Rufnummernmissbrauch

Abzock-Anrufe: Das hilft gegen Ping-Calls aus dem Ausland

Wenn das nur Telefon kurz klingelt und eine Nummer mit fremder Vorwahl anzeigt, könnte es sich um einen Ping-Anruf handeln. Diese betrügerischen Anrufe aus dem Ausland können unwissende Opfer eine Menge Geld kosten. Was Sie gegen die Abzocke tun können, erfahren Sie hier.

Inhalt
  1. Abzock-Anrufe: Das hilft gegen Ping-Calls aus dem Ausland
  2. Ping-Anrufe: Mit diesen 4 Tipps schützen Sie sich
  3. Was Opfer von Ping-Anrufen tun können
Ping-Anrufe Abzocke

© chajamp - fotolia.com

Eine unbekannte Nummer aus dem Ausland klingelt an - rufe ich zurück? Achtung: Betrügerische solche Ping-Anrufe sind eine verbreitete Abzockmethode.

Die sogenannten Ping-Anrufe sind ein altbekanntes Phänomen. Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014 gelten sie als Betrugsmasche und sind verboten. Dennoch werden sie immer wieder über neue Nummern durchgeführt, die die Angerufenen verunsichern. Ruft man zurück, kann es mitunter richtig teuer werden.

Was steckt hinter den Abzock-Anrufen aus dem Ausland und wie geht man am besten damit um? In unserem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Ping-Anrufe wissen müssen.

Falle schnappt bei Rückruf zu

Alle Ping-Anrufe haben eine bestimmte Gemeinsamkeit: Das Telefon klingelt nur wenige Male, viel zu kurz um den Anruf entgegen zu nehmen. Dieses Verhalten ist beabsichtigt, denn es soll einen Rückruf provozieren. Wer neugierig ist, wer da wohl angerufen hat, greift dann eventuell selbst zum Hörer und tappt in die Falle.

Denn die Rufnummern aus dem Ausland, die oft deutschen Vorwahlen zum Verwechseln ähnlich sehen (z.B. die Vorwahl für Dortmund 0231 und die Vorwahl für Liberia 00231), verursachen bei Anrufen hohe Kosten. Die Kosten schlagen sich dann in der Telefonrechnung nieder und können teilweise bei mehreren Euro pro Minute liegen. Denn statt zum Anrufer durchgestellt zu werden, landet er bei einer teuren Bandansage, die versucht, das Opfer möglichst lange in der Leitung zu halten - etwa durch falsche Versprechen wie angebliche Gewinnspiele oder Paketzustellungen. Das Geld geht auf das Konto von Betrügern, die hinter dem Anruf stecken.

Die Abzock-Anrufe werden automatisiert von von einem Computersystem getätigt. Dieses generiert die Nummern per Zufallsprinzip und testet, ob sie existieren und aktiv genutzt werden. Alternativ wählt das System echte Nummern an, die Abzocker bei Datenhändlern eingekauft haben.

Verpflichtende Preisansage für internationale Vorwahlen ab Januar 2018

Als Reaktion auf die häufig auftretenden Ping-Anrufe hat die Bundesnetzagentur nun angeordnet, dass Mobilfunknetzbetreiber und -anbieter künftig eine kostenlose Preisansage für bestimmte Vorwahlen aus dem Ausland schalten müssen. 

Jochen Homan, Präsident der Bundesnetzagentur erklärt: "Wir schützen Mobilfunkkunfen for den Folgen telefonischer Belästigung und schieben den Ping Anrufen [sic] einen Riegel vor. Mit der von uns angeordneten Preisangabepflicht machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell der Täter wirtschaftlich unattraktiv und schaffen Transparenz für den Verbraucher."

Bis zum 15. Januar 2018 müssen diese Preisansagen spätestens umgesetzt werden. Sie sollen für folgende 22 Länder gelten: Burundi (00257); Tschad (00235); Serbien (00381); Seychellen (00248);Tunesien (00216); Elfenbeinküste (00225); Guinea (00224); Sudan (00249); Marokko (00212); Tansania (00255); Benin (00229); Mali (00223); Uganda (00256); Madagaskar (00261); Albanien (00355); Bosnien-Herzegowina (00387); Somalia (00252); Liberia (00231); Malediven (00960); Jemen (00967); Mazedonien (00389); Sierra Leone (00232); Global Mobile Satellite System (00881).

Wie Sie sich vor den Abzock-Anrufen schützen können und was Sie tun können, wenn Sie Opfer eines Ping-Calls geworden sind, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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