Mittelklasse-Smartphone

LG Q Stylus im Test

Das Mittelklasse-Smartphone LG Q Stylus bringt, wie der Name verrät, einen Bedienstift mit. Kann seine Funktionalität im Test überzeugen?

© LG

Das hübsch gemachte LG Q Stylus offenbart im Test leider einige Mängel und kostet dafür zu viel.

Pro

  • gefälliges Design
  • Bedienstift an Bord
  • brillantes LC-Display
  • Schutz gegen Wasser, Staub und Stöße
  • 16-MP-Kamera macht im Hellen ordentliche Bilder
  • UKW-Radio
  • USB-C-Schnittstelle
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • hoher Preis
  • empfindliches Backcover
  • knapper interner Speicher
  • geringe Ausdauer
  • geringe Displayhelligkeit

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (358 von 500 Punkten)
71,6%

LG gehört neben Samsung zu den wenigen Herstellern, die Smartphones mit Bedienstift, auch Stylus genannt, anbieten. Das jüngste Modell der Koreaner hört dann auch folgerichtig auf den Namen Q Stylus und kostet 449 Euro.

Schick, aber empfindlich

Für den ambitionierten Preis, der erfahrungsgemäß im Handel schnell sinkt, erhält der Nutzer ein modern gestyltes Smartphone mit einem 6,2-Zoll-Display im 18:9-Format samt feiner Full-HD+-Auflösung und einer richtig guten Darstellungsqualität. Dazu gesellen sich wertige Materialien wie Glas auf der Front sowie ein schicker Metallrahmen in mattem Schwarz. 

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Weniger gut gefällt uns die Rückseite des Q Stylus. Die gab im Test bei Druck nach und zeigte sich anfällig für Fingerabdrücke. Noch schlimmer: Wenn man nicht aufpasst, hat man schnell Kratzer im Kunststoff. Ein kurzer Kontakt mit einem Schlüssel genügte im Test, schon hatte sich dieser auf dem Backcover verewigt. Dafür verfügt das Q Stylus über einen zertifizierten Schutz nach IP68 und MIL-STD-810G und ist so weitgehend immun gegenüber Wasser, Staub und Stößen.

Lesetipp: wasserfeste Smartphones- Eine Übersicht

Wenig Speicher, gute Bedienung

Im Inneren rackert die Octa-Core-Plattform MT6750S von Mediatek mit 3 GB Arbeitsspeicher. Diese Kombination sorgte im Test für nur durchschnittliche Benchmarks, und auch im Alltag benötigte das Q Stylus hin und wieder etwas mehr Zeit, um Apps zu öffnen. Auch sonst zeigt sich LG eher knausrig: Nur 19 GB freier Nutzerspeicher, der sich wenigstens per Micro-SD-Karte erweitern lässt, der Verzicht auf 5-GHz-WLAN und Dual-SIM – das ist dem Preis nicht angemessen.

© LG / Screenshot: connect

Wird der Bedienstift aus dem Gehäuse gezogen, erscheint ein anpassbares Menü mit speziellen Stylus-Funktionen.

Gefallen konnte dagegen der gute Fingerprintsensor auf der Rückseite, der darüber hinaus auch noch Zusatzfunktionen für Screenshots, die Schnellanzeige und die Kamera bietet. Apropos Kamera: Das 16-Megapixel-Modell lieferte bei guten Lichtbedingungen ordentliche Bilder ab und über „Q Lens“ klappt visuelles Einkaufen bei Amazon. Auch die Stylus-Funktionen überzeugen. Zieht man den Bedienstift aus dem Gehäuse, erscheint ein eigenes Menü mit Stiftfunktionen. Auch die Texteingabe, etwa beim Verfassen von E-Mails, kann mit dem Stylus erfolgen. Wird der Stift im Sperrbetrieb herausgezogen, lassen sich auf dem schwarzen Screen Notizen erstellen.

Über die hauseigene Nutzeroberfläche, die LG über das Android-8.1-System stülpt, lässt sich das Q Stylus komfortabel bedienen. Dies rettet es aber nicht vor einem schwachen Endergebnis, denn im Labor konnte die Ausdauer von nur 5:55 Stunden nicht überzeugen.

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