Einsteiger-Smartphone

Huawei Y7 (2019) im Test

Sie sind jung, sie nutzen ihr Mobile intensiv und sie haben ein begrenztes Budget. Diese Käuferschichten adressiert die Neuauflage des Huawei Y7 (2019). Werden sie damit glücklich? Lesen Sie hierzu unseren Test.

© Huawei / Montage: connect

Huawei Y7 (2019) im Test - In den Farben: Coral Red, Aurora Blue und Midnight Black

Pro

  • preisgerechte, solide Verarbeitung, auffällige Farbvarianten
  • sehr gute Laufzeit von 11:40 Std.
  • helles 6,26-Zoll-LC-Display
  • Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung
  • respektable Hauptkamera mit AI-Modus und guter Bildqualität
  • Dual-SIM und Slot für SD-Karte
  • gute Funkleistungen im Labor

Contra

  • Software ist nicht mehr aktuell
  • nur erweiterte HD-Auflösung
  • kein 5-GHz-WLAN, kein NFC
  • nur Micro-USB-2.0-Anschluss
  • durchschnittliche Akustik in Senderichtung

Fazit

connect-Testurteil: befriedigend (362 von 500 Punkten)
72,4%

Es ist schon mal ein gutes Zeichen, wenn hinter dem Modellnamen eine Jahreszahl steht. Dann hat sich ein Smartphone über Gerätegenerationen am Markt etabliert. In der schnelllebigen Technikwelt darf das – gerade in unteren Preislagen – durchaus als Qualitätsmerkmal gelten.

Damit voreilige Rückschlüsse im Sinne „einmal gut, immer gut“ nicht in die Irre führen, hat connect den 2019er-Jahrgang des Y7 genauer unter die Lupe genommen. Das Design des haptisch angenehmen Kunststoffgehäuses ist unspektakulär.

Den Glamour-Faktor erhöhen auffällige Farbvarianten, die den Hochglanz-Rückseiten – zumindest in der grell-blauen Version – eine Metallic-Anmutung verleihen. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf hohem Niveau, auch wenn Huawei auf einen zertifizierten Schutz vor Nässe und Staub verzichtet.

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Überragende Laufzeit

Heavy Usern spielt der 4000-mAh-Akku in die Karten. Er hat im Praxismix überragende 11:40 Stunden durchgehalten. Nachgeladen wird per Kabel und beigelegtem 10-Watt-Netzteil.

Die 19:9-LC-Anzeige zeigt mit einer auf 15,9 Zentimeter vergrößerten Diagonale, was Sache ist. Deren Punktedichte geht mit 269 ppi noch als praxistauglich durch. Höhere Kontraste und etwas sattere Farben hätten dem „Schaufenster“ gutgetan.

Die Helligkeit überzeugte aber mit 482 cd/m2. Freigeben lässt sich das Display über einen Fingerprintsensor oder via Gesichtserkennung.

Lesetipp: Motorola Moto G7 Power und G7 Play im Vergleichstest

Mit 3 GB Arbeitsspeicher, knapp 23,5 GB freiem Flash-ROM und einem betagteren Qualcomm-Achtkern-Chip (SDM 450) erfüllt die Hardware die preisbezogenen Erwartungen. Die vorinstallierten Apps, zu denen auch ein FM-Radio zählt, starteten recht zügig und ließen sich ruckelfrei bedienen.

Die EMUI-Oberfläche (8.2) und Android Oreo (8.1) sind allerdings nicht mehr up to date. Gleiches gilt für den Micro-USB-Anschluss und die WLAN-Varianten, die nur bei 2,4 GHz funken. 

Auf der Höhe der Zeit ist der Dreifach-Slot, der neben zwei SIM-Karten auch eine SD-Karte aufnimmt.

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Solider Laborauftritt

Die Funkleistungen verdienten durchweg die Note gut. Die Akustikwerte fielen ein wenig ab. Der Dual-Kamera attestierte das Testlab sowohl in heller als auch in dunkler Umgebung eine gute Bildqualität, was ein in dieser Preisklasse mehr als respektables Ergebnis ist.

Full-HD-Videoaufnahmen fehlte es in der Praxis an Details und Schärfe. Die 8-Megapixel-Frontkamera erstellt dagegen anständige Selfies. Das Y7 (2019) wird mit einem passablen Gesamtergebnis samt exzellenter Ausdauer bei jüngeren Käuferschichten punkten.

Dennoch dürfte es einen schweren Stand haben. Da sind zum einen die Unwägbarkeiten in Bezug auf die Android-Zukunft in den Huawei-Smartphones, die Kunden aktuell verunsichern.

Dazu kommt, dass in der 200-Euro-Liga ein noch ausdauerstärkeres, moderner ausgestattetes Modell antritt: das Motorola Moto G7 Power, das allerdings etwas schwerer ist.

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