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Elektrischer Winzling mit überraschenden Tugenden

Leapmotor T03 im Test

Der kleinste Vertreter im Sortiment von Leapmotor erhält auf jeden Fall schon mal eine ganze Menge Sympathiepunkte. Und sonst so?

Autoren: Dirk Waasen und Hannes Rügheimer • 27.3.2026 • ca. 3:00 Min

Online-Siegel
überragend
LeapmotorT03
Fahrdynamik
März 2026 Zum Produkt
Leapmotor T03 im Test
Leapmotor T03 im Test
© connect / Dirk Waasen, Hannes Rügheimer
Frag’ die KI

Unser Testkandidat war der kleinste Vertreter der aktuellen Leapmotor-Modellpalette: der rein elektrisch betriebene T03. Die Maße orientieren sich am Fiat 500: Knapp über 3,60 Meter lang und rund 1,65 Meter breit sind sie beide, allerdings fällt der T03 5 Zentimeter höher aus und hat etwa 8 Zent...

Unser Testkandidat war der kleinste Vertreter der aktuellen Leapmotor-Modellpalette: der rein elektrisch betriebene T03. Die Maße orientieren sich am Fiat 500: Knapp über 3,60 Meter lang und rund 1,65 Meter breit sind sie beide, allerdings fällt der T03 5 Zentimeter höher aus und hat etwa 8 Zentimeter mehr Radstand. Übersetzt deutet das auf mehr Kopf- und mehr Beinfreiheit hin. Und tatsächlich überrascht das Auto beim Einsteigen.

Testfahrt im Leapmotor T03

Quelle: connect
Wir konnten den Leapmotor T03 im Rahmen einer Probefahrt kennenlernen. Das ist unser Ersteindruck.

Was von außen winzig erscheint, wirkt von innen ordentlich groß. Als Fahrer muss man keine Froschhaltung einnehmen, stößt nicht ans 42 Zoll (107 cm) große Panoramadach und lässt sogar noch Passagieren auf der Rücksitzbank Platz. Die können im Gegensatz zum gerade zitierten Fiat 500 sogar locker zusteigen, weil der Einstieg über eigene Türen und nicht über den Umweg der Verrenkung führt.

Außerdem sitzen alle recht bequem auf optisch schickem Gestühl. Bei umgeklappter Rücksitzlehne passt sogar noch genug für den großen Wochenendeinkauf in den Winzling. Erstaunlich, was da alles reingeht.

Leapmotor T03 im Test: Hintere Tür und Rückbank
Leapmotor T03 im Test: Hintere Tür und Rückbank
© connect / Dirk Waasen, Hannes Rügheimer

Kleiner Preis, viel Gegenwert

Nicht nur angesichts der aktuellen Elektroprämie ist der T03 auch preislich attraktiv. Bei 18900 Euro geht’s los und bei 19500 Euro hört es schon auf, denn außer Sonderfarben steht nichts in der Aufpreisliste. Wo nichts konfiguriert werden muss, freut sich die Produktion. Schlanke Herstellungsprozesse stehen auch hier für geringere Kosten.

Also bietet das kleine Auto nichts an Luxus? Von wegen: Klimaanlage, beheizbare Außenspiegel, Rückfahrkamera mit Parksensoren, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Multifunktionslenkrad, die Kombination aus 8-Zoll-Fahrer- und 10,1-Zoll-Infotainmentdisplay, DAB-Radio, Online-Navigation und Sprachsteuerung gibt’s serienmäßig – um nur die wichtigsten Features zu nennen.

Leapmotor T03 im Test: Kofferraum
Leapmotor T03 im Test: Kofferraum
© connect / Dirk Waasen, Hannes Rügheimer

Angetrieben wird der Kleine von einem kurzzeitig 70 kW starken Elektromotor. Die Dauerleistung liegt bei 38 kW, weshalb Leapmotor das Tempo auf Autobahnrichtgeschwindigkeit 130 km/h begrenzt. Da hat der Motor allerdings noch genug Reserven, um auch auf langen Autobahnsteigungen nicht zu kapitulieren. In der Stadt, bis Tempo 100 und auch darüber hinaus wirkte der kleine Flitzer alles andere als lethargisch. Leapmotor nennt durchaus glaubhafte 5 Sekunden für den Sprint auf 50 km/h und 12,7 Sekunden auf 100 km/h. Statt Messung muss hier ein Kommentar genügen: „Fährt sich erstaunlich flott und agil, der kleine Flitzer”.

Die 37,3 kWh Batteriekapazität stehen laut WLTP für bis zu 390 Kilometer in der Stadt und 265 Kilometer im Mischbetrieb. Für eine belastbare Aussage war die Testzeit zu kurz, aber ein Bereich von 200 bis 300 Kilometer Reichweite scheint im Mittel durchaus realistisch. Geladen wird der Leapmotor über einen Stecker hinter einer kleinen Klappe an der Frontseite. Eine perfekte Lösung für alle Arten von Ladestation.

Wechselstromladen unterstützt der T03 bis 6,6 kW, was an einem öffentlichen AC-Lader rund 6 Stunden bis zur Vollladung der Batterie bedeutet. Schnellladen kann der Stadtflitzer bis zu 45 kW, was für einen Citycruiser noch ok ist. Bei leerer Batterie sollte aber eine Stunde Ladezeit eingeplant werden. Großzügig fällt die Batteriegarantie aus, die sich über 8 Jahre oder 160000 Kilometer erstreckt und dabei noch 80% Restkapazität einschließt.

Leapmotor T03 im Test: Zentraldisplay
Leapmotor T03 im Test: Zentraldisplay
© connect / Dirk Waasen, Hannes Rügheimer

Kein Geld für Tasten oder Schalter lautet wie bei den meisten Smartphone-Fahrzeugen auch beim T03 die Devise. Nahezu alles wird übers Zentraldisplay geregelt - inklusive der Betätigung der elektrischen Abdunkelung fürs Sonnendach. Stört das? Uns nicht, weil wir nicht ständig den Spiegel verstellen, nur weil wir einen Schalter dafür haben. Und wenn Scheibenwischer und Licht im Automatikmodus gut funktionieren, dann gilt das Gleiche.

So wirkt der preisgünstige Wagen im Praxistest innen vielem viel erwachsener als er von außen aussieht. Da klappert nichts wie bei Kleinwagen vergangener Tage, er hüpft nicht über Gullideckel, ist nicht laut und allein von innen betrachtet würde man nicht auf Ultramini tippen. Die Elektronik legt ihre schützende Hand über zu viel Übermut am Lenkrad und bringt den Kleinen auch bei extremen Fahrmanövern wieder auf Spur.

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Fazit

Für Stadt und Überland ist der T03 uneingeschränkt zu empfehlen, den Wochenendausflug über die Autobahn macht er auch mit – und jeder, der sich in das kleine Auto setzt, wird überrascht sein, wie groß es dann doch ist.

Details: Leapmotor T03

Merkmal Wert
HerstellerLeapmotor
ModellT03
Infoshttps://www.leapmotor.net/de/t03
Grundpreis (Euro)18.900 Euro
Leistung kW (PS)70 kW (95 PS)
Drehmoment (Nm)158 Nm
Höchstgeschwindigkeit (km/h)130 km/h
AntriebElektro, Vorderrad
Beschleunigung 0-100 km/h (s)12,7 s
Batteriekapazität (kWh)37,3 kWh
max. Ladeleistung DC/AC (kW)45 kW / 6,6 kW
Reichweite WLTP (km)265 km
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