Testbericht

Nokia CK-300

Auf den ersten Blick ist der neueste Bluetooth-Freisprech-Streich von Nokia spartanisch ausgefallen. Zwar sieht der kleine Fernbedienungssatellit CK-300 (154 Euro) mit seinem dezenten Chic gut aus, doch vermisst der User ein Display. Die fünf Tasten leuchten in Weiß, Grün und Rot; die Kabel und die Elektronik-Blackbox der Festeinbau-Anlage verschwinden hinterm Armaturenbrett.

Inhalt
  1. Nokia CK-300
  2. Datenblatt

© Archiv

Testbericht Nokia CK-300

Pro

  • clevere Handy-Software CarMenu
  • per Drehregler durchscrollen
  • Bluetooth-A2DP-Profil
  • gute Verständlichkeit

Contra

  • DSP reagiert teilweiße hektisch
75,4%

Auch ihre inneren Werte reißen niemanden wirklich vom Hocker. Obwohl die Freisprechanlage die Basis-Features mitbringt, sucht man Extras wie eine Sprachsteuerung oder eben ein Display vergebens. Selbst die Sprachanwahl wird nur unterstützt, wenn das gekoppelte Handy dieses Talent beherrscht. Als einziges Special fällt die Unterstützung für das Bluetooth-A2DP-Profil auf. Damit kann ein kompatibles Handy Musik in Stereo über die CK-300 an den Line-In der Auto-HiFi-Anlage funken.

CarMenu bringt Glanz

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn Nokias clevere Handy-Software CarMenu ins Spiel kommt - dann nämlich wächst das Festeinbau-Car-Kit geradezu über sich hinaus. CarMenu bringt kompatible Nokia-Bluetooth-Handys dazu, beim Koppelvorgang automatisch auf ihre Freisprech-Oberfläche umzuschalten. Große Car-Kit-spezifische Buttons in ringförmiger Anordnung tanzen bei einer Bewegung des CK-300-Drehreglers auf dem Handydisplay im Kreis und lassen sich bequem via Druck auf denselben anwählen.

Aber auch abgesehen von der spielerischen Bedienbarkeit liefert das CarMenu eine clevere Verschmelzung zwischen Freisprech-Kit und Handy. Was liegt näher, als das sowieso schon vorhandene Handydisplay als Screen für das Car-Kit zu nutzen? Voraussetzung dafür ist eine feste Verankerung des Handys im Blickfeld des Fahrers. Telefonbucheinträge lassen sich dann in großen Lettern auch während der Fahrt ablesen und problemlos per Drehregler durchscrollen. Das klappt dank Bluetooth-A2DP-Profil des CK-300 auch mit allen Musikstücken im Handyspeicher.

Ruft jemand an, wird die Lieblingsmusik automatisch stumm geschaltet. Vor diesem Hintergrund ist es verschmerzbar, dass die CK-300 erst einmal sehr puristisch daherkommt - schließlich bügelt die kluge Handy-Software die eine oder andere Falte der Enttäuschung im Gesicht des Users wieder glatt. Allerdings kann auch dieses absolut clevere Bedienkonzept das Fehlen einer umfangreichen Sprachsteuerung nicht ganz wett machen. Selbst das große, helle N95-Display, gepaart mit der tollen CarMenu-Darstellung, zwingt den Blick weg von der Straße - anders als eine Sprachsteuerung.

Gute Verständlichkeit

Die akustische Performance der CK-300 ist auch ohne CarMenu sehr gut. Insbesondere bei moderatem Tempo bringt sie den Gesprächspartner im Auto sehr gut verständlich zu Gehör. Allerdings unterschlägt die Nokia bei männlichen Anrufern Stimmvolumen, so dass diese etwas dünn klingen. Bei höherem Autobahntempo, wenn die Nebengeräusche im Auto zunehmen, reagiert die digitale Signalverarbeitung (DSP) der Nokia etwas hektisch und lässt die Stimmer des Anrufers gepresst klingen. Im Festnetz dagegen kommt die Stimme des Fahrers immer angenehm und gut verständlich an, auch bei hohem Tempo.

Nokia CK-300

Nokia CK-300
Hersteller Nokia
Preis 154.00 €
Wertung 377.0 Punkte
Testverfahren 1.0

Mehr zum Thema

Testbericht

Nokia ist der unbestrittene Altmeister in Sachen SIM-Access-Car-Kits. Das Nokia 616 überzeugt mit durchdachter Bedienung, beherrscht aber nur…
Testbericht

71,6%
Die Nokia HF-6W kommt ohne externes Mikro aus, soll aber trotzdem gut klingen. Als Extra ist  ein Ladekabel für die…
Testbericht

86,6%
Die Bluetooth-Erweiterung Bury AD 9060 ist eine interessante Upgrade-Möglichkeit des Uni Systems 8 UNI CarTalk und des…
Testbericht

78,6%
Die innovative Freisprech-Disk von Nokia überzeugt mit Flexibilität und exzellenter Sprachqualität.
Testbericht

76,0%
Eine ausgefallene Lösung: Die 149 Euro teure Seecode wird einfach ins Lenkrad geklemmt.