Ultrabook

Huawei Matebook 13 im Test

Mit dem Convertible Matebook X Pro ist den Chinesen 2018 ein großer Wurf gelungen. Nun soll das preisgünstigere Matebook 13 Huaweis Mobile-Computing-Ambitionen einem größeren Publikum nahebringen. Wie die Chancen stehen, zeigt unser Test.

Huawei Matebook 13

© Huawei

Huawei Matebook 13

EUR 1.139,40

Pro

  • kompaktes Ultrabook im eleganten Matebook-Design
  • leistungsstarke Core-i7-CPU
  • großer, schneller Datenspeicher
  • Huawei Mate Dock 2 im Lieferumfang
  • Fingerprintsensor im Power-Button
  • hochwertige Tastatur und großes, präzises Touchpad
  • sehr gleichmäßige Display- Ausleuchtung
  • einfache Kopplung mit Huawei- Smartphones über NFC

Contra

  • deutlich hörbarer Lüfter (häufig in Betrieb)
  • wenige Schnittstellen

Fazit

connect Testurteil: gut (424 von 500 Punkten)
84,0%

Europa scheint für asiatische Notebook-Hersteller kein gutes Pflaster zu sein. Nach­dem sich Samsung und Sony bereits vor Jahren aus dem hiesigen Laptop-Markt verabschiedet haben, sind inzwischen auch die mobilen PCs von Fujitsu und Toshiba aus den Regalen verschwunden. Doch es gibt Ausnahmen, und mit Huawei hat sich sogar ein Quereinsteiger etabliert – vor drei Jahren feierte Windows bei den Chinesen Premie­re. Litt das erste Matebook noch un­ter diversen Kinderkrankheiten, lie­ferte Huawei 2018 mit dem Conver­tible Matebook X Pro sein erstes Meisterstück ab. 

Deshalb wird in­zwischen nicht nur die Fachwelt hellhörig, wenn sich ein neues Mo­dell der Geräteserie ankündigt. So auch beim Matebook 13, das es seit März zu kaufen gibt. Die Verwandtschaft zum Mate­book X Pro ist auf den ersten Blick ersichtlich, auch wenn es sich bei dem Neuzugang um ein Ultrabook im klassischen „Clamshell“-Format handelt – also ohne zusätzliche Be­triebsmodi und ohne Touchscreen. 

Huawei Matebook 13

© Huawei

Huawei Matebook 13

Auch wenn es wegen des geringfü­gig kleineren Bildschirms (13 Zoll statt 13,9) etwas kompakter daher­kommt, sieht es zusammen- wie aufgeklappt fast identisch aus. Auch das Tastaturlayout, das große Touch­pad und den runden Einschaltknopf oberhalb des Keyboards, in dem sich praktischerweise der Fingerab­drucksensor verbirgt, haben die Designer eins zu eins übernommen. Lediglich die Webcam ist aus der Funktionstastenleiste an ihren ge­wohnten Platz über dem Bildschirm gewandert.

Licht und Schatten

Sieht man etwas genauer hin, merkt man, dass ein paar Hundert Euro Preisunterschied naturgemäß ihre Spuren hinterlassen. Das zeigt sich unter anderem an dem nicht ganz brillanten Display im gewohnten 3:2-Format, dem relativ lauten Lüf­ter und der eher mäßigen Akkulauf­zeit. Auch auf USB-A und Thunderbolt  3 muss man verzichten. 

Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn die Systemleistung ist auch ohne dedizierte Grafikkarte vorzüglich und die flinke SSD mit 512 GB mehr als ordentlich be­stückt. Dass das schlanke Gerät ne­ben der obligatorischen Audioklinke lediglich zwei USB-C-Slots mit­bringt, lässt sich dank des mitgelieferten Multiport-Adapters Mate Dock 2 ebenfalls verschmerzen.

Testsiegel connect gut

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Testsiegel connect gut

Datentausch durch Auflegen

Wie bei ihren Smartphones versu­chen die Chinesen auch ihren Mobil­rechnern mit innovativen Funktio­nen einen eigenen Stempel aufzu­drücken. Zu nennen ist hier vor al­lem Huawei Share 3.0: Dank der integrierten NFC-Schnittstelle lässt sich das Matebook 13 einfach durch Auflegen mit dem Smartphone kop­peln – etwa um Fotos, Videos oder den Inhalt der Zwischenablage aus­zutauschen. Einzige Voraussetzung: Das Phone arbeitet mit der hauseige­nen Oberfläche EMUI 9.0. Dank dieses Zusatz-Features schrammt das Matebook 13 in der Gesamtwertung letztlich nur ganz knapp an der Verbalnote „sehr gut“ vorbei.

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