier werden 13 RAW-Frames kombiniert, um Dynamikumfang und Tonwerte zu optimieren. Videos nehmen beide Modelle in 4K mit 30 fps auf, inklusive OIS/EIS-Stabilisierung.

Performance & Software: Snapdragon und Essential AI

Im Phone (4a) arbeitet der Snapdragon 7s Gen 4, im Pro der leistungsstärkere Snapdragon 7 Gen 4. Beide werden im 4-nm-Verfahren gefertigt. Das Pro setzt zudem auf schnelleren LPDDR5X-RAM. Im Alltag reagieren beide Geräte sehr flüssig. App-Wechsel, Multitasking und Animationen laufen geschmeidig. Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16 wirkt aufgeräumt und optisch eigenständig, ohne überladen zu sein.

Nothing liefert mit drei Jahren Funktionsupgrades weniger Support als etwa Samsung und Google, die auch in der Mitteklasse sechs beziehungsweise sieben Jahre Updates liefern. Zumindest verspricht Nothing aber sechs Jahre Sicherheitsupdates.

Phone 4a Pro Essential Key
Der Essential Key wandert auf die linke Seite. Drückt man darauf, wird beispielsweise ein Screenshot aufgenommen, der direkt in den Essential Space wandert.
© connect

Im Mittelpunkt steht „Essential AI“:

  • Essential Key: separater Button zum Erfassen von Screenshots, Sprachmemos oder Inhalten
  • Essential Space: zentrale Sammelstelle für Notizen, Mitschnitte, Inhalte
  • Essential Search: systemweite Suche per Wischgeste
  • Essential Voice (per Update): transkribiert und strukturiert Sprache, unterstützt mehrere Sprachen, darunter Deutsch

Der Ansatz ist klar: KI soll nicht als isolierte App auftreten, sondern systemweit helfen, Inhalte zu organisieren und produktiver zu machen. Positiv ist, dass der Essential Key nun gesondert als einziger Button auf der linken Seite des Gerätes sitzt. So drückt man nicht aus Versehen darauf, wenn man das Smartphone ausschalten oder die Lautstärke anpassen will. Das war beim Vorgänger noch anders.

Akku & Laden: Groß und schnell

Beide Modelle bieten einen 5.080-mAh-Akku. Nothing verspricht bis zu 17 Stunden Nutzung beim Phone (4a). Geladen wird mit bis zu 50 Watt. Laut Hersteller sind 50 Prozent in 22 Minuten und 100 Prozent in 64 Minuten erreichbar. Das Pro unterstützt zusätzlich 7,5 Watt Reverse Charging per Kabel. Kabelloses Laden gibt es allerdings weiterhin nicht – das dürfte für manche ein Kritikpunkt sein.

Fazit: Gelungene Weiterentwicklung

Nothing entwickelt seine (a)-Serie konsequent weiter. Das Phone (4a) bringt mit Periskop-Zoom, hellerem 1.5K-Display und großem Akku viel Technik in die obere Mittelklasse. Das (4a) Pro setzt mit 144-Hz-Panel, stärkerem Chip und erweitertem Zoom noch einen drauf.

Das moderne und transparente Design mitsamt Glyph-Konzept bleiben das klare Differenzierungsmerkmal, wirken in der vierten Generation jedoch noch einmal deutlich ausgereifter. Gleichzeitig positioniert sich Nothing mit Essential AI stärker als Software-Marke, liefert mit 3+6 Jahren aber einen kürzeren Software-Support als andere Hersteller.

Im ersten Eindruck hinterlassen beide Geräte ein stimmiges Gesamtpaket. Ob Kamera, Displayhelligkeit und Performance auch im Messlabor überzeugen können, klären wir im ausführlichen Testbericht, sobald beide Modelle unsere Labortests durchlaufen haben.

nothing-phone-3
Nothing Phone 3a (Pro)
Nothing Headphone (a)