Dual-50-MP-Kamera, Mikroskop und Leistung satt

GT 2 Pro im ersten Test: Realme gibt Gas

28.2.2022 von Lennart Holtkemper

Realme har das GT 2 Pro für Deutschland angekündigt. Ab 750 Euro erhält man ein Flaggschiff, das kaum Wünsche offen lässt.

ca. 3:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Realme-GT-2-ProAktion Overlay
Realme hat mit dem GT 2 Pro sein stärkste Smartphone auch für Deutschland angekündigt. Das Top-Gerät bietet nebst aktuellem Chip auch eine gute Kameraausstattung, schnelles Laden und ein feines Display.
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Nachdem Realme das GT 2 Pro bereits im Januar in China vorgestellt hat, ist nun auf dem MWC 2022 in Barcelona der weltweite Launch an der Reihe. Das GT 2 Pro ist das stärkste Smartphone im Portfolio von Realme und ganz klar in der Oberklasse zu Hause. Für den Preis gilt das ebenfalls, denn der ist ab 750 Euro ungewohnt teuer für Realme. Doch: die Ausstattung stimmt, denn Realme verbaut fast alles, was man sich von einem Top-Phone wünscht.

Wir haben das GT 2 Pro im ersten Test unter die Lupe genommen und dabei eine eindeutige Familienzugehörigkeit zu Oppo und Oneplus entdeckt.

Realme GT 2 Pro im Unboxing + erster Eindruck

Quelle: connect
Wir haben das Realme GT 2 Pro im Video für Euch ausgepackt und geben einen ersten Eindruck vom Gerät.
Realme-GT-2-Pro-Struktur
Die Rückseite besteht aus einem Bio-Polymer, der eine feine Riffelung aufweist.
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GT 2 Pro mit nachhaltigem Gehäuse

Neue Wege beschreitet Realme in Sachen Gehäusedesign. Für einen Preis ab 750 Euro würde man eigentlich eine Glasrückseite erwarten. Doch beim GT 2 Pro nennt sich die Rückseite „Paperlike Back“ und ist stattdessen aus einem Bio-Polymer gefertigt, das den CO2-Abdruck reduzieren soll. Durch die geriffelte Struktur und den matten Kunststoff liegt das GT 2 Pro besonders griffig in der Hand und hat eine interessante Haptik. Der Rahmen besteht aus Metall, ist oben und unten plan geschliffen und in Gehäusefarbe gehalten. Alle Tasten am Gehäuse haben einen knackigen, wertigen Druckpunkt.

Dafür, dass Realme ins GT 2 Pro einen Akku mit 5000 mAh pflanzt, ist das Smartphone vergleichsweise dünn und handlich. Sein Gewicht ist mit 191 Gramm nicht übermäßig hoch, was sicher auch an dem Kunststoff liegt. Geladen wird das GT 2 Pro standesgemäß sehr fix: Im Lieferumfang findet sich ein Netzteil mit 65 Watt – leider mit USB-A-Anschluss. Verzichten muss man auch auf kabelloses Laden, das eigentlich zur Oberklasse gehört. Schutz vor den Elementen Staub und Wasser ist ebenfalls nicht vorhanden.

Realme-GT-2-Pro-150-Grad
Mehr geht nicht: Das Ultraweitwinkel unterstützt einen 150-Grad-Modus, mit dem noch einmal mehr aufs Bild geht. Dann jedoch mit Verzerrungen an den Rändern.
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Dual-50-MP-Kamera mit ultraweitem Blickwinkel und Mikroskop-Aufnahmen

In der Kameraeinheit auf der Rückseite finden sich drei Linsen und zwei LED-Lichter. Für die Hauptkamera und das Ultraweitwinkelobjektiv verbaut Realme zwei 50-Megapixel-Sensoren. Hinzu kommt eine Mikroskop-Kamera mit bis zu 40-facher Vergrößerung, die wir erstmals im Oppo Find X3 Pro zu Gesicht bekommen haben. Besonders ist auch das ultraweite Blickfeld von 150 Grad beim Ultraweitwinkel, mit dem man noch deutlich mehr aufs Foto bekommt als mit ähnlichen Optiken.

Realme-GT-2-Pro-Kamera
Realme verbaut beim GT 2 Pro eine 50-MP-Haupt- und Ultraweitwinkelkamera sowie eine Mikroskopoptik mit bis zu 40facher Vergrößerung.
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Die Mikroskop-Kamera bildet kleinste Details ab, die selbst mit dem bloßen Auge schwer zu erkennen sind. Dafür hält man die Linse knapp über das zu fotografierende Objekt, das sich im Idealfall nicht bewegen sollte. Selbst kleinste Bewegungen lassen das Bild nämlich unscharf werden. Im Grunde ist das Feature ein Gimmick, verblüfft aber trotzdem mit ungewohnten Einsichten.

Bei den beiden Hauptkameras erhält man in der höchsten Auflösung Bilder mit gutem Detailgehalt. Ausleuchtung ist aber ein Schlüsselbegriff, denn bei weniger Licht geraten feine Strukturen schnell matschig.

Realme-GT-2-Pro-Mikroskop
Mit der Mikroskopkamera werden selbst feinste Strukturen ersichtlich. Wenn auch nicht in der besten Qualität.
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120-Hz-OLED mit feiner Auflösung und aktueller High-End-Chip

Beim Display werden Erinnerungen an Oneplus wach: Die feine Auflösung von 1.440 x 3.216 Pixeln ist identisch mit der des Oneplus 9 Pro. Hier ist der Screen allerdings plan. 120 Hz und LTPO der zweiten Generation sind mit an Bord. Das bedeutet, das Realme GT 2 Pro regelt die Displaywiederholrate automatisch je nach Inhalt in Stufen zwischen 1 und 120 Hz, was Energie spart. Die Helligkeit des Displays macht einen guten Eindruck, die Ablesbarkeit ist auch bei Sonne noch gut. Unter dem Screen sitzt ein optischer Fingerabdruckscanner zum Entsperren, was sehr fix funktioniert.

Im Inneren verbaut Realme im GT 2 Pro Qualcomms aktuellen Top-Chipsatz, den Snapdragon 8 Gen 1, mit 6 oder 8 GB RAM. Mit ihm hat man ordentlich Power in der Hand, die höchsten Ansprüchen bei grafikintensiven Games genügt. Auch das System bedient sich flüssig. Hier setzt Realme auf aktuelles Android 12 mit der Nutzeroberfläche Realme UI 3, die stark an Oppos Color OS erinnert.

Vernetzungsseitig ist man mit 5G, WiFi 6 und Bluetooth 5.2 auf Höhe der Zeit. NFC ist sogar mit 360 Grad verfügbar. Das GT 2 Pro unterstützt Dual-SIM. Eine Speichererweiterung gibt es nicht, hier muss man mit 128 oder 256 GB zufrieden sein. Letztere Version kostet dann allerdings 849 Euro.

Realme-GT-2-Pro-Display
Auf der Front erblickt man ein 6,7-Zoll-OLED mit 120 Hz.
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Realme GT 2 Pro: Erstes Fazit

Realme gibt nun auch im Oberklasse-Segment Gas, da besteht kein Zweifel. Die Chinesen haben mit dem GT 2 Pro ein Top-Smartphone vorgestellt, dessen Ausstattung sich für 2022 auf alle Fälle blicken lassen kann. Ob fehlendes Wireless Charging sowie Wasserschutz ein Dealbreaker sind, kommt auf die eigenen Wünsche an. Auch ohne die Features ist das GT 2 Pro ein starkes Gerät für den Preis

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