Starkes Set von Saturn/Media Markt

Peaq PSB 400 im Test: Soundbar mit Subwoofer für 229 Euro

Wer besseren Klang zum TV-Bild will, kann mit einer Soundbar aufrüsten. Dass gute Qualität nicht teuer sein muss, zeigt unser Test der Peaq PSB 400.

© Saturn/Media Markt

Solide Soundbasis: die Peaq PSB 400 inklusive Subwoofer.

Pro

  • top Verarbeitung
  • leicht verständliche Menüführung
  • unkomplizierter Anschluss
  • ausgewogener, angenehmer Klang
  • separate Verstärker für Soundbar und Woofer
  • vielfältige Anschlüsse (USB, Aux-In, HDMI (2x In inklusive ARC, 1 x out), Coaxial, Optical)
  • drahtloser Subwoofer
  • Dolby Atmos
  • Soundsettings (Stimme, Musik, Film, Sport)
  • Statusanzeige über LEDs im Frontgitter

Contra

  • irreführende Leistungsangabe
  • Subwoofer foliert, weniger hochwertig als Soundbar

Fazit

Für günstige 229 Euro bekommt der Käufer hier ein unkompliziertes Set, das mit ausgewogenem Klang, satten Bässen und einfacher Bedienung überzeugt. Im Test verdient sich die Peaq PSB 400 einen Preistipp.

Mit Peaq haben Media Markt und Saturn eine Eigenmarke im Programm, die für gute Qualität zum günstigen Preis stehen soll. Mit der Soundbar PSB 400, die inklusive drahtlos verbundenem Subwoofer gerade mal 229 Euro kostet, soll der Beweis erbracht werden, dass die gesteckten Ziele auch erreicht werden. Also schauen und hören wir mal genauer hin.

Auffällig ist zunächst die Verpackung, deren Form so schwer zu beschreiben ist, dass wir lieber ein Bild anhängen (siehe unten). Offensichtlich hat das Peaq-Team einen Kartonfalttechniker mit höchstem Origami-Dan aus Japan engagiert. Nach mehrfachem Klappen-Flappen-Falten kommt zunächst der Subwoofer zum Vorschein, im Kopfteil findet sich die knapp einen Meter lange Soundbar.

Erstaunlich gute Verarbeitung

Verblüffend, da wir den Preispunkt vorher kannten, ist die Verarbeitungsqualität des Sets. Das Produkt sieht überhaupt nicht nach günstiger Soundbar aus und darf mit seinem schicken Dolby-Atmos-Logo ganz selbstbewusst unter hochwertigen Fernsehern stehen.

© WMP

Kartonkunst: die Verpackung der Peaq PSB 400.

Da sich das Lesen von Gebrauchsanweisungen antiproportional zum Dienstalter der Redakteure verhält, haben wir diese erst mal beiseitegelegt. Wozu sollten wir sie auch brauchen? Schließlich befinden sich rechts an der Soundbar vier Taster für Ein/Aus, Laut, Leise und die Quellenwahl. Rückwärtig warten drei HDMI-Anschlüsse sowie AUX, Optisch, Coaxial und USB. Das sollte doch klappen.

Kinderleichte Inbetriebnahme

Tut es auch: Stecker in die Steckdose, HDMI-Kabel zum Fernseher und schon kann’s losgehen. Fast. Denn da wäre ja noch der Subwoofer. Der hat ein Stromkabel, also suchen wir eine Steckdose. Kontakt zur Soundbar nimmt er per Funk auf. Aber wo ist der übliche Pairingknopf, den ich sonst beliebige Sekunden drücken muss, bis eine schwer erkennbare LED auf Grün umschaltet? Kurzer Check, da ist er: Direkt neben dem Stromstecker. Und siehe da, der Woofer verbindet sich ohne jedes Gezeter mit der Soundbar. Eine Stimme aus dem Off verkündet „paired“. Das gibt Sonderpunkte für Benutzerfreundlichkeit und Applaus für den Produktmanager.

Woofer mit eigener Endstufe

Machen wir gleich weiter mit Beifall, den sich der Woofer für die aufwendige und kostenintensive eigene Endstufe verdient. Seine Abmessungen von 24 x 24 x 42 Zentimeter dokumentieren das ebenso wie die Gewichtsklasse von über 6 Kilo. Da steckt Technik drin, keine heiße Luft.

Die Soundbar selbst teilt Peaq in die drei Zonen links, rechts und Center auf, was sie zur 3.1-Soundbar adelt. Die Fernbedienung gestalten die Produktentwickler extrem übersichtlich und selbsterklärend. So soll’s sein. Nicht sein müssen die im Kern irrelevanten Wattangaben: 240 Watt Gesamtleistung liest sich auf dem Papier zwar gut, hat aber nichts mit der Realität zu tun, zumal als Leistungsaufnahme je 30 Watt für Bar und Woofer genannt werden. Damit wäre endlich das Perpetuum mobile erfunden: 60 Watt reinstecken und 240 Watt rausholen, Peaq löst alle Energieprobleme. Leider nicht, wir vermuten einfach die Addition aller theoretisch möglichen Impulsleistungen.

© WMP

Lässt keine Frage offen: Die Fernbedienung punktet mit klar beschrifteten Tasten.

Guter Klang auch bei hohem Pegel

Aber auch egal, weil am Ende nur zwei Fragen zählen: Klingt das Set gut und wie laut ist es? Die Antworten: Es klingt gut, wenn der Woofer in der Ecke steht und erstaunlich gut, wenn der Woofer näher an der Soundbar weilt. Der Grund dafür ist in der relativ hohen Trennfrequenz zu finden: Der Woofer bildet noch vergleichsweise hohe Töne ab, um die Soundbar bestmöglich zu unterstützen und so angemessene Lautstärken zu realisieren. Und die Ausbeute reicht garantiert, um dem verschlafensten Nachbarn neues Leben einzuhauchen. Dabei klingt das Set gefällig, unaufdringlich, warm sowie konturiert im Bass und verkneift sich durch eine vorgeschaltete Elektronik Verzerrungen bei hohen Pegeln.

Schön im Kontext nächtlicher Filmsessions: Auch bei geringer Lautstärke behält die Peaq Kontur und Durchzeichnung. Randnotiz: Die Aktivierung von Dolby Atmos auf einem Samsung-Smartphone verlieh dem Klang noch mehr Fülle. Eine wandnahe Positionierung oder gar die Wandmontage über die mitgelieferten Halterungen wären weitere Tuningtipps.

© WMP

Fazit: Preis-Leistung stimmt

Am Ende verdient das Set mit seinem durchdachten Konzept, dem ausgewogenen, nie stressigen Klang und der vor allem bei der Soundbar sehr guten Verarbeitung Respekt. Für den aufgerufenen Preis macht man hier nichts falsch. Die Peaq PSB 400 ist für 229 Euro bei Media Markt und bei Saturn erhältlich.

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