Testbericht

Nokia 6500 Classic

Mit dem 6500 Classic hat Nokia einen eleganten Eyecatcher im Programm, der gut ausgestattet, aber etwas schwach auf der Brust ist.

Inhalt
  1. Nokia 6500 Classic
  2. Datenblatt

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Nokia 6500 Classic
Kaum ein anderes Gerät aus dem Nokia-Portfolio wurde in den letzten Wochen so gespannt erwartet wie das 6500 Classic. Kein Wunder, schließlich ist das flache UMTS-Modell eines der elegantesten Handys, die je aus Finnland zu uns herübergeschwappt sind, und hat das Zeug, den Ur-RAZR von Motorola in Sachen Hippness-Faktor zu beerben.

Verarbeitung vom Feinsten

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Die silbernen Stege der Zifferntastatur sind leicht erhöht und lassen sich ausgesprochen gut bedienen.

Schon die erste Kontaktaufnahme mit dem 10 Millimeter flachen und 389 Euro teuren Schätzchen ließ die Augen des Testers leuchten: Das 6500 Classic liegt mit seinen abgerundeten Seitenwangen und einem Gewicht von satten 95 Gramm nicht nur perfekt in der Hand, sondern begeistert zudem mit seinem fein verarbeiteten Aluminium-Gehäuse. Das attraktive Tastaturfeld mit den eindeutigen Druckpunkten steht dem in nichts nach und passt perfekt in das elegante Gesamtbild. Anders die Akkuabdeckung auf der Rückseite: Die ist aus billig wirkendem Plastik gefertigt. Auch zeigt das Display mangels Abbdeckung schon bei der kleinsten Berührung unschöne Farbmoires, die zwar nach kurzer Zeit wieder verschwinden, aber dennoch ärgerlich sind -  auch das ist eine Parallele zu Motorolas RAZR. Dafür entschädigt die Anzeige mit einer feinen Auflösung von 240 x 320 Pixeln und einer knackscharfen Darstellung.

Einfache Bedienung, Lücken in der Ausstattung

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Auf Wunsch schneidet die Diktierfunktion des 6500 Classic auch Telefonate mit.

Die Bedienung gelingt dank der tausendfach bewährten Serie-40-Oberfläche ohne große Probleme. Hier ist alles genau an dem Platz zu finden, an dem es der Nutzer vermutet. Zudem reagiert das 6500 Classic auf Eingaben zügig, sodass man bequem durch die Menüpunkte zappen kann, ohne vom Handy ständig ausgebremst zu  werden. Als Quadband-und UMTS-Gerät funkt das 6500 Classic in allen Netzen der westlichen Welt. Allerdings verzichtet Nokia auf den Datenturbo HSDPA; auch Videotelefonie ist nicht möglich. Beim Blick auf die Ausstattungsliste sind weitere Lücken zu entdecken. So fehlt beim 6500 Classic das sonst übliche UKW-Radio, und auch einen Wechselspeicherslot sucht der Kunde vergebens. Immerhin hat der Flachmann mit seinem knapp 1 GB großen internen Speicher üppige Reserven. Den kabelgebundenen Kontakt zur Außenwelt übernimmt eine Micro-USB-Buchse. Ein passendes Stereo-Headset sowie ein Datenkabel wird ebenso mitgeliefert wie die Software zum Datenabgleich mit Outlook. Auch einen E-Mail-Client samt praktischem Installations-Assistenten sowie einen HTML-Browser und den Kurzstreckenfunk Bluetooth hat das schicke Nokia an Bord. Der Musicplayer und die 2-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht und Videofunktion übernehmen zusammen mit kurzweiligen Spielen wie Backgammon und Sudoku den Unterhaltungspart.

Schwache Ausdauer kostet Punkte

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Neben Sudoku bringt das Nokia auch das bekannte Brettspiel Backgammon mit.

Während sich das Nokia in Sachen Handhabung und Ausstattung von seiner guten Seite präsentiert, musste es im Labor Federn lassen. Lediglich die Betriebszeit mit eingeschaltetem Display liegt auf hohem Niveau. Enttäuschend fällt dagegen das Ergebnis für die übrigen Ausdauermessungen aus: So bleibt das 6500 Classic nur knappe acht Tage ohne Ladestopp auf Empfang. Auch kein Ruhmesblatt ist der Blick auf die Sende- und Empfangsqualität, denn hier erreicht das Nokia sowohl im GSM- als auch im UMTS-Betrieb nur durchschnittliche Ergebnisse. Gleiches gilt für die Akustik. Schade, denn ohne diese Schwächen wäre der Einzug in den 400-Punkte-Club ohne Weiteres möglich gewesen. Dennoch ist das 6500 Classic unterm Strich ein gutes Handy, das in mit Steckkdosen und Mobilfunkbasisstationen gut versorgten Gebieten einen stilvollen Kommunikationspartner abgibt.

Nokia 6500 Classic

Nokia 6500 Classic
Hersteller Nokia
Preis 389.00 €
Wertung 382.0 Punkte
Testverfahren 0.9

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