Was ist besser?

Systempflege & Fazit

Nicht nur aus Gründen der Sicherheit spielen Updates eine wichtige Rolle. Sie bringen oft auch neue Funktionen und machen das System schneller und stabiler.

Apple hat iOS 8 für 14 Geräte veröffentlicht, auch für das iPhone 4s, das im Oktober 2011 auf den Markt kam. Wer ein iOS-Gerät kauft, kann also sicher sein, über mehrere Jahre mit System-Updates versorgt zu werden. Der Support über einen so langen Zeitraum ist möglich, weil Apple nicht nur die Software entwickelt, sondern auch die Hardware produziert und daher beides optimal aufeinander abstimmen kann.

Bei Android ist die Situation komplizierter, weil die Gerätehersteller für die Updates verantwortlich sind. Wer ein Modell eines weniger bekannten Herstellers kauft, bekommt unter Umständen nie ein Update. Marken wie Samsung oder Sony versorgen ihre Top-Smartphones höchstens zwei Jahre lang mit frischer Software - eine Garantie gibt es aber nicht, und wenn Google eine neue Android-Version veröffentlicht, dauert es ein paar Monate, bis ein entsprechendes Update ankommt.

© Archiv/ Weka

Der iOS-Support ist top, es gibt kaum ein mobiles System,das so gut gepflegt wird (rechts). Bei Android ist die Situation diffiziler, hier ragen die Nexus-Tablets heraus, weil der Support direkt von Google kommt.

Den besten Android-Support erhalten die Geräte der Nexus-Serie, weil hier der Support über Google läuft. Die Auswahl ist allerdings nicht groß: Es gibt nur ein aktuelles Tablet (Nexus 9) beziehungsweise Smartphone (Nexus 6), ansonsten bleibt nur die ältere Nexus-Generation (Nexus 5, Nexus 7), die aber schon seit über einem Jahr im Handel ist.

Fazit

In einem Systemvergleich einen Sieger zu küren ist selten möglich. Die Frage nach dem besten Betriebssystem für Tablets und Smartphones muss an dieser Stelle offenbleiben, zu viele Facetten sind zu berücksichtigen, zu unterschiedlich sind die persönlichen Vorlieben. Man kann aber beobachten, dass sich der Antagonismus "offen versus geschlossen", der die Android-iOS-Vergleiche bisher geprägt hat, langsam auflöst, was vor allem daran liegt, dass Apple sein System stärker für Entwickler öffnet.

Nach wie vor gilt aber, dass der Nutzer unter Android mehr Freiheiten hat, die Systemoberfläche anzupassen - an erster Stelle steht hier die Möglichkeit, den Homescreen mit Widgets beliebiger Größe zu füllen. iOS ist starrer und weniger personalisierbar, macht aber in der Summe trotzdem den ausgereifteren Eindruck. Der Software-Support ist besser, das System ist sicherer, die Qualität der Apps höher. Auch die Vernetzung von Apple-Geräten, die Apple mit "Continuity" auf eine neue Stufe hebt, ist ein großer Pluspunkt, weil immer mehr Menschen Tablet und Smartphone parallel nutzen.

Wer sich für iOS entscheidet, ist allerdings an eine Handvoll iPad- und iPhone-Modelle gebunden, während Android eine deutlich größere Auswahl an Geräten ganz unterschiedlicher Preisklassen bietet. Beeindruckend ist das Tempo, mit dem Google sein System verbessert, was man auch daran erkennen kann, dass der Versionssprung von Android 4.4 auf Android 5 gewaltig ist, während iOS 8 nur wenige sichtbare Veränderungen bietet.

Die neue Oberfläche und die visuellen Richtlinien für Apps, die Google unter dem Namen "Material Design" veröffentlicht hat, sind Meilensteine, die die Android-Plattform und die App-Qualität grundlegend verändern werden. Bis es so weit ist, werden aber noch ein paar Monate vergehen - momentan ist Android 5 nur auf zwei Geräten verfügbar, dem Nexus 6 und dem Nexus 9.

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