Virtual Reality

Google will angeblich Lytro kaufen

Mithilfe von Lichtfeld-Technologie soll VR verbessert werden. Quellen berichten, Google würde deshalb für 40 Millionen US-Dollar das Start-Up Lytro erwerben wollen.

© Hersteller

Lichtfeld-Kameras können Fotos aufnehmen, die nicht bei der Aufnahme fokussiert werden, sondern später nach Bedarf per Software.​

Google versucht, die Qualität von Virtual Reality (VR) mittels Lichtfeld-Aufnahmen zu verbessern. Vorgestellt hat Google dieses Projekt über die Steam-App „Welcome to Light Fields“, welche vor einigen Tagen veröffentlicht wurde. Jedoch steht der Großkonzern noch am Anfang der Forschung. Deshalb möchte Google nun Gerüchten zufolge das Start-Up Lytro erwerben, wie TechCrunch berichtet.

Lytro arbeitet bereits seit Jahren an der Lichtfeld-Technologie, mit der sich die Ursprungsrichtung des einfallenden Lichts feststellen lässt. Darüber lassen sich Teile des Bildes nachträglich fokussieren. Übertragen auf VR würde das bedeuten, man könnte die momentan noch zweidimensionalen Bilder mit Reflexionen und Lebendigkeit aufbessern und dreidimensional erscheinen lassen. Das 2006 von Ren Ng gegründete Unternehmen verkaufte bereits zwei verschiedene Kameramodelle mit Lichtfeld-Technologie, bevor es seinen Schwerpunkt auf Virtual Reality legte. Zu den Investoren zählen Andreessen Horowitz, Foxconn, GV, Greylock, NEA, Qualcomm Ventures und viele mehr.

Für 40 Millionen US-Dollar soll die Firma jetzt angeblich von Google übernommen werden. Das liegt weit unter dem Betrag von 200 Millionen US-Dollar, welchen die zahlreichen Investoren beigesteuert haben. Der geschätzte Wert des Unternehmens lag 2017 laut den Daten-Analysten von PitchBook bei 360 Millionen US-Dollar. Einige Quellen spekulieren, Google würde mit dem Kauf nur die 59 Patente rechtlich erwerben wollen, welche von Lichtfeld-Aufnahmen und Bildtechnologie handeln.

Der Bericht von Tech Crunch beruht auf mehreren Quellen. Google und Lytro selbst haben sich zu dem möglichen Kauf öffentlich noch nicht geäußert. Auch Mails von Investoren blieben offenbar unbeantwortet. Ob der Erwerb nun tatsächlich zustande kommt bleibt also abzuwarten.

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