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Testbericht

Heco Metas 500

Ausgerechnet Heco, vor langer Zeit eimal Rekordmeister im Teutonenklang, baut eine Box mit fast schon alt-englischem Voicing - die dann auch noch fabelhaft klingt.

Inhalt
  1. Heco Metas 500
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die Heco Metas ist nicht nur groß. Das sind die No-name-Chinablender vom Versender auch. Nur haben die keine 18er-Alu-Druckgusskörbe und keine individuell abgestimmten Zellulosemischungen für die beiden Bässe (Wolle/Papier für den oberen, gehärtetes Papier für den unteren). Auch keine supersoliden, geschraubten und verrundeten Reflexrohre (gleich zwei pro Box), und schon gar keine üppig bestückten 21/2-Wege-Weichen mit Hochton-Pegelanpassung. Beschriftet sind die beiden Hochton-Optionen mit "linear" und "+2dB", wobei letztere im Hörraum das neutralere, immer noch äußerst warm-sonore Ergebnis brachte. Das ist interessant. Ausgerechnet Heco, vor langer Zeit eimal Rekordmeister im Teutonenklang, baut eine Box mit fast schon alt-englischem Voicing - die dann auch noch fabelhaft klingt.

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© Foto: H.Härle

Statt Schalter bietet Heco zur Hochton-Anpassung einfach zwei unterschiedlich beschaltete Hochton-Terminals.

Einfach nur warm reicht ja nicht. Für ihren manchmal schon übermächtigen Grundton kassierte die Heco durchaus auch Kritik. Die Metas nun überzeugte mit Rock, Pop und Symphonik aber selbst jene Tester, die es lieber etwas nüchtern-trockener gehabt hätten. Weil sie solche Musiken scheinbar mühelos eine andere Größendimension gab. Das konnte der "Marsch der NVA" sein (Erich-Weinert-Ensemble, aus: "Soldaten sind vorbeimarschiert", Barbarossa/Edel) oder ein saftiges Rockbrett wie bei Cooper Temple Clause ("Make This Your Own", empfehlenswerte, limitierte Vinylausgabe, Rough Trade) - der opulente Dynamik-Maßstab schien auch mehr Platz für Kleinigkeiten, Feinheiten und klangliche Spurenelemente zu schaffen.

Heco Metas 500

HerstellerHeco
Preis760.00 €
Wertung74.0 Punkte
Testverfahren1.0

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