Alte Geräte ins Smart Home einbinden

Smarte Steckdosen mit WLAN oder Funk: 7 Produkt-Tipps

Mit einer Smarten Steckdose können Sie auch nicht-smarte Geräte steuern. Wir verraten, worauf Sie beim Kauf achten müssen und geben Produkt-Tipps.

WLAN-Steckdose

© TP-Link

Die smarte Steckdose HS110 von TP-Link lässt sich ins heimische WLAN einbinden und anschließend über die Kasa-App steuern.

In einem durchschnittlichen Haushalt tummeln sich eine Vielzahl von Elektrogeräten, die in den seltensten Fällen bereits „smart“ sind, d.h. bei denen man immer noch den Schalter bedienen muss. Das können ältere Designerleuchten sein, die sich nicht mit modernen steuerbaren Leuchtmitteln ausstatten lassen, ein elektrisches Heizgerät, ein Bügeleisen und zahlreiche weitere Produkte. Um diese smart bedienen zu können, gibt es eine einfache Lösung: einen Zwischenstecker für die Steckdose

Nicht nur Spielerei

Dass alte Geräte mittels moderner Zwischenstecker in smarte Geräte verwandelt werden, mag auf den ersten Blick wie eine Spielerei erscheinen, macht aber durchaus Sinn. Denn so lässt sich auch nach Verlassen der eigenen vier Wände noch überprüfen, ob das Bügeleisen noch läuft (dann wird per App einfach die Steckdose ausgeschaltet), der elektrische Handtuchwärmer lässt sich bereits anschalten, bevor man nach Hause kommt. Und bei den besseren Zwischensteckern ist es sogar möglich, etwas über den Stromverbrauch der darüber angeschlossenen Geräte und mögliche Stromfresser zu erfahren.

WLAN, Funk oder Gateway

Bei den smarten Zwischensteckern haben Sie die Wahl zwischen den Typen, die per WLAN und App steuerbar sind sowie zwischen denjenigen mit bestimmten Funkstandard für ein Gateway oder eine Smarthome-Steuerzentrale.

Wer bereits bei anderen Produkten auf ein Smarthome-System setzt, wird im Portfolio des Herstellers sicher auch die passende Lösung finden, die sich mit einbinden lässt. Wer Kameras, Sensoren und Rauchmelder über eine Steuerzentrale verwaltet, kann in dieser einen passenden Zwischenstecker ebenso einbinden und nutzen.

Wer dagegen erst am Smarthome-Anfang steht, für den ist eine WLAN-Lösung sicher die einfachste Möglichkeit, aufzurüsten. Denn der intelligente Zwischenstecker ist von den Anschaffungskosten her zwar noch im grünen Bereich, wenn dazu aber noch eine eigene Smarthome-Zentrale als Steuerungsbasis kommt, kann dies schnell teuer werden.

Wer sich für reine WLAN-Zwischenstecker entscheidet, ist unabhängig von anderen Systemen und kann dennoch bestimmte Geräte einfach per App, auch aus der Ferne, schalten. Sobald sich ein solcher Stecker im WLAN befindet und per App steuerbar ist, lässt er sich in der Regel auch via IFTTT einbinden und in smarte Szenen integrieren, so etwa dass wenn das Smartphone sich abends um acht ins heimische Netzwerk verbindet, der elektrische Handtuchwärmer mit Strom versorgt wird.  

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ZigBee-Steckdose
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Augenmerk auf die Leistung

Vor dem Kauf sollte man sich im Klaren sein, wie man einen smarten Zwischenstecker einsetzen möchte. Ganz entscheident ist hier die kaum beachtete Maximallast. Viele der Zwischenstecker lassen bis zu 1.000 bis 1.500 W zu. Werden an solche Steckdosen-Plugs Watt-reiche Geräte wie etwa ein Mixer, eine Mikrowelle oder ein Staubsauger angeschlossen, kann es durchaus sein, dass die Steckdose schon beim ersten Betrieb defekt ist. In diesem Einsatzfall ist es also ratsam, die Maximalleistungsangabe zu beachten. Die günstigeren Modelle bieten hier eine Leistung von 6 bis 10 A, während hochwertige Stecker mit 16 A auch für höhere Leistung geeignet sind.

Komfortable Sprachsteuerung

Ganz komfortable und smart wird die Sache, wenn der smarte Zwischenstecker mittels Sprachassistent aufs Wort gehorcht. Alexa, Siri oder Google Home machen es noch bequemer, solche Steckdosen-Plugs einzusetzen, da nicht erst die App auf dem Tablet oder Smartphone aufgerufen werden muss. Wer auf Sprachassistenten setzt, kann sich das leben hiermit nocheinmal erleichtern.

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