Testbericht
Samsung SGH-G600
Das erste 5-Megapixel-Handy von Samsung liefert eine starke Vorstellung ab.
- Samsung SGH-G600
- Datenblatt

Im Vergleich zu den Mitbewerbern geht das SGH-G600 optisch etwas unauffälliger an den Start, was hauptsächlich dem dezenten Farbanstrich in gedecktem Anthrazit zuzuschreiben ist. Dafür steht der 469 Euro teure Quadband-Slider seinen Kollegen bei der Verarbeitung in nichts nach. Wie von Samsung-Handys gewohnt, hinterlässt auch das G600 einen hochwertigen Eindruck. Lediglich der leicht knirschende Akkudeckel trübt das ansonsten gute Bild. Frei von Kritik sind die zuverlässig reagierende Zifferntastatur und die übrigen Funktionstasten, die allesamt mit definierten Druckpunkten überzeugen. Top ist auch das feinauflösende Display, das mit einer scharfen und kontraststarken Darstellung gefällt.
Attraktives Hauptmenü, gute Ausstattung

Wobei das Hauptmenü des Samsung mit einer besonders übersichtlichen Darstellung überrascht: einer kombinierten Raster- und Einzelansicht der zwölf Menüpunkte, bei der der jeweils im Raster markierte Eintrag unten im Display groß dargestellt wird. Allerdings kommt diese Darstellung nur bei einigen Displaythemen zum Einsatz. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt: So lassen sich beim G600 die einzelnen Menüpunkte über die Zifferntastatur direkt anwählen. Auf Wunsch offenbaren diese den jeweiligen Inhalt auch in einer Vorabansicht. Die Beschriftung ist eindeutig, sodass selbst Samsung-Neulinge sofort klarkommen. Die Erkundung des Menüs lohnt sich, denn hier lässt sich jede Menge Nützliches entdecken: diverse Rechner, eine Stoppuhr, ein Timer und eine Diktierfunktion. Ein E-Mail-Client, der in Eigenregie jedoch schwierig zu konfigurieren ist, und ein HTML-Browser fehlen ebensowenig wie ein guter Kalender mit Erinnerungsfunktion. Für Kurzweil sorgen das UKW-Radio und der gut zu bedienende Musicplayer. Das Radio-Programm lässt sich im MP3-Format aufnehmen und wandert dann auf die mitgelieferte 512-MB-MicroSD-Speicherkarte. Ein In-Ear-Kopfhörer befindet sich ebenso im Lieferumfang wie ein Datenkabel samt Sync-Software für den PC. EDGE sorgt für einen schnellen Download und Bluetooth für eine einfache Verbindung zu Zubehör.
Umfangreiche Fotofeatures

Das Highlight ist jedoch die 5-Megapixel-Linse des G600. Sie ist lediglich im geöffneten Zustand sichtbar und wird von einem hellen Blitzlicht flankiert. Zudem liefert die Knipse auch Videoaufnahmen in VGA-Auflösung. Gestartet wird die Kamera über eine eigene Taste an der Seite des Handys, die zugleich als Auslöser dient. Da das kontraststarke und scharfe Display im Fotomodus ins Querformat wechselt, befinden sich die Tasten für den 4-fachen Digitalzoom etwas unhandlich auf der Unterseite. Die Bildqualität konnte im Test überzeugen, zudem verfügt das G600 über zahlreiche Fotofeatures wie etwa einen Makromodus, eine einstellbare Lichtempfindlichkeit bis ISO 800 und diverse Suchermodi. Fertige Bilder lassen sich direkt am Handy bearbeiten - wer mag, kann beispielsweise Größe und Bildausschnitt verändern. Eine Automatik verbessert Farbe, Helligkeit sowie Kontast.
Überragende Ausdauerwerte

Für eine faustdicke Überraschung sorgte das G600 im Labor. Mit über 17 Tagen Standby- und bis zu sieben Stunden Gesprächszeit erreichte das Samsung in beiden Kategorien die Höchstpunktzahl. Einzig bei der Betriebszeit mit eingeschaltetem Display lässt das G600 ein paar Punkte liegen. Auch die Sende- und Empfangsqualität liegt, speziell im E-Netz, auf einem sehr hohen Niveau. Da lässt es sich dann auch verschmerzen, dass die Akustik etwas dünn geraten ist. Alles in allem ein großer Wurf der Koreaner.
Samsung SGH-G600
Samsung SGH-G600 | |
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Hersteller | Samsung |
Preis | 469.00 € |
Wertung | 411.0 Punkte |
Testverfahren | 0.9 |