Testbericht

Nokia X3-02 Touch and Type im Praxistest

Touch and Type nennt Nokia das Bedienkonzept, bei dem einfache Handys mit einem Touchscreen ausgestattet werden. Das Nokia X3-02 ist eines der ersten Touch-and-Type-Modelle.

© Nokia

Nokia X3-02 Touch and Type

Es wird über einen Touchscreen bedient, lediglich die Eingabe von Daten, etwa das Eintippen einer Telefonnummer oder einer Textnachricht, erfolgt wie bei Handys üblich über die mechanische Tastatur unter dem Display.

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Große Tasten, etwas ungewohnt angeordnet.

Die Vorteile sind offensichtlich: Wer bislang nur Handys genutzt hat, kann weiter wie gewohnt telefonieren oder SMS verschicken und doch von den Vorteilen eines Touchscreens profitieren. Statt Menüpunkte mühsam per Navigationstaste anzusteuern und auszuwählen, genügt ein direkter Druck auf den gewünschten Eintrag. Das Prinzip ist so einfach und einleuchtend, dass man sich wundert, warum niemand früher darauf kam:

Nokia hat hierfür die S40-Benutzeroberfläche, die seit Jahren auf Nokias Mittelklasse-Handys läuft, Touchscreen-fähig gemacht: Zwei Schaltflächen am unteren Displayrand ersetzen die sonst üblichen Softkeys, sämtliche Listen sind so groß gestaltet, dass sie sicher und bequem per Finger bedient werden können.

Wer je ein Nokia-Handy in Händen hatte, wird mit dem Nokia X3-02 problemlos zurechtkommen. Auch hier lässt sich der Startbildschirm den eigenen Wünschen entsprechend mit Direktzugriffen auf wichtige Funktionen oder Kontakte versehen.

Platz für Display und Tastatur

Dass die Fünf-Wege-Taste und die Softkeys fehlen, hat einen weiteren Vorteil: Für Display und Tastatur bleibt mehr Platz. Die Tasten sind allerdings etwas ungewohnt angeordnet, die untere Zeile hat Nokia rechts als vierte Spalte untergebracht.

Das verlangt Gewöhnung, dafür fallen die Drücker des Nokia X3-02 Touch and Type aus mattem Kunststoff groß aus. Auch das Display mit einer Diagonalen von 2,4 Zoll ist für ein Handy großzügig bemessen, wobei etwas mehr Fläche angesichts der Touchscreen- Bedienung nötig ist.

Das Display reagiert nicht auf Berührung, sondern auf sanften Druck. Die Steuerung klappt zuverlässig, wenn auch nicht ganz so elegant wie bei einem guten Smartphone und auch nicht immer blitzschnell. Was stört, ist die dünne Display-Abdeckung: Schon bei geringem Druck zeigen sich unschöne Schatten auf der Anzeige - wenn man schon einen resistiven Touchscreen einsetzt, hätte man hier auf bessere Qualität achten sollen.

© connect

In Nokias Software-Shop Ovi Store finden sich passende Java-Apps.

WLAN, Facebook und ein kleiner App-Store

Davon abgesehen macht das zehn Millimeter dünne Nokia X3-02 Touch and Type, dessen Akkudeckel aus Metall gefertigt ist, einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Auch spendiert Nokia dem X3- 02 eine ansehnliche Ausstattung inklusive HSPA und WLAN für schnellen Datenempfang.

Von dem profitieren der Browser und der einfache E-Mail-Client, über den Ovi Store kann man zudem Java- Anwendungen aufs Handy laden, einfache Anwendungen oder Spiele teilweise kostenlos. Auch ein Client für den Zugriff auf Facebook und Twitter ist vorhanden, der durchaus brauchbar ist.

Wer allerdings Internetdienste intensiv nutzen will, sollte doch besser zu einem echten Smartphone greifen. Zur Unterhaltung gibt's einen Musicplayer sowie ein UKW-Radio. Der 5-Megapixel-Kamera fehlen Autofokus und Fotolicht, auf einen GPS-Empfänger zur Lokalisierung und Navigation muss der Käufer verzichten.

Fazit

Das Bedienkonzept Touch and Type überzeugt aufgrund der einfachen Bedienung und der genannten Vorteile. Doch trotz Touchscreen und WLAN: Das Nokia X3-02 Touch and Type eignet sich vor allem zum Telefonieren und zum SMS-Versand. Den vollständigen Test mit allen Ergebnisse der Klang-, Empfangs- und Ausdauermessungen finden Sie in der connect-Ausgabe 2/2011 (ab 7. Januar am Kiosk).

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Kleines Handy, große Tasten, großes Display: Das Nokia X3-02 erfüllt dank neuem Bedienkonzept alle diese Anforderungen.

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