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Navee N65i II im Test: Leistungsstarker Langläufer für feste Wege

Der N65i II hat im Test mit Ausdauer und konstanter Motorleistung überzeugt. Was ihn im Detail auszeichnet und wo er Schwächen hat.

Autor: Dirk Waasen • 2.4.2026 • ca. 2:45 Min

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sehr gut
NaveeN65i II
E-Scooter
April 2026
navee-aufmacher
Macht auch bergauf nicht schlapp: der Navee N65i II.
© Navee
Frag’ die KI

Der Navee N65i II, auch als „Mark II“ bezeichnet, tritt an, um als „Entry-Level Urban SUV“ die städtische Szene aufzumischen. Schon der Blick auf die Spezifikationen des immerhin knapp 600 Euro teuren Scooters ist beeindruckend: Mit einer auf dem Karton marktschreierisch ausgewiesenen Spitz...

Pro

  • sehr kräftiger Antritt mit hoher Spitzenleistung.
  • auch an Steigungen bleibt die Leistung konstant.
  • gute Reichweite, selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
  • 10,5-Zoll-Tubeless-Reifen sorgen für stabiles Fahrverhalten.
  • Dreifach-Bremssystem mit EABS
  • einstellbare Rekuperation
  • Blinkersystem links und rechts
  • helles 6-Watt-Frontlicht.
  • IPX5-Schutz gegen Spritzwasser.
  • Farbdisplay und App-Anbindung

Contra

  • hohes Gewicht, dadurch im Alltag unpraktisch
  • verschraubter Lenker, nicht schnell zusammenklappbar
  • Freischaltung ist an den registrierten Nutzer gebunden, was Nutzung im Familien- oder Freundeskreis einschränkt

Fazit

Trotz des hohen Gewichts und des kleineren Akkus ist der Navee N65i II das deutlich modernere und solidere Fahrzeug. Die gigantische Reichweite und die hervorragende Solidität rechtfertigen den höheren Preis. Es gibt keinerlei Grund, den N65i II nicht zu empfehlen, weshalb er ein klares „sehr gut“ im connect-Check erhält.

Der Navee N65i II, auch als „Mark II“ bezeichnet, tritt an, um als „Entry-Level Urban SUV“ die städtische Szene aufzumischen. Schon der Blick auf die Spezifikationen des immerhin knapp 600 Euro teuren Scooters ist beeindruckend: Mit einer auf dem Karton marktschreierisch ausgewiesenen Spitzenleistung von 1.350 Watt lässt der neue Scooter seinen Vorgänger N65i (900 Watt) formal hinter sich und mutiert augenscheinlich zu einem echten Sprinter. Diese brachiale Spitzenleistung – dauerhaft sind es laut Hersteller 500 Watt – übersetzt sich in etwa zwei PS, die auf das Eigengewicht von knapp 24 Kilo plus Fahrer treffen. Der beeindruckende „Punch“ beim Anfahren ist so heftig, dass tatsächlich etwas Scooter-Erfahrung nötig ist und man unbedarften Nutzern dringend raten muss, immer möglichst weit vorne an die Lenkstange zu treten, wenn sie nicht per unfreiwilligem Wheelie abgeworfen werden wollen.

Erstaunlich ist im direkten Vergleich jedoch die geschrumpfte Kapazität des Akkus: Statt 600 Wattstunden wie beim N65i begnügt sich der Mark II mit 477 Wattstunden. Trotzdem gibt der Hersteller aufgrund eines optimierten Energiemanagements eine deklarierte Reichweite von satten 70 Kilometern an, die im Praxistest – im urbanen Umfeld – als erreichbar erschien. Deklariert wird dieser Wert, wie üblich, im verträglichsten Modus – dem Komfort-Modus, der den Scooter auf etwa 18 km/h drosselt. Im GPS-ermittelten Sportmodus erreicht der Mark II seine Höchstgeschwindigkeit von exakt 22 km/h.

Härtetest im Weinberg

Um zu sehen, was wirklich unter dem Trittbrett steckt, haben wir den Mark II in die Weinberge geschickt, um extreme Steigungen von teils über 10 bis 15 Prozent zu bezwingen. Die Konstanz des Motors war hierbei herausragend: Während der Vorgänger N65i bei mehrfach wiederholter Bergfahrt wegen Erhitzung der Akkus die Leistung leicht zurücknehmen musste, meisterte der Mark II jede Auffahrt aufs Neue und hielt seine Geschwindigkeit von 22 km/h zuverlässig. Unter diesen extremen Testbedingungen (mit 85 kg Fahrergewicht) lag die reale Reichweite immer noch bei hervorragenden 50 bis 55 Kilometern.

Als wesentlichen Unterschied zum Vorgänger bewirbt Navee die Frontgabel-Federung. Im Test zeigte sich diese jedoch eher als Gimmick: Während sie Bodenwellen und kleine Unebenheiten wie Frostaufbrüche locker wegsteckt, stuckert sie auf Kieswegen, was sich auf den Fahrer überträgt. Kurz mal hartes Geläuf geht also gut, eine Empfehlung als Motocross-Gerät bekommt der Scooter aber nicht.

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Ist zwar auf den städtischen Raum ausgelegt, taugt aber auch für einen Ausflug aufs Land.
© connect
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Die Federgabel wurde im Unterschied zum Vorgänger verkleidet (links). Das rechte Bild zeigt die Scheibenbremse.
© connect

Straßenlage und Ausstattung top, aber schwer

Hilfreich sind allerdings die 10,5-Zoll-Tubeless-Reifen, die auf normalen Wegen für absolut stabiles Fahrverhalten und hervorragende Haftung sorgen. Ein Dreifach-Bremssystem mit EABS schafft weitere Sicherheit und einstellbare Rekuperationsstufen sorgen dafür, dass beim Bremsen oder im Gefälle Energie zurückgewonnen wird – eine sinnvolle Funktion, die nicht jeder Scooter besitzt. Zur weiteren Luxus-Ausstattung gehören eine Blinkerfunktion links und rechts am Lenker, ein automatisches 6-Watt-Frontlicht, IPX5-Wasserschutz und ein 4-Zoll-Farbdisplay.

Ein Manko ist allerdings das Handling im Alltag: Das hohe Gewicht von knapp 24 kg und der nun verschraubte Lenker (via Inbusschrauben) machen ein Rauf- und Runterhieven – etwa beim Einladen in den Kofferraum oder im öffentlichen Nahverkehr – wenig komfortabel.

App hat noch Luft nach oben

Die App-Anbindung ist dafür einfach, der Funktionsumfang aber überschaubar. Positiv sind die neuen Smart Features wie die Integration von Apple Find My und Bluetooth Auto-Unlocking. Ein Manko bleibt: Nur der registrierte Nutzer kann das Gerät über die App sperren und freischalten. Für eine sinnvolle Nutzung im Familien- oder Freundeskreis müsste dringend die Möglichkeit geschaffen werden, eine Gruppenfunktion anzulegen, da sonst jeder Langfinger den ungesperrten Scooter bewegen kann.

Online-Siegel
sehr gut
NaveeN65i II
E-Scooter
April 2026

Fazit: Klar besser als der Vorgänger

Trotz des hohen Gewichts und des kleineren Akkus ist der Navee N65i II das deutlich modernere und solidere Fahrzeug. Die gigantische Reichweite und die hervorragende Solidität rechtfertigen den höheren Preis. Es gibt keinerlei Grund, den N65i II nicht zu empfehlen, weshalb er ein klares „sehr gut“ im connect-Check erhält.