Thomson 50QG6C14 im Check: Günstig und schick
Der Thomson 50QG6C14 bietet auf 50 Zoll 4K, Dolby Vision, HDR10 und Support für Dolby Atmos. Der Preis: angenehm niedrig. Wie viel Abstriche gibt's? Der Check!
Der Thomson 50QG6C14 ist ein 50 Zoll großer Fernseher mit QLED-Panel und einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln (UHD 4K) bei 60Hz. Die Quantum-Dot-Technologie soll für eine gleichmäßige Helligkeit, hohe Farbgenauigkeit und einen erweiterten Farbraum sorgen. Unterstützt wird dies durc...
Der Thomson 50QG6C14 ist ein 50 Zoll großer Fernseher mit QLED-Panel und einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln (UHD 4K) bei 60Hz. Die Quantum-Dot-Technologie soll für eine gleichmäßige Helligkeit, hohe Farbgenauigkeit und einen erweiterten Farbraum sorgen. Unterstützt wird dies durch die HDR-Standards Dolby Vision und HDR10. Die Tonwiedergabe erfolgt über zwei integrierte Frontlautsprecher mit einer Gesamtleistung von 20 Watt. Unterstützt wird auch Dolby Atmos.
Als Betriebssystem kommt Google TV zum Einsatz, das den Zugriff auf eine Vielzahl von Streaming-Diensten sowie eine individualisierbare Benutzeroberfläche ermöglicht. Sprachsteuerung über den integrierten Google Assistant ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit, Inhalte über Chromecast built-in vom Smartphone oder Tablet auf den Fernseher zu übertragen. Die Fernbedienung verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung, was die Bedienung bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert.
In puncto Ausstattung bietet der Thomson-TV einen Triple-Tuner für DVB-T2, DVB-C und DVB-S2, vier HDMI-Anschlüsse (darunter eARC), Bluetooth, WLAN sowie einen zentralen Standfuß mit Drehfunktion. Letzterer erlaubt eine Rotation des Bildschirms um bis zu 30 Grad und kann so die Ausrichtung im Raum erleichtern.
Das Auspacken und Aufstellen lässt sich schnell mit einer Person erledigen. Der Standfuß wirkt sehr stabil und wird mit 6+3 Schrauben fixiert. Beim Abziehen der Folien auf dem Display und dem schön anmutenden Stoffbezug muss man allerdings vorsichtig sein.
Hinter dem Stoff befinden sich links und rechts die Lautsprecher. Einen separaten Tieftöner gibt es nicht. In der Preisklasse - den Thomson 50QG6C14 gibt es aktuell ab 360 Euro - enttäuschen diese ohnehin häufiger als einem lieb ist. Stattdessen spendiert Thomson den Treibern ein bisschen mehr Volumen, als sie vollumfänglich flache und günstige Geräte oft haben. Das Ergebnis ist ein Ton, mit dem TV und Sport gut bedient sind. Für Musik und Heimkinomaterial sollten Sie die umfassenden Verbindungsmöglichkeiten für Soundbar, Surround-Anlage und Co. nutzen.
Der TV richtet sich mit seinen Eckdaten an Fernsehnutzer. Ansprüche für modernes Gaming werden nicht erfüllt. Natürlich werden eingehende Signale aber dennoch unterstützt, sofern es mit UHD und 60Hz eben möglich ist. Features wie VRR und ALLM sind nicht drin. Wer abseits von Senderwechsel auf der Oberfläche unterwegs ist, freut sich dazu über ein Bedientempo, das noch erträglich ist - und nicht wie in der Preisklasse üblich langsam und träge.
Werden Bildenthusiasten glücklich?
Die Bildvoreinstellungen reichen neben Eco-Modus von Standard und Film über Dynamisch, Spiel und Sport bis zu Sanft und (nochmal) Lebendig.
Wir haben alle Modi gemessen und können jeweils festhalten: Blau wird sehr gut getroffen. Rot und Grün sind - egal in welcher Einstellung - übersättigt; das Gamma dazu meistens zu hoch. Unterschiede machen wir bei den Modi nur in den Messungen der Zwischenfarben, der Farbtemperatur und der Helligkeit aus.
Die Modi Lebendig, Dynamisch, Sport und Sanft liefern mit jeweils rund 10.000 Kelvin ein sehr kühles Bild, das dazu mit starkem Rot und Grün sehr bunt wirkt. Sport liefert ein recht warmes Bild, während der Filmmodus mit etwa 6700 Kelvin dem Optimum für ein natürliches Bild (6500K) sehr nahe kommt.
Kritik gibt es an der Helligkeit. Die wird im Spielmodus maximal mit 222 Candela gemessen. Lebendig, Dynamisch und Film sind untypischerweise gleich hell. Dazu kommt, dass sich Lebendig und Dynamisch praktisch nicht unterscheiden. Bei Sanft wird es abgesehen vom Eco-Modus am Dunkelsten.
* Wir nutzen im Labor die Farbmesssoftware Calman Ultimate von Portrait Displays, siehe www.portrait.com
In der Praxis heißt das: Bei hellem Tageslicht oder gar direkter Sonneneinstrahlung könnte der TV-Genuss eingeschränkt werden. Dabei hilft auch das subjektiv wahrgenommene, recht starke Reflexionsverhalten nicht. Wer den TV aber nicht im tageslichtdurchfluteten Wohnzimmer aufstellen muss, wird klarkommen.
Während sich Farben kalibrieren lassen, erlaubt die niedrige Helligkeit nicht die erforderlichen Werte für eine gute HDR-Darstellung. Auf die haben wir folglich beim Testen verzichtet. Der Kontrast in SDR ist mit jeweils etwa 4000:1 in den Messungen aber ordentlich.
Fazit
Für den Marktpreis von ab 360 Euro bekommt man einen Fernseher auf erwartbarem Niveau. Konnektivität, Fernsehton und ein noch akzeptables Bedientempo stechen hervor und lassen so manche Konkurrenzprodukte in der Preisklasse alt aussehen.