Testbericht

Lua Belcanto

18.12.2007 von Redaktion connect und Lothar Brandt

Ein Röhrenverstärker mit bester Ausstattung

ca. 1:15 Min
Testbericht
  1. Lua Belcanto
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die Grundausstattung beinhaltet beim 500 Euro teureren Lua Belcanto - Nachfolger des Sonata - ein hochklassiges Board für Analog-Fans, dem Firmen-Boss Helmuth Lua einen eigenen, MuMetall-geschirmten Netztrafo spendierte. Schallplattenfreunde können MC- oder MM-Systeme anschließen. Ein kleines "Mäuseklavier" erlaubt es, die Phono-Stufe elektrisch per DIP-Schalter an die Abtaster anzupassen. Wer zudem zwei Aufzeichnungsgeräte hat, wird sich über zwei Tape-Buchsenpaare mit Hin- und Herspielmöglichkeit freuen. 

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Die freien Kabel-Verbindungen sind dem Platinen-Layout und der Platzverteilung geschuldet
© Foto: H.Härle

Messdaten

Dass ein Röhren-Verstärker nicht mit Leistung protzen würde, war klar. Doch mit AUDIO-Kennzahlen von 52  eignt er sich nur für wirkungsgradstarke Boxen, sofern hohe Pegel gefordert sind.

Hörtest

Der auf der aktuellen AUDIO-CD "pure music Vol. 5" (Bose) ohne Kompression und Schnitte gespeicherte Kopfsatz von Bruckners 5. Sinfonie verlangt Röhren und Transistoren eine Menge ab, ähnlich wie der exzellent produzierte Fusion-Jazz der Thom Rotella Band (dmp). Nur beim Maßstab der Abbildung, sprich: der erreichbaren Lautstärke, musste die Röhren erwartungsgemäß zurückstecken. Im Rahmen seiner Möglichkeiten aber konnten  der Lua eine unglaubliche Viefalt feindynamischer Nuancen entwickeln.

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Seperate Klemmen bzw. Bananenstecker-Buchsen für Vier- und Acht-Ohm-Lautsprecher
© Foto: H.Härle

Und wir sind mittendrin in der Musik - wo HiFi egal wird und Tonträger mit reichlich Fehl und Tadel in die Player wandern. Etwa wunderschöner, aber hoffnungslos überproduzierter Brit-Pop a la Coldplay. Hypervirtuoser, aber rabiat komprimierter Heavy Rock a la Dream Theater. Oder alte Mono-Aufnahmen mit Maria Callas. Im audiophilen Ausnahmezustand überzeugten die beiden Röhren-Verstärker mit den am feinsten modulierten Stimmen. "Un bel divedremo", von der Callas unnachahmlich ergreifend geklagt, ging zu Herzen. Vom Octave energischer nach vorne gerückt, vom Lua etwas abgemildert - für sich genommen faszinierende Darstellungen. Kritik entzündete sich allenfalls am leichten Zerfasern des Klanges, an minimalem Aufweichen, Andicken mit höheren Pegeln.Fazit: Gut ausgestatteter Röhrenverstärker mit warmem Klang.

Lua Belcanto

Lua Belcanto
Hersteller Lua
Preis 4500.00 €
Wertung 115.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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