Xpeng P7+ im ersten Test: Starkes Technikpaket zum guten Preis
Xpeng bringt mit dem P7+ seine E-Limousine nach Europa. Es gibt 800-Volt-Technik, moderne Assistenzsysteme und 75-kWh-Akkus zum günstigen Preis.
Mit dem Xpeng P7+ erweitert der chinesische Hersteller sein Portfolio um eine elektrische Fastback-Limousine für den europäischen Markt. Wir waren auf einer Fahrveranstaltung in Barcelona vor Ort und konnten uns bereits hinter das Lenkrad des P7+ setzen. Im ersten Test teilen wir unseren Eindruck ...
Mit dem Xpeng P7+ erweitert der chinesische Hersteller sein Portfolio um eine elektrische Fastback-Limousine für den europäischen Markt. Wir waren auf einer Fahrveranstaltung in Barcelona vor Ort und konnten uns bereits hinter das Lenkrad des P7+ setzen. Im ersten Test teilen wir unseren Eindruck von den Fahreigenschaften, der Ladeleistung und den Assistenzsystemen.
Markteinführung und Positionierung
Xpeng bringt den P7+ in drei verschiedenen Versionen auf den europäischen Markt. Der Einstiegspreis liegt bei 46.600 Euro, die Auslieferungen sollen im April 2026 beginnen.
Xpeng P7+: Preise und technische Daten im Überblick
| Kategorie | Xpeng P7+ RWD Standard Range | Xpeng P7+ RWD Long Range | Xpeng P7+ AWD Performance |
|---|---|---|---|
| Preis | 46.600 Euro | 49.600 Euro | 53.600 Euro |
| Leistung | 245 PS | 313 PS | 503 PS |
| Drehmoment | 450 Nm | 450 Nm | 670 Nm |
| Reichweite WLTP komb. (km) | 455 km | 530 km | 500 km |
| Energieverbrauch WLTP komb. (kWh/100km) | 15,2 kWh | 16,4 kWh | 17,4 kWh |
| 5C DC-Schnellladeleistung (kW) | 350 kW | 446 kW | 446 kW |
Xpeng P7+ mit gutem Platzangebot und geräuschgedämpftem Innenraum
Der Xpeng P7+ misst üppige 5,07 Meter in der Länge und hat einen Radstand von drei Metern. Damit bietet die Limousine ein sehr großzügiges Raumgefühl beim Platznehmen. Sowohl vorn als auch im Fond steht viel Bein- und Kopffreiheit zur Verfügung. Stark ist auch der große Kofferraum, der 573 Liter fasst und sich durch Umklappen der Rückbank noch einmal deutlich auf 1.931 Liter erweitern lässt. Das ist mehr als bei VWs ID7-Limousine (532/1.586 Liter).
Die Sitze zeigen sich im Test übrigens sehr bequem, auch auf längeren Strecken. Was man normalerweise eher in der Oberklasse erwartet, spendiert Xpeng den Insassen des P7+ ab der Long-Range-Version standardmäßig: Vier Sitze samt Sitzheizung, Belüftung und Massagefunktion sorgen dafür, dass man gar nicht wieder aussteigen möchte. Im Fond gibt es zudem ein separates Display zur Sitz- und Musiksteuerung. Die Verarbeitung des Innenraums und die verwendeten Materialien machen dabei im ersten Test einen sehr soliden Eindruck und wirken stimmig.
Besonderes Augenmerk hat Xpeng auf die Schallreduzierung gelegt. So verfügt der P7+ über viele Hohlraumbarrieren, schallabsorbierende Elemente und eine aktive Geräuschunterdrückung. Wir haben die Fahrten als sehr ruhig empfunden.
Überragende Ausstattung
Xpeng lässt bei der Ausstattung des P7+ nichts anbrennen: Ein großer 15,6-Zoll-Touchscreen liefert Informationen und ermöglicht die Steuerung zentraler Funktionen. Hinter dem Lenkrad findet sich zudem noch ein 8,8-Zoll-Kombiinstrument. Abgerundet wird alles mit einem Head-up-Display, das fahrrelevante Informationen ins Sichtfeld projiziert.
Im Alltag zeigt sich die Bedienung für technisch affine Nutzer weitgehend intuitiv, allerdings werden viele Funktionen ausschließlich über Menüs gesteuert. Das ist Geschmackssache. Smartphones lassen sich per Apple CarPlay und Android Auto einbinden. Die Geräte werden zudem induktiv geladen.
Umfangreiche Assistenzsysteme
Das Fahrzeug verfügt über eine Vielzahl an Assistenzsystemen, darunter Spurhalte- sowie Wechsel-, Notbrems- und Parkassistenten und eine Verkehrszeichenerkennung. Insgesamt sind laut Hersteller 14 Systeme serienmäßig an Bord.
Im Test fiel der Spurhalteassistent noch durch seine Überempfindlichkeit auf. Hier soll aber bis zum Serienstart noch nachgebessert werden, was dank Over-the-Air-Updates möglich ist, die neue Funktionen und Optimierungen ins Fahrzeug bringen.
Antrieb und Fahrleistung im ersten Eindruck
Auf der ersten Testfahrt rund um Barcelona konnten wir in der Long-Range-Version mit Heckantrieb und 230 kW (313 PS) Platz nehmen. Der Antrieb liefert im Alltag eine souveräne Leistungsentfaltung und sorgt für zügige Beschleunigung. Laut Hersteller sind bis zu 530 Kilometer Reichweite nach WLTP möglich.
Im gemischten Fahrbetrieb aus Stadt, Landstraße und Autobahn lag der Verbrauch bei unserer Testrunde bei rund 15 kWh pro 100 Kilometer. Daraus ergibt sich eine praxisnahe Reichweite zwischen etwa 350 und 500 Kilometern, abhängig vom Einsatzprofil.
Adaptives Fahrwerk und Fahrkomfort
Das Fahrwerk gehört zu den auffälligsten Eigenschaften im ersten Test. Die Kombination aus Doppelquerlenker-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse wird durch ein adaptives Dämpfungssystem ergänzt, das sich laut Hersteller innerhalb von Millisekunden anpasst.
Im Fahrbetrieb zeigt sich ein sehr ausgewogenes Verhältnis aus Komfort und Stabilität. Unebenheiten werden effektiv gefiltert, gleichzeitig bleibt das Fahrzeug auch bei höheren Geschwindigkeiten sehr gut kontrollierbar. Unser Fahreindruck fällt damit sehr positiv aus.
Rasante Ladeleistung
Wie viele moderne E-Autos basiert auch der Xpeng P7+ auf einer 800-Volt-Architektur und unterstützt laut Hersteller Ladeleistungen von bis zu 446 kW, je nach Version. Das ist erstaunlich viel, wenn man bedenkt, dass aktuelle deutsche Fahrzeuge mit 800-Volt-System wie der CLA EQ oder der BWM iX3 bis zu 350 respektive 400 kW ziehen können.
Xpeng gibt für die Long-Range-Version eine Ladezeit von 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent an. Im Test haben wir innerhalb von knapp zehn Minuten rund 35 kWh nachgeladen. Das entspricht in der Praxis einer schnellen Nachladung für längere Strecken. Die Long-Range-Version verfügt dabei über eine Batterie mit rund 75 kWh Kapazität.
Gesamteindruck und erstes Fazit
In der Summe positioniert sich der Xpeng P7+ als technisch umfangreich ausgestattete Elektrolimousine mit Fokus auf Komfort, Reichweite und Ladegeschwindigkeit. In Kombination mit dem vergleichsweise günstigen Preis für die gehobene Ausstattung wird das P7+ eine starke Konkurrenz gegenüber den deutschen Modellen.
