Testbericht

Nokia 6080

Das elegante Einsteigerhandy 6080 leistet sich kaum Schwächen und überzeugt mit einem runden Gesamtpaket zum fairen Preis. Der Lohn dafür: Das connect-Urteil "gut" für das Preibrecher-Modell.

Inhalt
  1. Nokia 6080
  2. Datenblatt

© Archiv

Nokia 6080

© Archiv

Nokia 6080: Ein langer Druck auf die Lautstärketasten startet die Sprachanwahl.

Das Nokia 6080 ist ein preiswertes Handy im klassischen Riegel-Design. Mit seiner schicken Front in Hochglanzschwarz versprüht es fast schon einen Hauch von Luxus. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man das Telefon in die Hand nimmt, denn auch die Anfassqualität kann überzeugen. Für die zu klein geratene Tastatur gilt das leider weniger. Dafür kann der Käufer hier unter drei Varianten in Schwarz, Silber und Gold wählen. Das Gehäuse bleibt aber in jedem Fall schwarz.

Ausstattung ohne Schnickschnack

Das Display wirkt mit einer Auflösung von nur 128 x 160 Pixel etwas grob. Auch die Helligkeit könnte besser sein. Das Serie-40-Menü präsentiert sich dafür trotz vieler Einträge auf der obersten Ebene sehr übersichtlich. Bei der Darstellung kann man zwischen einer Listen- und einer Rasteransicht wählen. Etwas ärgerlich: Das 6080 gönnt sich nach jedem Tastendruck eine kleine Denkpause, was auf Dauer die Geduld strapaziert.

Die übrige Ausstattung stimmt versöhnlich. Zwar fehlt Bluetooth, dafür hat Nokia eine Infrarot-Schnittstelle integriert. EDGE sorgt für eine schnelle Datenverbindung auch ohne UMTS, ein XHTML-Browser stellt die mobilen Internetinhalte dar. Ein Adresspeicher mit bis zu 500 Einträgen kann sich in dieser Preisklasse ebenfalls sehen lassen.

© Peter Fenyvesi

Umfangreiche Organizerfunktionen: Kalender und Aufgabenliste des 6080

Komfortfunktionen wie ein Freisprecher, eine gut funktionierende Sprachsteuerung, editierbare Situationsprofile, ein Filter für Anrufergruppen und eine Diktierfunktion sind ebenfalls an Bord. Kleine Helfer wie ein Taschenrechner und eine Organizerfunktion komplettieren das Ausstattungsprogramm.

Für Fotoaufnahmen steht nur eine Kamera mit 640 x 450 Pixel (VGA-Auflösung) zur Verfügung. Wie bei allen VGA-Modellen reicht deren Qualität maximal zur Ergänzung des Adressbuchs. Dafür beherrscht das Nokia 6080 den Videomodus. Als Spaßbringer müssen zwei Java-Spiele und das Radio mit dem mitgelieferten Stereo-Headset reichen. Ein MP3-Player fehlt.

Marathonqualitäten im Labor

Im Messlabor konnte das Nokia 6080 auf breiter Front überzeugen: Mit einer hervorragenden Standby-Zeit von über 23 Tagen im D- und 21 Tagen im E-Netz gehört es zu den besonders ausdauernden Handys. Auch die maximale Gesprächszeit von sechs Stunden im E-Netz kann sich  sehen lassen. Nicht ganz so optimal fällt das Ergebnis für die Sende- und Empfangsqualität im D-Netz aus. Hier und bei der Akustik könnte Nokia die ansonsten recht gute Laborvorstellung optimieren. Unterm Strich reichte es trotzdem zu einem souveränen Testsieg. Eine solch starke Performance, wie sie das 6080 bei connect an den Tag legte, hätten die Tester einem Handy dieser Preisklasse kaum zugetraut.

Nokia 6080

Nokia 6080
Hersteller Nokia
Preis 109.00 €
Wertung 372.0 Punkte
Testverfahren 0.9

Mehr zum Thema

Testbericht

71,8%
Das Lumia 720 ergänzt die inzwischen fünf Geräte umfassende Lumia-Palette im Mittelfeld und stellt dabei sogar ein…
Testbericht

76,2%
Nokias neues Superphone: Das Lumia 1020 kommt in knalligen Farben, mit extravagantem Design und überzeugt im Test mit…
Testbericht

71,0%
Das Nokia Lumia 625 ist mit guten 404 Punkten im Test und einer Preisempfehlung von 299 Euro wahrlich nicht teuer…
Testbericht

Das günstige 5-Zoll-Smartphone Nokia XL zeigte sich bei der Vorstellung auf dem MWC hervorragend verarbeitet. Die Sofware-Plattform konnte dagegen…
Testbericht

72,6%
Ein Nokia Lumia, das vom Start weg nur 159 Euro kostet, ist schon eine kleine Sensation. Stimmt die Qualität des neuen…