Defekte Akkus

Samsung startet Rückruf des Galaxy Note 7

Nach dem Verkaufsstopp folgt jetzt der Rückruf: Ab sofort können sich Besitzer des Samsung Galaxy Note 7 für einen Umtausch des Smartphones registrieren.

© Samsung

Samsung Galaxy Note 7

Anstatt in Deutschland den Verkauf des Galaxy Note 7 zu starten, verhängte Samsung am Freitag einen weltweiten Verkaufsstopp für das neue Phablet. Bereits ausgelieferte Geräte können ab sofort umgetauscht werden. Grund sind Berichte über mehrere Geräte, die beim Laden Feuer gefangen hatten. Mittlerweile hat Samsung weltweit 35 Fälle bestätigt. Eine Untersuchung habe Unstimmigkeiten bei den Akkuzellen ergeben.

In einer Stellungnahme auf Facebook schreibt Samsung, dass sie eine Analyse mit den Zulieferen durchführen, um betroffene Akkus zu identifizieren, die bereits auf dem Markt sind. Zur Sicherheit der Kunden habe man den Verkauf des Galaxy Note 7 vorübergehend gestoppt.

Für Kunden, die das Galaxy Note 7 bereits erhalten haben, hat Samsung jetzt eine Umtauschaktion gestartet. Unter der Rufnummer 06196/9340262 oder über die Support-Homepage können sich Nutzer für den Umtausch registrieren und erhalten anschließend weitere Informationen zum Ablauf. Die E-Mail an den Support sollte Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse enthalten, außerdem die IMEI oder Seriennummer des Galaxy Note 7 (über Tastenkombination *#06# zu ermitteln) und den Betreff "N7N1" haben. Der Austausch soll in den kommenden Wochen stattfinden.

Wie viele Nutzer in Deutschland betroffen sind, gibt Samsung nicht an. Immerhin kam der Verkaufsstopp am Freitag vor dem offiziellen Marktstart in Deutschland. Doch die ersten Vorbesteller könnten schon in den Tagen davor ihr Galaxy Note 7 erhalten haben. Weltweit sollen 2,5 Millionen Geräte vom Umtausch betroffen sein.

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