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800-Volt-Technik, großer Akku für unter 50.000 Euro

Xpeng P7+ im ersten Test: Starkes Technikpaket zum guten Preis

Xpeng bringt mit dem P7+ seine E-Limousine nach Europa. Es gibt 800-Volt-Technik, moderne Assistenzsysteme und 75-kWh-Akkus zum günstigen Preis.

Autor: Dirk Waasen • 1.4.2026 • ca. 3:15 Min

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Wir konnten den Xpeng P7+ in Barcelona bereits Probe fahren und waren von der Fahrdynamik und Ausstattung beeindruckt.
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Mit dem Xpeng P7+ erweitert der chinesische Hersteller sein Portfolio um eine elektrische Fastback-Limousine für den europäischen Markt. Wir waren auf einer Fahrveranstaltung in Barcelona vor Ort und konnten uns bereits hinter das Lenkrad des P7+ setzen. Im ersten Test teilen wir unseren Eindruck ...

Pro

  • Sehr schnelles Laden dank 800-Volt-Technik
  • Gute Fahrdynamik mit ausgewogenem Komfort
  • Hochwertiger Innenraum mit viel Platz
  • Sehr umfangreiche Serienausstattung
  • Attraktiver Einstiegspreis
  • Gute Reichweite
  • Großer Kofferraum und hohe Alltagstauglichkeit

Contra

  • Bedienung stark über Touchscreen-Menüs (nicht jedermanns Sache)
  • Spurhalteassistent aktuell etwas zu empfindlich

Fazit

In der Summe positioniert sich der Xpeng P7+ als technisch umfangreich ausgestattete Elektrolimousine mit Fokus auf Komfort, Reichweite und Ladegeschwindigkeit. In Kombination mit dem vergleichsweise günstigen Preis für die gehobene Ausstattung wird das P7+ eine starke Konkurrenz gegenüber den deutschen Modellen.

Mit dem Xpeng P7+ erweitert der chinesische Hersteller sein Portfolio um eine elektrische Fastback-Limousine für den europäischen Markt. Wir waren auf einer Fahrveranstaltung in Barcelona vor Ort und konnten uns bereits hinter das Lenkrad des P7+ setzen. Im ersten Test teilen wir unseren Eindruck von den Fahreigenschaften, der Ladeleistung und den Assistenzsystemen.

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Xpeng bietet im P7+ 14 verschiedene Assistenzsysteme.
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Markteinführung und Positionierung

Xpeng bringt den P7+ in drei verschiedenen Versionen auf den europäischen Markt. Der Einstiegspreis liegt bei 46.600 Euro, die Auslieferungen sollen im April 2026 beginnen.

Xpeng P7+: Preise und technische Daten im Überblick

Kategorie Xpeng P7+ RWD Standard Range Xpeng P7+ RWD Long Range Xpeng P7+ AWD Performance
Preis46.600 Euro49.600 Euro53.600 Euro
Leistung245 PS313 PS503 PS
Drehmoment450 Nm450 Nm670 Nm
Reichweite WLTP komb. (km)455 km530 km500 km
Energieverbrauch WLTP komb. (kWh/100km)15,2 kWh16,4 kWh17,4 kWh
5C DC-Schnellladeleistung (kW)350 kW446 kW446 kW
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Der Fond bietet viel Beinfreiheit.
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Xpeng P7+ mit gutem Platzangebot und geräuschgedämpftem Innenraum

Der Xpeng P7+ misst üppige 5,07 Meter in der Länge und hat einen Radstand von drei Metern. Damit bietet die Limousine ein sehr großzügiges Raumgefühl beim Platznehmen. Sowohl vorn als auch im Fond steht viel Bein- und Kopffreiheit zur Verfügung. Stark ist auch der große Kofferraum, der 573 Liter fasst und sich durch Umklappen der Rückbank noch einmal deutlich auf 1.931 Liter erweitern lässt. Das ist mehr als bei VWs ID7-Limousine (532/1.586 Liter).

Die Sitze zeigen sich im Test übrigens sehr bequem, auch auf längeren Strecken. Was man normalerweise eher in der Oberklasse erwartet, spendiert Xpeng den Insassen des P7+ ab der Long-Range-Version standardmäßig: Vier Sitze samt Sitzheizung, Belüftung und Massagefunktion sorgen dafür, dass man gar nicht wieder aussteigen möchte. Im Fond gibt es zudem ein separates Display zur Sitz- und Musiksteuerung. Die Verarbeitung des Innenraums und die verwendeten Materialien machen dabei im ersten Test einen sehr soliden Eindruck und wirken stimmig.

Besonderes Augenmerk hat Xpeng auf die Schallreduzierung gelegt. So verfügt der P7+ über viele Hohlraumbarrieren, schallabsorbierende Elemente und eine aktive Geräuschunterdrückung. Wir haben die Fahrten als sehr ruhig empfunden.

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Das Infotainment läuft auf einem großen 15,6-Zoll-Touchscreen.
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Überragende Ausstattung

Xpeng lässt bei der Ausstattung des P7+ nichts anbrennen: Ein großer 15,6-Zoll-Touchscreen liefert Informationen und ermöglicht die Steuerung zentraler Funktionen. Hinter dem Lenkrad findet sich zudem noch ein 8,8-Zoll-Kombiinstrument. Abgerundet wird alles mit einem Head-up-Display, das fahrrelevante Informationen ins Sichtfeld projiziert.

Im Alltag zeigt sich die Bedienung für technisch affine Nutzer weitgehend intuitiv, allerdings werden viele Funktionen ausschließlich über Menüs gesteuert. Das ist Geschmackssache. Smartphones lassen sich per Apple CarPlay und Android Auto einbinden. Die Geräte werden zudem induktiv geladen.

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Auch im Fond gibt es ein Display zur Medien- und Sitzsteuerung.
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Umfangreiche Assistenzsysteme

Das Fahrzeug verfügt über eine Vielzahl an Assistenzsystemen, darunter Spurhalte- sowie Wechsel-, Notbrems- und Parkassistenten und eine Verkehrszeichenerkennung. Insgesamt sind laut Hersteller 14 Systeme serienmäßig an Bord.

Im Test fiel der Spurhalteassistent noch durch seine Überempfindlichkeit auf. Hier soll aber bis zum Serienstart noch nachgebessert werden, was dank Over-the-Air-Updates möglich ist, die neue Funktionen und Optimierungen ins Fahrzeug bringen.

Antrieb und Fahrleistung im ersten Eindruck

Auf der ersten Testfahrt rund um Barcelona konnten wir in der Long-Range-Version mit Heckantrieb und 230 kW (313 PS) Platz nehmen. Der Antrieb liefert im Alltag eine souveräne Leistungsentfaltung und sorgt für zügige Beschleunigung. Laut Hersteller sind bis zu 530 Kilometer Reichweite nach WLTP möglich.

Im gemischten Fahrbetrieb aus Stadt, Landstraße und Autobahn lag der Verbrauch bei unserer Testrunde bei rund 15 kWh pro 100 Kilometer. Daraus ergibt sich eine praxisnahe Reichweite zwischen etwa 350 und 500 Kilometern, abhängig vom Einsatzprofil.

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Der Kofferraum ist mit 573 Litern riesig und lässt sich durch Umklappen der Rückbank noch einmal deutlich auf 1.931 Liter erweitern.
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Adaptives Fahrwerk und Fahrkomfort

Das Fahrwerk gehört zu den auffälligsten Eigenschaften im ersten Test. Die Kombination aus Doppelquerlenker-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse wird durch ein adaptives Dämpfungssystem ergänzt, das sich laut Hersteller innerhalb von Millisekunden anpasst.

Im Fahrbetrieb zeigt sich ein sehr ausgewogenes Verhältnis aus Komfort und Stabilität. Unebenheiten werden effektiv gefiltert, gleichzeitig bleibt das Fahrzeug auch bei höheren Geschwindigkeiten sehr gut kontrollierbar. Unser Fahreindruck fällt damit sehr positiv aus.

Rasante Ladeleistung

Wie viele moderne E-Autos basiert auch der Xpeng P7+ auf einer 800-Volt-Architektur und unterstützt laut Hersteller Ladeleistungen von bis zu 446 kW, je nach Version. Das ist erstaunlich viel, wenn man bedenkt, dass aktuelle deutsche Fahrzeuge mit 800-Volt-System wie der CLA EQ oder der BWM iX3 bis zu 350 respektive 400 kW ziehen können.

Xpeng gibt für die Long-Range-Version eine Ladezeit von 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent an. Im Test haben wir innerhalb von knapp zehn Minuten rund 35 kWh nachgeladen. Das entspricht in der Praxis einer schnellen Nachladung für längere Strecken. Die Long-Range-Version verfügt dabei über eine Batterie mit rund 75 kWh Kapazität.

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In der Spitze zog der Xpeng P7+ 315 kW beim Laden, was für sich schon eine Hausnummer ist. Maximal sollen 446 kW drin sein.
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Gesamteindruck und erstes Fazit

In der Summe positioniert sich der Xpeng P7+ als technisch umfangreich ausgestattete Elektrolimousine mit Fokus auf Komfort, Reichweite und Ladegeschwindigkeit. In Kombination mit dem vergleichsweise günstigen Preis für die gehobene Ausstattung wird das P7+ eine starke Konkurrenz gegenüber den deutschen Modellen.